Seit gestern Abend sind die beiden Schweizerinnen wieder frei, berichtet die Hilfsorganisation «Ärzte ohne Grenzen» gegenüber dem Westschweizer Fernsehen TSR. Die Frauen seien vor fünf Tagen in der Vorstadt Petionville in Haiti entführt worden. Der Fahrer der Frauen habe kurz nach der Entführung Alarm geschlagen. Die Verschleppung wurde jedoch geheim gehalten, um die Bemühungen um ihre Freilassung nicht zu erschweren. Ob Lösegeld bezahlt wurde, wollte Michel Peremans von «Ärzte ohne Grenzen» nicht sagen.

In Haiti sind nach dem Erdbeben mehr als 5000 Insassen aus zerstörten Gefängnissen geflohen. Es wird vermutet, dass sich aus den Sträflingen Entführerbanden zusammensetzen. Von den 5000 Geflohenen konnten erst 200 wieder gefasst werden. (dge)