Badi

Die Badis sind überrannt worden

Über 30 Grad: Was gibt es da Angenehmeres als ein Bad, wie hier in Brugg? (wal)

Badi Brugg

Über 30 Grad: Was gibt es da Angenehmeres als ein Bad, wie hier in Brugg? (wal)

Es war das bis jetzt heisseste Wochenende des Jahres. Am Sonntagnachmittag stieg das Thermometer über 30 Grad. Kein Wunder also, verbuchten die Freibäder der Region Besucherzahlen weit über dem Durchschnitt.

Markus Dasen und Philippe Neidhart

Ins Wettinger Gartenbad Tägerhard strömten am Samstag 1400 und am Sonntag 2900 Badegäste. «Das ist absolute Spitze für ein gewöhnliches Wochenende im Mai», sagt Badmeister Dante Hauri schwärmend. Er ist auch über den Andrang im Hallenbad überrascht, wo zusätzliche 200 Personen am Sonntag einen Eintritt gelöst haben.

Enttäuscht ist Hauri von der Duschdisziplin der Badenden: «Viele springen einfach direkt ins Wasser, wenn der Badmeister nicht da ist.» Dabei handle es sich nicht nur um junge Personen, auch ältere würden ihrer Duschpflicht oft nicht nachkommen. Zudem sei auffällig, wie Jugendliche vermehrt in Bermuda-Hosen ins Wasser steigen, die nicht ausschliesslich als Badehose benutzt werden. «Hier können wir nicht mehr, als die Leute darauf aufmerksam machen», sagt der Badmeister. Hauri hofft bezüglich Gästezahl auf heisse Pfingsttage. Vielleicht erfrischen sich dann erstmals im Jahr über 3000 Besucher im «Tägi».

Das Freibad in Brugg war an diesem Wochenende ebenfalls überdurchschnittlich gut besucht. Am Sonntag zählte man rund 1650 Gäste, doppelt so viele wie an einem durchschnittlichen Mai-Wochenende. Chefbadmeister Willi Schurr ist sehr zufrieden mit dem Start in den Sommer: «Es ist alles super gelaufen. Nur gab es leider wieder viele Sonnenbrände zu verbuchen.» Darum will Schurr für die weitere Badesaison vor allem auf die Gefahr von zu langem Sonnenbaden aufmerksam machen. Anfang Juli wird das Freibad in Zusammenarbeit mit der Drogerie Kunz und der Krebsliga eine Informationsveranstaltung durchführen. «Die Badegäste müssen über die Gefahr von einem Sonnenbrand aufgeklärt werden.»

Badmeister sind auch Wecker

Im Regionalbad Bad Zurzach waren am Samstag 1400 und am Sonntag rund 2300 Gäste. Vor allem am Sonntag war das Bad im Vergleich zu anderen Mai-Wochenenden sehr gut besucht. Chefbadmeister Jörg Müller fiel einzig die Unachtsamkeit einiger Gäste auf: «Die Eltern schauen teilweise zu wenig auf ihre Kinder.» Für ihn ist es wichtig, dass sich die kleinen Gäste mit wassertauglicher Kleidung vor der Sonne schützen. Auch auf ältere Menschen muss man bei starker Sonneneinstrahlung achten. «Es kommt vor, dass sie in der Sonne einschlafen», sagt Müller. Dann sollten die Badmeister auch an Land für Sicherheit sorgen und die sonnenbrandgefährdeten Besucher aufwecken.

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