Sandro Zimmerli

Die Realisierung eines neuen Sportplatzes auf der Oberengstringer «Brunewiis» - seit langem hegt der FC Engstringen diesen Traum. Der Weg dorthin dürfte aber steinig werden. Zusammen mit einem Planungsbüro hat der Verein neun mögliche Varianten für die künftige Gestaltung des Gebietes beim Schulhaus Allmend ausgearbeitet. Die Bandbreite reicht dabei von einer Luxusausführung, die den Bau eines dritten Fussballfeldes beinhaltet, hin zu einer Minimallösung, die den Umbau des bestehenden Hauptplatzes in einen Kunstrasenplatz vorsieht.

Welche Variante nun weiter verfolgt und den Stimmberechtigten zur Abstimmung vorgelegt werden soll, steht noch nicht fest. Klar ist aber, dass sämtliche neun Vorschläge ihre Tücken aufweisen. Dies hat in erster Linie mit der Lage des Sportplatzes zu tun. «Bei der Planung hat sich gezeigt, dass wir bei einem Umbau des bestehenden Hauptplatzes auf Grundwasser stossen», erklärt Nicolas Beck, Präsident des FC Engstringen. Konkret heisse dies, dass man den Platz mit einer speziellen Folie abdichten müsste, was höhere Kosten, als bisher geplant, verursachen würde.

Ein Befund, den auch Oberengstringens Gemeindepräsident Reto Cavegn bestätigt. «Geht man von einer Minimalvariante aus, das heisst den bestehenden Rasen- durch einen Kunstrasenplatz zu ersetzen, muss man wegen der Abdichtung mit Kosten von rund 1,9 Millionen Franken rechnen», so Cavegn. Ursprünglich sei man für diese Variante von rund 1,2 bis 1,5 Millionen Franken ausgegangen.

Sorgen bereitet den Verantwortlichen auch das Naturschutzgebiet, das an den bestehenden Platz angrenzt. «Bei einigen Varianten müssten für deren Umsetzung Teile des Naturschutzgebietes beansprucht werden», erklärt Cavegn. Diese Ideen könnten folglich nur dann umgesetzt werden, wenn diese Flächen umgezont würden.

Trotz dieser Schwierigkeiten - ans Aufgeben denkt weder der Fussballclub noch der Gemeinderat. «Das Projekt ist eigentlich auf gutem Weg. Wir sind wegen der prekären Platzverhältnisse im Minimum auf einen Kunstrasenplatz angewiesen», sagt Beck (siehe Update).

«Wir brauchen sicher einen Kunstrasen»

Der Gemeinderat, so Cavegn, prüfe nun wie viel Geld er für das Projekt investieren könne. Bislang sei von einer Million Franken die Rede gewesen. Zudem habe sich die Gemeinde Unterengstringen bereit erklärt, den gemeinsamen Sportverein mit 300 000 Franken zu unterstützen. «Ich werde mich mit dem Unterengstringer Gemeindepräsidenten zusammensetzen und die neue Ausgangslage erörtern», verspricht Cavegn. Danach müsste sich der Gemeinderat für eine Variante entscheiden. «Da die finanziellen Mittel der Gemeinde begrenzt sind, wird nichts Abenteuerliches auf der ‹Brunewiis› entstehen», sagt Cavegn. Über den neuen Platz soll die Gemeindeversammlung nächstes Jahr befinden.