Schweiz - USA

Aussenminister Burkhalter will pragmatisch mit Trump umgehen

Bundesrat Didier Burkhalter ist von der Wahl Trumps nicht überrascht.

Bundesrat Didier Burkhalter ist von der Wahl Trumps nicht überrascht.

Erstmals äussert sich Bundesrat und Aussenminister Didier Burkhalter ausführlich zur Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten. Im Interview mit der Zeitung „Schweiz am Sonntag“ sagt er: „Wir bauen unsere Kontakte zu Trump ganz pragmatisch auf.“

Ein Beispiel dafür sei: „Wir beharren auf wirtschaftlicher Offenheit. Wir glauben, dass es für die Amerikaner und die Welt nicht gut ist, was in Sachen Wirtschaftsöffnung im Programm von Donald Trumps Team steht. Das sagen wir offen – und auch öffentlich.“

Das EDA habe Kontakte sowohl mit dem Wahlkampfteam wie nun mit dem Team, das den Präsidentschafts-Übergang organisieren muss. Burkhalter hat mit der Wahl von Trump gerechnet. „Als ich im September 2015 in den USA war, sagte ich unseren Leuten, es wäre gut, Kontakte ins Trump-Lager zu knüpfen. Ich wusste, dass Trump Chancen hat, Präsident zu werden.“

Ihm sei klar geworden: „Dieser Präsidentschafts-Kandidat kann praktisch nicht «untergehen». In einem anderen Land hätte er vielleicht selbst aufgegeben. Aber nicht in den USA. Mir persönlich ist das total fremd. Eine solche Wahlkampagne könnte ich nicht führen.“

Im Interview mit der „Schweiz am Sonntag äussert sich Burkhalter zudem zum Tod von Fidel Castro. Nun müsse sich Kubas Wirtschaft öffnen können und die Menschenrechtssituation müsse verbessert werden, so der Aussenminister.

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