"Wir bitten die Gesellschaft um Verzeihung, wir wollen Frieden mit Gott und der Regierung", hiess es in einer gemeinsamen Stellungnahme, aus der die Zeitung "La Prensa" zitierte.

Die Kämpfe zwischen den Bandenmitgliedern sollten mit sofortiger Wirkung eingestellt werden. "Wir hoffen, dass (der Vertrag) Früchte trägt", sagten die Sprecher der Banden. "Wir bitten nur um Arbeit, um uns ernähren zu können. Vor allem wollen wir das Bild von Honduras verändern."

Vermittelt worden war das Abkommen vom Weihbischof von San Pedro Sula, Rómulo Emiliani. Am Montag hatte der Priester noch vor überhöhten Erwartungen gewarnt. Honduras stehe ein "langer und schmerzhafter" Prozess bevor und es werde mindestens zwei Generationen dauern, bis es einen echten Wandel gebe.

Vor rund einem Jahr vereinbarten die sogenannten Maras bereits im Nachbarland El Salvador einen Waffenstillstand. Experten kritisieren allerdings, dass das Abkommen nicht zu einer spürbaren Verbesserung der Sicherheitslage geführt habe.

Die Mara 18 und die verfeindete Mara Salvatrucha sind in Drogenschmuggel, Waffenhandel sowie Erpressung verwickelt und kontrollieren in Honduras ganze Stadtteile.

Mit 91,6 Tötungsdelikten pro 100'000 Einwohner ist das mittelamerikanische Land nach Angaben des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) das gefährlichste Land der Welt.