Vermischtes/People

Zehn Jahre nach verheerendem Erdbeben in Haiti: Wie die Schweizer Hilfe Not lindern half

Haitis Hauptstadt Port-au-Prince nach dem Erdbeben vor zehn Jahren.

Haitis Hauptstadt Port-au-Prince nach dem Erdbeben vor zehn Jahren.

90 Prozent der Haushalte, die in den letzten zehn Jahren Nothilfe und Unterstützung beim Wiederaufbau aus der Schweiz erhalten haben, konnten ihren Alltag wieder herstellen. Doch das Leben in Haiti bleibt hart.

(sat) Kommenden Sonntag ist es zehn Jahre her, dass ein Erdbeben Haitis Hauptstadt Port-au-Prince und weite Teile des Karibikstaates verwüstete. Die US-Erdbebendienste gaben den Erdstoss damals mit 7.0 an. Aufgrund der darauffolgenden chaotischen Situation in dem Land gibt es jedoch nur Schätzungen zu den effektiven Opferzahlen.

Rasch vor Ort Hilfe ermöglichte unter anderem die Glückskette. Bis 2018 hat die Schweizer Spendensammelorganisation fast 63 Millionen Franken in 91 Projekte investiert. Über 20 Partnerorganisationen haben diese vor Ort umgesetzt.

Zehn Jahre danach hat die Glückskette ihre damalige Soforthilfe und das seither geleistete Wiederaufbauengagement von unabhängigen Experten untersuchen lassen. Fazit der heute veröffentlichten Studie: 90 Prozent der befragten 525 Haushalte geben an, dass sie dank der von der Glückskette unterstützten Hilfsprojekte vor Ort «ihre Grundbedürfnisse abdecken und ihre Existenzgrundlage wieder herstellen» konnten.

«Wir sind erfreut, dass die Verknüpfung von Nothilfe mit Wiederaufbau und Entwicklungszusammenarbeit offenbar einen erhöhten positiven Effekt für die betroffenen Menschen hat», lässt sich Roland Thomann, der neue Direktor der Glückskette, in einer Mitteilung zitieren. Entsprechend werde die Glückskette auch «zukünftig vermehrt in diese Art der Unterstützung investieren, um möglichst effizient und nachhaltig Hilfe leisten zu können.»

Darüber hinaus hält die Glückskette in ihrer Mitteilung aber auch fest, dass nicht alle Ziele erreicht werden konnten. Zum Beispiel Projekte zu beruflichen Aus- und Weiterbildungen, welche zum Aufbau des Lebensunterhaltes beitragen hätten sollen, hätten aufgrund der generellen wirtschaftlichen Lage Haitis nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Und generell habe sich im vergangenen Jahr die Lebenssituation der Bevölkerung in Haiti aufgrund gewalttätiger Proteste und Unruhen leider weiter gravierend verschlechtert.

Meistgesehen

Artboard 1