Der Osterkuchen oder -fladen ist alles andere als neumodisch. Anders als etwa der Schoggihase, der erst im letzten Jahrhundert in unsere Haushalte hoppelte, wird er schon seit dem Mittelalter gebacken.

Hirse und Ziger

Gemäss dem «kulinarischen Erbe der Schweiz» kamen Reisfladen bereits im 16. Jahrhundert auf den Tisch, heisst es auf delikatessenschweiz.ch. Diese sind jedoch nicht unbedingt an Ostern gegessen worden. Anders als der wirkliche Osterfladen, der damals noch – gewöhnungsbedürftig – Ziger drin hatte.

Hirse war in der Schweiz lange verbreiteter als Reis. Und erst Ende des 19. Jahrhundert etablierte sich langsam der Belag aus Reis, Griess oder Weggli.

Mutig: Himbeerkonfi

Wer sich diesem Schweizer Kulturgut so richtig ernsthaft annehmen will, der beginnt mit der Zubereitung des Mürbeteigs. Einmal in der Form ausgelegt, soll dieser mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Für Eilige gibt es frischen Teig im Kühlregal der Detailhändler.

Danach geht es an die Füllung, die vor allem aus Milchreis besteht, und je nach Geschmack mit Rosinen ergänzt werden kann (Video oben). Kochprofi Annemarie Wildeisen verwendet mutig Himbeerkonfiture zum Bestreichen des Bodens. Traditionalisten können selbstverständlich zur Aprikosenkonfi greifen.

Der Einkaufszettel zum Rezept:

Mehr kulinarische Inspiration für süsse und salzige Osterleckereien gibt es in der Wildeisen-Rezeptsammlung. (smo)

Viel Freude beim Backen und Geniessen!

Annemarie Wildeisen’s KOCHEN