Kanton Bern

Die Zahl der bernischen Arbeitslosen ist im Februar 2009 um 372 auf 12 615 Personen angestiegen und die Arbeitslosenquote hat sich dadurch um 2,4 Prozent erhöht.

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Im bernischen Arbeitsmarkt hat die Zahl der Arbeitslosen weiter zugenommen

Im bernischen Arbeitsmarkt hat die Zahl der Arbeitslosen weiter zugenommen

Besonders betroffen von der konjunkturellen Abschwächung sind die metallverarbeitende Industrie (+86 auf 1243), der Handel (+71 auf 1745) und der Bereich Verkehr, Nachrichtenübermittlung (+69 auf 664). In fast allen Branchen führte die verschlechterte Wirtschaftslage zu einer Zunahme der Arbeitslosigkeit, ausser in der öffentlichen Verwaltung (-29 auf 388) und im Unterrichtswesen (-14 auf 301).

Bei den Männern stieg die Zahl der Arbeitslosen um 247 (+3,3 Prozent) auf 7649 Personen, bei den Frauen stieg sie um 125 (+2,6 Prozent) auf 4966 Personen. Mit 8’021 Personen waren 262 Schweizerinnen und Schweizer mehr arbeitslos als im Vormonat. Bei den Ausländerinnen und Ausländern stieg die Zahl um 110 auf 4’594 Personen.

In 20 von 26 Amtsbezirken stieg die Zahl der Arbeitslosen. Die höchste Quote verzeichnete der Amtsbezirk Biel mit 4,5 Prozent. Am niedrigsten war die Quote im Amtsbezirk Oberhasli mit 1,1 Prozent. Die stärkste Zunahme verzeichnete der Amtsbezirk Bern (+171 auf 4058 Personen, 2,9 Prozent Arbeitslosenquote).

Von den 17’948 Stellensuchenden (+652 oder +3,8 Prozent) gingen 2799 Personen (+55) einer bezahlten Arbeit im Sinne eines Zwischenverdienstes nach. 935 Personen (+25) nahmen an einem Beschäftigungsprogramm teil und 286 (+32) aller Stellensuchenden absolvierten eine Weiterbildung bzw. Umschulung, die länger als einen Monat dauerte. Gemessen am Total der Stellensuchenden waren 15,6 Prozent (Vormonat 15,9) in einem Zwischenverdienst. 5,2 Prozent (Vormonat 5,3) absolvierten ein Beschäftigungsprogramm und 1,6 Prozent (Vormonat 1,5) eine Weiterbildung.

Im Laufe des Februars haben 304 Firmen, vorwiegend aus Industrie und Baugewerbe, ein Gesuch zur Einführung von Kurzarbeit eingereicht. Betroffen sind 6’200 Mitarbeitende. Im Januar sind 189 Gesuche eingereicht worden, die 3852 Beschäftigte betroffen haben. (pd/kwi)