Christian Bütikofer

Das Chrome OS ist Googles nächster Streich. Das neue Betriebbsystem ist eigentlich ein aufgebohrter Browser und sieht ganz ähnlich aus, wie der schon länger verfügbare Browser «Chrome». Man kann ihn gratis herunterladen. Jetzt meldet das Online-Portal «Venture Beat», dass die taiwanesische Firma Acer in zwei Wochen erste Netbooks präsentieren wird, auf denen Chrome OS läuft.

Man kann davon ausgehen, dass der Launch während der Computermesse Computex in Taiwan stattfindet. Mit diesem Launch macht Google den Betriebssystemen von Microsoft (Windows) und Apple (Max OS X) erstmals Konkurrenz.

Sehr schnelles Betriebssystem

Chrome OS ist extrem schnell gestartet und geht nach einer für Betriebssysteme neuen Philosophie vor: Viele der benutzten Programme sind alle im Internet zu finden und nicht etwa auf dem Computer installiert. Das nennt Google «Working in the Cloud», Arbeiten in der «Wolke». Die «Wolke» sind Internet-Server, auf denen sich die Arbeitsprogramme befinden und die dann im Browser lokal auf dem Rechner laufen.

Hacker stellt inoffizielle Versionen vor

Dank dem Engländer Liam McLoughlin kann aber schon jedermann einen ersten Blick aufs inoffizielle Chrome OS werfen. Wing übernahm den Quellcode des Betriebssystems und änderte ihn derart ab, dass es auf diversen Notebooks problemlos läuft. Wings Projekt ist völlig legal, weil Chrome OS nach Open Source-Prinzipien entwickelt wird. Somit darf der Quellcode, das Herz und Hirn des Betriebssystems, von jedermann verändert werden.

Der in der Szene unter «Hexxeh» bekannte Hacker stellt die neusten Versionen auf seiner Webseite kostenlos zur Verfügung. Das inoffizielle Chrome OS wurde schon mehr als eine Million mal heruntergeladen und läuft mit einem USB-Stick.

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