A. Leuenberger / M. Cordeiro

Mit dem Spatenstich für das neue Pharma Logistikzentrum der Voigt Industrie Service AG aus Romanshorn, wurde gestern in der Niederbipper Industriezone Moosmatt ein weiteres ehrgeiziges Bauprojekt in Angriff genommen. Das Ostschweizer Familienunternehmen Voigt erstellt auf einer Fläche von 20 000 Quadratmetern einen vierstöckigen Kopfbau für den Warenein- und -ausgang sowie Büroräume. Der gesamte Gebäudekomplex weist eine Grundfläche von fast 5300 Quadratmetern auf.

Modernste Logistik

Zu den vier Hauptbereichen für modernste Logistik gehört ein vollautomatisches Palettenhochregallager mit rund 7000 Plätzen. Hinzu kommt ein automatisches Behälterlager, das eine Kapazität von über 70 000 Behältern aufweist. Den dritten Hauptbereich stellt das konventionelle Palettenlager dar, wobei im Untergeschoss ein spezielles Kühllager mit Temperaturen von zwei bis acht Grad Celsius entsteht. Hier werden auch spezielle Lagerbereiche eingerichtet, zum Beispiel für Betäubungsmittel, die unter Verschluss gehalten werden müssen. Der Neubau verfügt zudem über ausreichende Ausbaufläche für Erweiterungsoptionen.

Das ökologisch ausgerichtete Logistikcenter erfordert eine Investition von rund 30 Millionen Franken. Damit will Voigt ihre Marktstellung weiter ausbauen. Geplant ist, den Rohbau bis Weihnachten fertigzustellen. Die Inbetriebnahm des neune Logistikcenters ist für August 2010 vorgesehen. Damit entstehen im Wirtschaftsraum zwischen Niederbipp und Oensingen rund 50 neue Arbeitsplätze. Bereits haben die beiden Gemeinden damit begonnen, das gedeihende Wirtschaftsgebiet inklusive Erschliessung gemeinsam zu planen (wir berichteten). «Das allerdings ist ein längerer Prozess», sagt der Niederbipper Bauverwalter René Suter auf Anfrage. Bis erste Ergebnisse vorliegen, könne es noch einige Zeit dauern.

Lob für die Behörden

Anlässlich des gestrigen Spatenstichs unterstrich derweil Geschäftsleiter Ernst Fischer die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen den Behörden während der Planungsphase. «Einen Neubau auf einem Areal zweier Gemeinden und zweier Kantone zu realisieren hat mir zu Beginn schon einiges Kopfzerberechen bereitet. Im Nachhinein war es jedoch unbegründet. Alles hat optimal funktioniert».