Muri und Sins sind die Zentren

Im oberen Freiamt soll die Bahn das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs sein. Muri und Sins bleiben die wichtigsten Zentren. So sieht das Regionale Entwicklungskonzept die Teilbereiche Siedlung und Verkehr.

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Unter anderem steigt der Preisdruck auf das Bauland und die Pendler erzeugen mehr Verkehr. In zwei Workshops hat der Verband die Teilbereiche Siedlung und Verkehr beleuchtet. Die Stossrichtungen sind klar: Es gilt eine differenzierte Förderung und Entwicklung der einzelnen Gemeinden vorzusehen, die Kooperation und Arbeitsteilung zwischen den Gemeinden zu fördern, Prioritäten zu setzen und sich an den bestehenden Strukturen zu orientieren.

Für ländliche Strukturen

Zustimmung fand in den Work-shops die Qualität der ländlichen Strukturen mit den zwei Zentren Muri und Sins. Unbestritten sind die Schulstandorte und die Erhaltung der Naherholungsgebiete. Zu Diskussionen Anlass gaben hingegen die Themen gewerbliche Entwicklung in kleinen Gemeinden, die Entwicklungsmöglichkeiten der Wohngemeinden und die Förderung der Innenentwicklung der Gemeinden, das heisst die Beschränkung auf Kerndörfer.

Die Region sehen

Die vermehrte Sicht auf die ganze Region ist unbestritten. Zustimmung finden überkommunale Einkaufsnutzungen und die Lenkung der Siedlungsentwicklung. Der private Verkehr soll nicht verteilt, sondern gelenkt werden. Die Gleichgewichtung der Bünztal- und der Reusstalroute stösst aber auf Kritik. Beim öffentlichen Verkehr soll die Bahn das Rückgrat bilden und mit Bus die Feinerschliessung erfolgen.

Das Regionale Entwicklungskonzept Siedlung und Verkehr ist als Führungsinstrument für die Repla gedacht und wegleitend für die Gemeinden. Es dient als Koordinationsinstrument gegenüber dem Kanton und den Nachbarregionen. Jetzt wird es zur Stellungnahme an die Gemeinden verteilt. An der nächsten Abgeordnetenversammlung soll es genehmigt werden.

Drei Vorstandsmitglieder gehen

An der Versammlung wurden die Vorstandsmitglieder Erwin Berger, der als Grossrat nicht mehr antrat, sowie die Gemeindeammänner Koni Gwerder, Dietwil, und Roman Zenoni, Besenbüren, verabschiedet. Weil sich die Suche für Nachfolger schwierig gestaltete, reduziert sich jetzt die Zahl der Vorstandsmitglieder von acht auf sechs; neu wurde Gery Müller aus Bünzen gewählt.

Der Gemeindebeitrag wurde für 2009 auf Fr. 1.50 pro Jahr und Einwohner belassen. Der Jahresbericht 2008 von Präsident Josef Nogara, Merenschwand, und die Jahresrechnung fanden Zustimmung. Auf dem Jahresprogramm steht unter anderem das Landschaftsentwicklungsprogramm (LEP) und das Projekt Deponiestandort Freiamt. Der Voranschlag sieht auch einen Beitrag von 7650 Franken für den Leistungsauftrag an den Verein Erlebnis Freiamt vor. Gesamthaft sind Kosten von 112 750 Franken budgetiert. (mz/es/fhe)

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