Lausanne
Schumachers Krankenakte gestohlen – bereits Verkaufsangebote an Medien

Michael Schumachers Krankenakte ist gestohlen worden. Eine entsprechende Meldung der Bild-Zeitung bestätigte am Montagabend Schumachers Managerin Sabine Kehm. Die Akte sei bereits mehreren deutschen und französischen Medien angeboten worden.

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Michael Schumacher verletzt sich bei Skiunfall am Kopf und schwebt in Lebensgefahr
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Michael Schumacher befindet sich nicht mehr im Koma
Der Staatsanwalt informiert live über erste Ermittlungsergebnisse des Skiunfalls von Michael Schumacher.
Das Medieninteresse im Kongresszentrum in Albertsville ist immens.
Grenobles Spitaldirektor Jean-Marc Grenier spricht zu den bereits eingetroffenen Medien vor dem Spital.
Ein Schumacher-Fan wartet vor dem Krankenhaus in Grenoble auf weitere News von seinem Idol.
Ein Schumacher-Fan wartet vor dem Krankenhaus in Grenoble auf weitere News von seinem Idol.
Mitarbeiter des Spitals Grenoble warten vor der Notfallaufnahme, bei der Schumacher eingeliefert wurde.
Schumacher wurde mit einem Helikopter ins Spital in Grenoble verlegt.
Michael Schumacher schwebt nach Aussagen seines Managements nach seinem Skiunfall in Lebensgefahr.
Schumacher stürzt bei einem Riesenslalom-Rennen in Madonna di Campiglio (Archivbild).
Schumacher beim Skifahren in Madonna di Campiglio (Archivbild).
Schumacher beim Skifahren in Madonna di Campiglio (Archivbild).
Schumacher posiert für ein Foto beim Skifahren in Madonna di Campiglio (Archivbild).
Schumacher beim Skifahren in Madonna di Campiglio (Archivbild).
Michael Schumacher beim Skifahren in Madonna di Campiglio (Archivbild).
Schumacher posiert für ein Foto beim Skifahren in Madonna di Campiglio (Archivbild).

Michael Schumacher verletzt sich bei Skiunfall am Kopf und schwebt in Lebensgefahr

Keystone

"Seit einigen Tagen werden einigen Medienvertretern gestohlene Dokumente und Daten zum Kauf angeboten, von denen der Anbieter behauptet, es handele sich um die Krankenakte von Michael Schumacher", teilte Schumachers Managerin Sabine Kehm mit. "Wir können nicht beurteilen, ob die Unterlagen echt sind." Fakt sei jedoch, dass sie gestohlen wurden.

Laut "bild.de" hat der Verkäufer "als Mindestpreis 60'000 Schweizer Franken festgesetzt". Kehm betonte, dass der Ankauf solcher Unterlagen und Daten sowie deren Veröffentlichungen verboten seien. Die Managerin kündigte für jeden einzelnen Verstoss Strafanzeige an, falls gegen die Wahrung der Intimsphäre von Schumacher verstossen werde.

Bislang drangen in den fast sechs Monaten kaum Details über Schumachers Zustand nach aussen. Auch wenn Fremde schon versucht hatten, sich Zugang zu verschaffen. Gleich zu Beginn hatte sich ein Mann als Priester verkleidet, um zu Schumacher zu gelangen. Später hatten zwei Personen versucht, ins Zimmer auf der Intensivstation des Uni-Hospitals in Grenoble zu gelangen, um Schumacher zu fotografieren.

Wie der Krankenbericht gestohlen werden konnte, ist derzeit ebenso unklar wie der Ort der Tat. Der Bild sagte Kehm: "Da kann man doch nur entsetzt und angewidert sein!"

Schumacher war in der vergangenen Woche von Grenoble in eine Reha-Klinik in Lausanne verlegt worden. Zuvor hatte sein Management mitgeteilt, dass der Rekordweltmeister knapp sechs Monate nach seinem Skiunfall nicht mehr im Koma liege und "seine lange Phase der Rehabilitation" nun fortsetzen werde.

Der 45-jährige Schumacher hatte bei einem Skiunfall am 29. Dezember 2013 im französischen Méribel ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten und war in der Uniklinik Grenoble in ein künstliches Koma versetzt worden. Ende Januar wurde die Aufwachphase eingeleitet.