Überall waren Regenbogenflaggen als Symbol der Homosexuellen-Bewegung zu sehen. Die Veranstalter der Parade sprachen von rund 100'000 Teilnehmen. Die Gay-Pride-Parade in Santiago de Chile wird seit 19 Jahren von der Bewegung für die Integration und Befreiung von Homosexuellen (Movilh) organisiert.

In diesem Jahr demonstrierten die Teilnehmenden vor allem für die Homoehe, über die das chilenische Parlament schon seit längerem debattiert, und ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare. Sie forderten zudem eine Verschärfung der Gesetze gegen Diskriminierung und homophobe Gewalt.

Unter Ex-Präsidentin Michelle Bachelet hatte Chile bereits 2015 eingetragene Partnerschaften für Homosexuelle ermöglicht. In dem konservativen südamerikanischen Land hat die katholische Kirche aber immer noch grossen Einfluss.