Statistik
10000 Einwohner genügen nicht mehr, um als Stadt zu gelten

Die Schweizer Stadt wird neu definiert. Das Bundesamt für Statistik ändert seine aktuellen Definitionskriterien so, dass künftig nicht mehr alle Gemeinden mit mehr als 10000 Einwohnern automatisch als Stadt gelten.

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Durch Fusion zu mehr als 10000 Einwohner: Im Bild Fleurier, welches zur Gemeinde Val-de-Travers gehört.

Durch Fusion zu mehr als 10000 Einwohner: Im Bild Fleurier, welches zur Gemeinde Val-de-Travers gehört.

Keystone

Ergänzend sollen sie künftig eine minimale Bevölkerungsdichte sowie einen starken baulichen Zusammenhang aufweisen, wie die "NZZ am Sonntag" berichtet. "Neu können nur noch Gemeinden Stadt werden, wenn sie auch eine gewisse Dichte und Mindestgrösse in ihrem Kern aufweisen", sagt Viktor Goebel, der im BFS das Projekt betreut.

Damit wolle man erreichen, dass eine statistische Stadt auch tatsächlich einen gewissen urbanen Charakter aufweise. Opfer dieser Anpassung sind ländliche Kleinstädte wie Glarus Nord, Glarus oder Val-de-Travers, die in den letzten Jahren auf Grund von Gemeindefusionen plötzlich mehr als 10000 Einwohner zählten und daher eigentlich als Städte zu gelten hatten.

Mit grosser Aufmerksamkeit verfolgt der Schweizerische Städteverband das Projekt. Er verlangt, dass die Definition nicht dazu führt, dass Gemeinden, die sich heute als Städte verstehen, dies statistisch nicht mehr sein dürfen.