Coronakrise

Bund erhebt 900 Einsprachen gegen kantonale Kurzarbeitsbewilligungen

Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco, präsentierte am Freitag in Bern die Zahlen zu den Einsprachen.

Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco, präsentierte am Freitag in Bern die Zahlen zu den Einsprachen.

Der Bund hat bisher bei rund 900 kantonalen Bewilligungsentscheiden zur Kurzarbeit Einsprache eingereicht. Die meisten beanstandeten Gesuche stammen von Betrieben der öffentlichen Dienste.

(agl) Der Bund ist nicht mit allen Gesuchen zur Kurzarbeit einverstanden. Es geht unter anderem um Transportunternehmen, kommunale Betriebe oder Angestellte wie Schulhausabwarte, in deren Fällen der Bund Einsprache gegen die kantonale Bewilligung der Kurzarbeit eingereicht hat. Dies erklärte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), am Freitag an einer Medienkonferenz in Bern. Bei dem Vorgehen handle es sich um das normale Prozedere, bei dem die Aufsichtsbehörde das Recht zur Einsprache habe, so Zücher.

Von insgesamt rund 900 Fällen sei die Hälfte der Einsprachen bereits behandelt, so Zürcher. In 43 Fällen hätten die Gesuchsteller von sich aus ihren Antrag zurückgezogen, in rund 200 Fällen hiessen die Kantone die Einsprachen gut und zogen die Bewilligung zurück. In 121 Fällen hielten die Kantone gemäss Zürcher an ihren Bewilligungen fest.

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