Der kanadische Dokumentarfilmer Dan Nystedt lebt in Sault Sainte Marie, Ontario, inmitten der Grossen Seen. Vergangenes Wochenende war er in seiner Heimat-Provinz unterwegs, um mit seiner Drohnen-Kamera einige szenischen Aufnahmen zu machen.

Nicht etwa die berühmte Niagara-Fälle im Süden der Provinz waren das Ziel, sondern die – nicht minder berühmte – Wildnis des Norden: Eine fast unberührte weitläufige Landschaft mit Hunderten Seen, dichten Kieferwäldern, zerklüftete Felsen und – wilden Tieren.

Per Zufall enteckte der Filmemacher einen Elch, der entspannt nahe am Ufer in einem See stand. Er fliegt nahe zum Tier und es entstehen eindrückliche Aufnahmen. Er sei aufgeregt gewesen über die Sichtung, schreibt er auf Youtube zum Video, «doch das Unerwartete passierte, als ich mich entfernte.»

Mit passender Musik unterlegt zeigt Nystedts Kurzfilm ein dramatisches Naturspektakel: Aus dem Wald taucht plötzlich ein Wolf auf und schnellt ins Wasser. Trotz des enormen Grössenunterschieds greift der Rudeljäger den Hirsch an. Dieser demonstriert aber Dominanz und versucht, seinen Angreifer mit Huftritten abzuwimmeln. Ein Hin und Her beginnt.

Doch dann gelingt dem Wolf der entscheidende Biss an der Brust seine ausgesuchten Beute – und er lässt nicht los. Der Elch dreht sich im Kreis, schleift den Jäger durchs Wasser und versucht sich mit wilden Tritten zu befreien, aber vergeblich. 

Erst als sich nach eineinhalbminütigem Kampf in tieferes Wasser begibt und abtaucht, muss der Wolf loslassen. Der Elch macht sich im Wasser auf und davon – mit seinem Jäger im Schlepptau. Denn der Wolf gibt nicht auf und kämpft sich noch mehrere Minuten durch das Wasser, ehe er erschöpft von seinem Ziel ablässt.

Der Kanadier fängt später mit seiner Kamera ein, wie der Wolf mit einem Artgenossen über die Eisenbahngleise zottelt. Den Elch zeigt er indes, wie er quer durch den See schwimmt.