Erstens lässt sich der vermeintliche Salat auch für warme Gerichte verwenden, zweitens schmeckt er richtig zubereitet auch nicht bitter. 

Beim Rüsten sollte man möglichst viel vom Strunk herausschneiden. Wer ganz grosse Angst vor den Bitterstoffen hat, kann die Chicorée-Hälften zusätzlich in warmes Wasser einlegen.

Der beste Trick aber ist: kochen. So verliert das bleiche Schattengewächs einen grossen Teil seines bitteren Geschmacks.

Der Klassiker ist natürlich der mit Käse und Béchamelsauce gratinierte Chicorée, wie er in der Romandie oft zubereitet wird.

Etwas kreativer ist «Wildeisen»-Köchin Florina Manz. Sie mischt den Chicorée unters Risotto und würzt dieses mit Orangen, Thymian und Honig. Was für eine herrliche, spät-winterliche Kombination.

Der Einkaufszettel zum Rezept:

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Übrigens: Chicorée ist das ganze Jahr über aus heimischer Produktion erhältlich. Laut dem Verband der Schweizer Gemüseproduzenten ist er ganz schön gesund: Er ist kalorienarm, sehr leicht verdaulich und enthält eine ganze Reihe wertvoller Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium, Natrium und Eisen sowie die Vitamine B1, B2, C und PP.

Und: Sehr gesund sind leider auch die Bitterstoffe.

Noch mehr kulinarische Inspiration gibt es in der aktuellen «Wildeisen»-Rezpetsammlung fürs Wochenende. (smo)

Viel Spass beim Kochen und en Guete!

Annemarie Wildeisen’s KOCHEN