Stein
Der Kampf gegen die Mobilfunkantenne in Stein hat begonnen

In Stein werden zurzeit Unterschriften gegen den Bau einer Mobilfunkantenne gesammelt.

Drucken
Teilen
Grosse Sorgen um die Gesundheit

Grosse Sorgen um die Gesundheit

Susanne Hörth

Auf dem Hochhaus an der Langackerstrasse 12 in Stein will Sunrise eine Mobilfunkanlage aufstellen. Das entsprechende Baugesuch liegt noch bis 28. Mai auf der Kanzlei in Stein wie auch jener in Münchwilen zur Einsicht auf. Wie dem Baugesuch entnommen werden kann, hat das aargauische Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung für Baubewilligungen, dem Bauvorhaben bereits die Zustimmung erteilt.

Unterschriften-Aktion lanciert

Ebenso liegt die Stellungnahme der kantonalen Abteilung für Umwelt zum Immissionsschutz vor. «Wir, die Bewohner des Hochhauses, haben erst durch die Veröffentlichung des Gesuches im amtlichen Publikationsorgan von diesem Bauvorhaben erfahren», so Fritz Käser am Samstagmorgen bei einer Unterschrift-Sammelaktion vor dem Coop in Stein. Nach Bekanntmachung des Bauvorhabens hat er sich mit Gleichgesinnten darangemacht, Unterschriften gegen das Aufstellen der Mobilfunkantenne zu sammeln. Viele Personen haben bereits unterschrieben. Käser ist nicht generell gegen die Antennen, denn Natels gehören heute einfach dazu, und dafür braucht es ein Funknetz und eben Antennen.

Es wäre die dritte Antenne

Im Gemeindebann von Stein befinden sich bereits zwei Mobilfunkantennen, die geplante wäre somit bereits die dritte innerhalb eines verhältnismässigen kleinen Radius. Wie der nun lancierten Petition entnommen werden kann, sind zahlreiche Einwohner von Stein in tiefer Sorge um die Gesundheit von Mensch und Tier. Daneben befürchten sie aber auch eine Wertverminderung ihrer Liegenschaft. Der Standort mitten in dicht besiedeltem Wohngebiet wird als mehr als nur problematisch erachtet. Zudem beträgt die Distanz zu Kindergarten und Schule keine 300 Meter.

Mit der Petition – laut Fritz Käser soll diese Grössenordnung 20. Mai dem Gemeinderat übergeben werden – wird die Steiner Behörde gebeten, sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den Bau dieser zusätzlichen Mobilfunkanlage einzusetzen. «Wir wollen ein Zeichen setzen», so Käser und macht aber auch deutlich, dass die Petition keine allfälligen Einsprachen ersetzen wird.

Aktuelle Nachrichten