Bundesrat

Bundespräsidentin Sommaruga: «Demokratie braucht viele Stimmen»

Simonetta Sommaruga und Hans Stöckli nach der Ankunft in Biel.

Simonetta Sommaruga und Hans Stöckli nach der Ankunft in Biel.

«Demokratie braucht viele Stimmen», betonte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Donnerstag an der offiziellen Wahlfeier in Biel.

Sie habe sich als Veranstaltungsort das Bieler Volkshaus gewünscht, nicht weil es eine "rote Hochburg" sei, betonte die SP-Magistratin. Vielmehr sei in dem Gebäude auch die Musikschule untergebracht. Es handle sich um ein multikulturelles Haus mit vielen verschiedenen Stimmen und somit auch um ein Symbol für die ganze Schweiz.

Gelebte Demokratie brauche viele Stimmen, brauche die Debatte, Auseinandersetzung und "am Ende versteht man sich wieder".

Der gesamte Anlass wurde denn auch von Musikschülerinnen und Musikschülern aus Biel umrahmt. Daneben glänzte auch die Spoken-Word-Gruppe "Bern ist überall" mit Wortwitz.

Sommarugas Vorgänger im Bundespräsidium, Ueli Maurer, schenkte Sommaruga einen "Mini-Böögg". Wenn sie den verbrenne, werde er eine akkurate Prognose des Politklimas in ihrem Präsidialjahr liefern, versprach Maurer mit Augenzwinkern.

Zuvor hatte Stadtpräsident Erich Fehr, auch er ein Sozialdemokrat, die Festgemeinde im zweisprachigen Biel begrüsst. Die Zweisprachigkeit zog sich denn auch durch den ganzen Festakt hindurch. Mühelos wechselten die Moderatorin des Anlasses und die Rednerinnen und Redner vom Französischen ins Deutsche und umgekehrt.

Auch Ständeratspräsident Hans Stöckli parlierte mal Deutsch, mal Französisch, aber immer mit Elan und einem guten Schuss Humor. So beschrieb er etwa seinen ersten Auftritt auf der Bühne des Bieler Volkshauses vor 60 Jahren: als verkleideter Neandertaler an einem Pfadfinder-Anlass.

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