Bechburg
Für Sozialarbeit und mehr Raum

Die Kreisschule Bechburg in Oensingen braucht mehr Schulraum. Die Tartananlage muss saniert, Jugensozialarbeit soll eingeführt und die Kostenentwicklung bei die Musikschule geprüft werden.

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Kreisschule

Kreisschule

Alois Winiger

Als erste Handlung hatte die neu zusammengesetzte Delegiertenversammlung (siehe «Die Gewählten») des Zweckverbandes Kreisschule Oensingen/Kestenholz unter der Leitung von Tagespräsident Max Klay zwei Personen für das Präsidium zu wählen. Gemäss den revidierten Statuten sind dafür die Ressortleiter Bildung im Gemeinderat der Partnergemeinden vorgesehen. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung wurden der Oensinger Martin Rötheli zum Präsidenten und der Kestenholzer Johann Hirschi mit einer Enthaltung zum Vizepräsidenten gewählt.

Schulleiter Iseli tritt zurück

Aktuell teilen sich Rita Haefeli und Jürg Iseli die Leitung der Kreisschule Bechburg in Oensingen. An der Delegiertenversammlung wurde bekanntgegeben, dass Jürg Iseli auf August 2010 zurücktreten wird. Vor 18 Jahren trat er als Sekundarlehrer in Oensingen ein, seit 11 Jahren ist er in der Schulleitung, zuerst ad interim, 2002 wurde er definitiv gewählt, wobei er weiterhin Klassenlehrer blieb. Er mache den Schritt mit einem weinenden und einem lachenden Auge, erklärte Iseli. «Die Arbeit als Leiter ist spannend und lehrreich. Aber dieser Spagat zwischen Lehrerkollege und Leiter wird mit der Zeit stark belastend.» Da er nach wie vor mit Leib und Seele Lehrer sei, habe er sich entschieden, sich wieder voll diesem Beruf zu widmen, und zwar weiterhin in Oensingen. (wak)

Zeitweise "an Grenzen"

Als neuer Präsident führte Martin Rötheli die Versammlung weiter und stellte im Namen des Vorstandes Antrag auf Jugendsozialarbeit in der Kreisschule Bechburg. Deren Co-Leiter Jürg Iseli erläuterte die Gründe dafür: «Es gibt auch an unserer Schule immer mehr heikle Situationen, in denen wir als Lehrpersonen an Grenzen stossen. Da ist professionelle Unterstützung seitens der Sozialarbeit nötig.» Dies erst recht, nachdem die Möglichkeit weggefallen sei, an die örtliche Vormunschaftsbehörde zu gelangen können.

Rötheli ergänzte, die Kreisschule werde nicht selber jemanden anstellen, sondern diese Leistung für 30 000 Franken pro Jahr einkaufen; der Beginn sei für August 2010 vorgesehen. Die Delegierten stimmten dem Antrag zu mit dem Vorbehalt, der Auftrag sei vorerst bis 2012 zu beschränken und dann neu zu beurteilen. Abhängig ist das Projekt noch von der Zustimmung der Gemeinde Oensingen.

Hohe Kosten für Musikschule

Zugestimmt haben die Delegierten ebenfalls einem Projektierungskredit von 25 000 Franken für den Umbau der Räume im Untergeschoss des Nebentrakts. Wie sie jetzt herausstellte, sei dieses Untergeschoss seinerzeit «in weiser Voraussicht» eingebaut worden, wurde erklärt. Denn jetzt könne man darauf zurückgreifen. Steigender Platzbedarf für den Schulbetrieb mache die Investition nötig. Der bisherige Nutzer, Judo-Kwai Oensingen, wisse bereits Bescheid und habe die Kündigung erhalten.

Die Gewählten

Den Vorstand des Zweckverbandes Kreisschule bilden, für Kestenholz: Sue von Arx, Walter Müller (bisher), Arlette von Rohr (neu). Für Oensingen: Anita Baumgartner, Susi Schnider (bisher), Peter Kuhn, Martin Rötheli (neu). Delegierte sind, für Kestenholz: Arno Bürgi, Johann Hirschi, Max Klay, Max Studer (bisher); für Oensingen: Brigitte Röthlisberger, Frank Raddatz, Martin Rötheli (bisher), Madeleine Gabi, Franziska Wilhelm, Heinz Loosli, Georg Schellenberg (neu). (wak)

Unzufrieden äusserten sich die Delegierten über die Kostenentwicklung bei der Musikschule. Der Beitrag der Eltern wird als zu gering betrachtet im Gegensatz zu den stetig weiter wachsenden Kosten, welche die Schule zu tragen habe. Diese Differenz müsse demnächst thematisiert werden. Im Grundsatz zugestimmt haben die Delegierten im Weiteren einem Rahmenkredit von 160 000 Franken für die Sanierung des Tartanplatzes.

Es müsse aber vorerst bei der Planung bleiben, entschieden die Delegierten. Die Ausführung solle erst ausgelöst werden, wenn verschiedene Verhandlungen abgeschlossen sind. Dazu gehört die Übernahme der Liegenschaften der Kreisschule durch die Gemeinde Oensingen. Der Vorstand rechnet damit, dass die massgeblichen Entscheide an der nächsten Delegiertenversammlung des Zweckverbandes vorliegen.