Baden-Württemberg

Sechs Tote bei Familientreffen: Prozess in Deutschland begonnen

Der Angeklagte während des Prozessauftakts um die Gewalttat in Rot am See mit sechs Toten am 24. Januar 2020 vor dem Landgericht Ellwangen im Gerichtssaal. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Der Angeklagte während des Prozessauftakts um die Gewalttat in Rot am See mit sechs Toten am 24. Januar 2020 vor dem Landgericht Ellwangen im Gerichtssaal. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Rund fünf Monate nach dem gewaltsamen Tod von sechs Menschen bei einem Familientreffen im Süden Deutschlands hat am Montag der Mordprozess gegen einen 27-Jährigen begonnen.

Der Angeklagte soll Ende Januar in Rot am See im Bundesland Baden-Württemberg seine Eltern, Halbgeschwister sowie einen Onkel und eine Tante erschossen haben. Zwei Verwandte konnten sich retten.

Angeklagt ist der Deutsche wegen Mordes und versuchten Mordes. Der Prozess findet am Landgericht in Ellwangen statt.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann 30 Schüsse auf seine Familie abgegeben haben, die wegen einer Beerdigung zusammengekommen war. Der mutmassliche Täter hatte selbst die Polizei gerufen und war daraufhin festgenommen worden. Angebliche Misshandlungen seiner Mutter und Halbschwester sollen ihn zu der Tat getrieben haben.

Für den Prozess soll auch ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben werden. Möglicherweise liege eine paranoide Schizophrenie vor, hiess es von der Staatsanwaltschaft. Insgesamt sind sieben Verhandlungstage für das Verfahren angesetzt. Ein Urteil könnte am 10. Juli fallen.

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