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Bund rät von Reisen nach Scharm el-Scheich ab - Anbieter reagieren

Das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) rät von Reisen auf die Sinai-Halbinsel ab. Es lägen "Hinweise auf eine konkrete terroristische Bedrohung gegen touristische Ziele" vor. Die Anbieter reagieren.

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Der Strand von Scharm el-Scheich (Archiv)

Der Strand von Scharm el-Scheich (Archiv)

Keystone

Das Departement für auswärtige Angelegenheiten rät von Reisen nach Ägypten ab. Es lägen Hinweise einer terroristischen Bedrohung vor.

Inbegriffen sind seit Donnerstag auch die Badedestinationen auf der Sinai-Halbinsel Dahab, Scharm el-Scheich und Nuweiba.

In der Folge sagten die Reiseveranstalter TUI und Hotelplan ihre Ferien-Angebote nach Scharm el-Scheich ab.

Reisen mit Abflug in den nächsten zwei Wochen könnten kostenlos umgebucht oder storniert werden, teilte die beiden Unternehmen mit.

TUI fliegt seine Gäste vor Ort wenn möglich bereits am Freitag nach Hause. Neben den regulären Flügen sei auch ein Sondercharter über Köln nach Basel-Mulhouse organisiert worden.

Mit Hotelplan befinden sich zur Zeit 148 Touristen in Scharm el-Scheich. Die meisten würden am Samstag nach Zürich geflogen, sagte Hotelplan-Sprecherin Prisca Huguenin auf Anfrage.

Nur einige wenige Gäste hätten sich entschieden, auf eigene Verantwortung vor Ort zu bleiben. Der am Samstag geplante Flug von Zürich nach Scharm el-Scheich wurde abgesagt.

Am 16. Februar waren bei einem Anschlag auf einen Touristenbus am Grenzübergang Taba zwischen Israel und dem Sinai drei südkoreanische Reisende ums Leben gekommen.

30 Fahrgäste wurden verletzt. Zu dem Angriff bekannte sich die Dschihadistengruppe Ansar Beit al-Makdess. Sie drohte ausserdem mit weiteren Anschlägen auf alle Touristen in Ägypten.

Das Risiko von Terroranschlägen bestehe im ganzen Land, schreibt das EDA weiter. Trotzdem könnten Touristendestinationen wie Kairo und Alexandria, der Badeort Hurghada auf der afrikanischen Festlandseite des Roten Meeres, die Region am Nil von Assuan bis Luxor sowie die Mittelmeerküste "grundsätzlich besucht werden".

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