Schweiz

Bundesrat gewährt 120 zusätzliche Taggelder für Arbeitslose

Der administrative Aufwand bei den Arbeitsvermittlungszentren soll reduziert werden.

Der administrative Aufwand bei den Arbeitsvermittlungszentren soll reduziert werden.

In der aktuellen Krise will der Bundesrat nicht nur Unternehmen, sondern auch Arbeitslosen helfen. Er rechnet deswegen mit Mehrkosten für die Arbeitslosenversicherung von 600 Millionen Franken pro Monat.

(gb.) Um Aussteuerungen zu vermeiden, gewährt der Bundesrat anspruchsberechtigten Personen 120 zusätzliche Taggelder. Zudem müssen Personen zum Zeitpunkt der Anmeldung beim RAV keinen Nachweis für ihre Bemühungen bei der Stellensuche einreichen. Die Jobsuche müsse zwar fortgesetzt werden, der Nachweis aber erst einen Monat nach Ablauf der Verordnung eingereicht werden, sagte Wirtschaftsminister Guy Parmelin am Mittwoch an einer Pressekonferenz in Bern.

Auch für Unternehmen gibt es einige Änderungen: Die Stellenmeldepflicht fällt vorübergehend weg. Damit soll laut Parmelin der administrative Aufwand bei den RAV reduziert werden. Zudem wird die Bewilligungsdauer von Kurzarbeit von 3 auf 6 Monate verlängert und die Frist zur Voranmeldung für Kurzarbeit aufgehoben. Der Bundesrat schätzt, dass die Massnahmen zu Mehrkosten bei der Arbeitslosenversicherung von 600 Millionen Franken pro Monat führen werden.

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