Spitexverein Büetigen
Nicht ganz freiwillig

Der Spitexverein Büetigen – mit den Gemeinden Büetigen, Busswil, Diessbach und Dotzigen – muss sich dem Druck des Kantons beugen. Morgen soll die Fusion mit dem Nachbarverein des unteren Bürenamtes beschlossen werden.

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Spitexverein Büetigen

Spitexverein Büetigen

Grenchner Tagblatt

Jürg Amsler

«Für uns kommt nur eine Fusion mit Lyss in Frage.» Doris Trachsel, die ehemalige Präsidentin des Spitexvereins Büetigen sprach vor vier Jahren deutliche Worte. Doch diese Absichten haben sich zerschlagen. Der Verein, der für die Gemeinden Büetigen, Buss-wil, Diessbach und Dotzigen Spitzeldienste anbietet, bekam dafür umso mehr den Druck des Kantons zu spüren.

«Die Spitex Büetigen kann nicht mehr alle Dienstleistungen und somit auch die Vorgaben des Kantons nicht erfüllen und hat deshalb bei uns angeklopft.» Heidi Arn, Geschäftsleiterin der Spitex Region Büren, betont, dass das Begehren zum Zusammenschluss von den westlichen Nachbarn gekommen ist.

Morgen Donnerstag soll nun beschlossen werden, was vor vier Jahren schon auf dem Tisch lag: Die Spitex Büetigen wird mit sämtlichen Mitarbeiterinnen auf 1. Januar 2010 von der Spitex Region Büren übernommen.

Update

Im Mai 2005 sollten die Weichen gestellt werden. Der Spitexverein Büren, Meienried, Oberwil und Rüti suchte den Zusammenschluss mit den Spitexvereinen Arch-Leuzigen, Büetigen und Schüpfen und Umgebung. 17 Gemeinden sollten in einer Organisation vereint werden. Büetigen erteilt dem Vorhaben gleich zu Beginn eine Absage, Schüpfen etwas später. Vor zwei Jahren schlossen sich die beiden Vereine des unteren Bürenamtes zur Spitex Region Büren zusammen. (sl)

Erst getrennt, dann zusammen

«Eine Arbeitsgruppe und die Vorstände beider Vereine haben die notwendigen Unterlagen für eine Fusion vorbereitet.» Peter Wyss, Vorstandsmitglied der Spitex Region Büren und zuständig für die Medien, ergänzt: «Die zuständige Gemeinderäte sind über das Projekt informiert worden und haben diesem ihre Unterstützung zugesichert.»

Die Mitgliederversammlungen der beiden Vereine werden morgen erst getrennt den Fusionsvertrag zu genehmigen haben und so grünes Licht für den Zusammenschluss erteilen. Im zweiten Teil der Versammlung werden dann gemeinsam die bereinigten Statuten genehmigt.» erklärt das Vorgehen der anstehenden Versammlung in Busswil.

Letztlich noch drei Gemeinden

Der Spitexverein Region Büren wird, wenn die Fusion zustande kommt, ab nächstem Jahr um vier Gemeinden grösser. «Wenigstens vorläufig», sagt Wyss, «denn Busswil ist ja in Fusionsverhandlungen mit der Gemeinde Lyss. Früher oder später werden also noch Büetigen, Diessbach und Dotzigen übrig bleiben.»

Mit dieser Erweiterung zwar wachsen, erreicht mit rund 12 500 Einwohnerinnen und Einwohnern die vom Kanton geforderte Zahl von 15 000 bis 30 000 Personen erst annähernd. «Es könnte durchaus sein, dass das letzte Machtwort vom Kanton noch nicht gesprochen ist.»

Peter Wyss will keineswegs den Teufel nicht an die Wand malen. Er macht nur auf die Veränderungen im Bereich der Spitex aufmerksam. Wichtig ist für die Klienten der Spitex zu wissen, dass sich ab kommenden Jahr für sie nichts ändern wird. Die spitalexterne Hilfe, Pflege und Beratung in den eigenen vier Wänden wird in der gleichen, gewohnten Qualität ausgeführt.

Donnerstag, 12. November: Ausserordentliche Mitgliederversammlung der Spitexvereine Büetigen (19 Uhr) und Region Büren (19.30 Uhr) im «Rössli» Busswil.

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