Justiz
Abgewählter Bundesanwalt Beyeler will Abgangsentschädigung

Der Mitte Juni nicht wiedergewählte Bundesanwalt Erwin Beyeler hat bei der Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft seine Abgangsvorstellungen deponiert. Er will 286000 Franken. Zudem will Beyeler weiter für die Bundesanwaltschaft arbeiten

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Will weiter für Bundesanwaltschaft arbeiten: Erwin Beyeler

Will weiter für Bundesanwaltschaft arbeiten: Erwin Beyeler

Keystone

Der Mitte Juni nicht wiedergewählte Bundesanwalt Erwin Beyeler hat bei der Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft seine Abgangsvorstellungen deponiert. Dies berichtet die Zeitung „Der Sonntag“ unter Berufung auf drei zuverlässige Quellen. Demnach will der höchste Ankläger des Landes eine Abgangsentschädigung in der Höhe von maximal einem Jahreslohn, der 286 000 Franken beträgt.
An einer Ad-hoc-Sitzung des Aufsichtsgremiums teilte Beyeler weiter mit, er strebe eine Weiterbeschäftigung bis zum 60. Lebensjahr im Mandatsverhältnis in der Bundesverwaltung an. Der 59-jährige Beyeler ist nach seiner Nicht-Wiederwahl von Mitte Juni noch bis Ende Jahr im Amt.
Wie aus seinem Umfeld verlautet, ist Beyeler fest entschlossen, den parlamentarischen Akt personalrechtlich als «unbegründet» hinzustellen. Nur dann sieht das Bundespersonalgesetz auch die Möglichkeit für eine Abgangsentschädigung vor – jedoch nicht in der neuen Verordnung, die seit Anfang Jahr gilt.
Unklar ist, ob Beyelers Arbeitsverhältnis unter die alte oder neue Verordnung fällt. Recherchen des „Sonntags“ zeigen, dass sich die Aufsichtsbehörde in einer ersten Stellungnahme ablehnend zu Beyelers Vorstellungen äusserte. Doch der Bundesanwalt stellte umgehend ein Wiedererwägungsgesuch, über das noch nicht entschieden ist. (rsn)