Olivier Thormann, der für die Bundesanwaltschaft gegen ehemalige Fifa-Funktionäre ermittelte, wird nicht an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. Dies sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft auf Anfrage der Redaktion CH Media. 

«Bundesanwalt Michael Lauber und Olivier Thormann sind gemeinsam übereingekommen, das Arbeitsverhältnis aufzulösen. Dieser Schritt erfolgt nach einem bilateralen Gespräch und einer eingehenden Lagebeurteilung», schreibt die Sprecherin in einer E-Mail.

Erst heute Freitag wurde bekannt, dass sich der Verdacht von Amtsgeheimnisverletzung, Begünstigung, Vorteilsannahme und passive Bestechung nicht erhärtet hat. Dies teilte der ehemalige Zürcher Staatsanwalt Ulrich Weder mit, der als ausserordentlicher Staatsanwalt im Auftrag der Aufsicht der Bundesanwaltschaft die Vorwürfe abklärte. 

Dank für die geleistete Arbeit

Wie die Sprecherin weiter schreibt, bedankt sich die Bundesanwaltschaft bei Olivier Thormann für seine geleistete Arbeit. «Dies gilt insbesondere für den erfolgreichen Aufbau der Abteilung Wirtschaftskriminalität als Kompetenzzentrum zur Bekämpfung der internationalen Korruption, Geldwäscherei und der allgemeinen Wirtschaftskriminalität.»

Lauber und Thormann seien zudem übereingekommen, sich nicht weitergehend zu äussern.