Mit der neusten Technik auf Brandbekämpfung

Schlüsselübergabe: Feuerwehrkommandant Urs Stierli und Sicherheitsvorsteherin Sandra Rottensteiner vor dem neuen Fahrzeug.

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Schlüsselübergabe: Feuerwehrkommandant Urs Stierli und Sicherheitsvorsteherin Sandra Rottensteiner vor dem neuen Fahrzeug.

Das alte renovieren oder ein neues Tanklöschfahrzeug mit modernster Technik kaufen? Urdorf entschied sich für letzteres und verfügt über topmodernes Gerät.

Flavio Fuoli

Die Feuerwehr Urdorf stand vor zweieinhalb Jahren bei der Standortbestimmung über den Fahrzeugpark vor zwei ungleichen Optionen: Das alte, 20-jährige Tanklöschfahrzeug (TLF) hätte man vorführen und renovieren lassen können. Inklusive Pumpenrenovation hätte man 60 000 bis 70 000 Franken in die Hand nehmen müssen und hätte die Garantie gehabt, dass das Fahrzeug noch fünf Jahre läuft.

Die zweite Option war ein Neukauf für 520 000 Franken, an der sich die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich zur Hälfte beteiligen würde. Der Gemeinderat und die Feuerwehr wählten das neue Fahrzeug. «Dem Gemeinderat ist die Sicherheit wichtig. Wenn wir in ein altes Fahrzeug investiert hätten, wären wir in fünf Jahren wieder am selben Punkt gestanden», sagte Gemeinderätin und Sicherheits- und Gesundheitsvorsteherin Sandra Rottensteiner beim Augenschein mit der LiZ.

Feuerwehrkommandant Urs Stierli doppelte nach: «Beim alten Fahrzeug hätten wir weiterhin mit 20-jähriger Technik hantieren müssen. Auch bei uns ist diese schnelllebig. Das war ein weiterer Punkt für den nun gefällten Entscheid.» Der Gemeinderat stellte das Fahrzeug ins Budget 2009 ein. Bestellt wurde es im Januar 2009. Aber einfach so ab Stange kann man es nicht kaufen. «Wir konnten bei der Beschaffung mitreden und unter anderem aus drei Chassis und drei Aufbauten auslesen», berichtet Stierli.

Zwei Knackpunkte zu lösen

Die Feuerwehr hatte «zwei Knackpunkte» zu berücksichtigen, wie es der Kommandant formulierte: Die Ausfahrt im Depot ist 3,50 Meter, die Unterführung Fadmatt 3,40 Meter hoch. «Das sind zwei Grössen, die wir einhalten müssen», so Stierli, «denn gewisse Hersteller bieten Fahrzeuge bis zu 3,80 Meter an.» Man wählte schliesslich ein Chassis von Iveco und Aufbauten von Rusterholz. Das neue Fahrzeug soll 25 Jahre halten.

Grundsätzlich enthalte das neue Tanklöschfahrzeug nicht mehr Einsatzelemente als das alte, zieht Stierli einen Vergleich. Die Pumpen seien besser, die Steuerung erfolge auf Touchscreen. Auch die Zugriffe auf einzelne Einsatzelemente seien besser, die Abläufe einfacher. Die Leiter lässt sich per Lift vom Dach nehmen, die Feuerwehrleute können schon während der Fahrt bequem ihre Atemschutzgeräte anschnallen.

60 Mann starke Feuerwehr

Den personal- und ausrüstungsmässigen Zustand der Feuerwehr Urdorf bezeichnet der Kommandant als sehr gut. Die 60 Mann würden die Vorgaben der Gebäudeversicherung erfüllen. Man sei aber trotzdem froh um neue Leute. Diese würden ein gutes Team vorfinden, was auch die Gemeinderätin bestätigt. Auch die Zusammenarbeit mit Gemeinderat und Verwaltung bezeichnet Stierli als sehr gut.

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