Die Behörden der Distrikte Golaghat und Jorhat im nordöstlichen Bundesstaat Assam veröffentlichten die neuen, gestiegenen Zahlen der Toten und Erkrankten. Viele Patienten im Spital seien mittlerweile "ausser Gefahr", hiess es. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass die Zahl der Toten noch steige.

Die Überlebenden wurden in mehreren Spitälern in den betroffenen Bezirken behandelt, wie Assams Gesundheitsminister Biswa Sarma sagte. Der Arzt Ratul Bordoloi von der Gesundheitsbehörde in Golaghat sagte, die Betroffenen litten unter starkem Brechreiz, Brustschmerzen und Atemnot.

Die Opfer, unter denen viele Frauen sind, arbeiteten auf Teeplantagen in der Region. Assams Regierungschef Sarbananda Sonowal ordnete eine Untersuchung an.

Ein Mann, der den illegal hergestellten Alkohol verkauft haben soll, wurde nach Polizeiangaben festgenommen. Die Behörden beurlaubten zudem zwei Beamte, weil sie keine Vorkehrungen gegen den Verkauf des Alkohols getroffen hätten.

In den ärmlichen ländlichen Gebieten Indiens wird viel selbst gebrannter Alkohol verkauft, da er billig ist. Jedes Jahr sterben hunderte Menschen an gepanschtem Alkohol. Erst vor knapp zwei Wochen waren in den nordindischen Bundesstaaten Uttar Pradesh und Uttarakhand mehr als hundert Menschen an gepanschtem Alkohol gestorben.