Vor 5 Jahren entstand in Hornussen im Bereich der alten Panzersperre im Gebiet Zwimatt neben der Strasse eine Versickerungsmulde. Dort sollte das anfallende Strassen(ab)wasser der Kantonsstrasse 482 (Ortsverbindungsstrasse Hornussen-Zeihen) hineinfliessen und versickern, um die dortige Grundwasserfassung der Einwohnergemeinde Zeihen zu schützen.

Wasser tagelang in der Mulde

Doch aufgrund der ungenügenden Versickerungsfähigkeit des Untergrunds und des hohen Grundwasserspiegels versickerte das Wasser nicht wie erhofft und stand zeitweise über Tage in der Mulde. Die Folgen blieben nicht aus, denn der geschüttete Damm wurde aufgeweicht, und bei zusätzlichem Wasseranfall überströmte die Flut die Mulde, wodurch der Damm Schaden nahm.

Der Kanton als Eigentümer veranlasste eine geologische Untersuchung, welche die Erkenntnis erhärtete, dass die Versickerungsleistung zu gering ist, um das Becken in nützlicher Frist zu entleeren. Darüber hinaus mangelt es auch an einer Entlastungsmöglichkeit, die das unkontrollierte Überströmen des Damms bei grossem Wasseranfall verhindern würde.

Noch bis zum 2. Dezember liegt in der Gemeindeverwaltung Hornussen das Projekt (Pläne und Landerwerbstabelle) zur öffentlichen Einsichtnahme auf. Daraus geht hervor, dass die bestehende Versickerungsmulde nun in ein Retentionsbecken mit Überlaufschacht und Ableitung in Richtung Zeiherbach umgebaut werden soll. Ein Retentionsbecken ist ein Regenrückhaltebecken, wo das Wasser zurückgehalten und verzögert wieder abgegeben wird.

Die Mulde wird mit geeignetem Erdmaterial aufgefüllt und mit einer Schicht von 30 Zentimeter Humus überdeckt. Die Beckensohle kommt dadurch einen Meter über dem höchsten Grundwasserspiegel (389,35 Meter über Meer) zu liegen. Das Rückhaltevolumen des Beckens wird 60 Kubikmeter betragen und in erster Linie dazu dienen, den ersten Schutzwasseranfall von der Strasse aufzufangen Es findet dann eine Filterung durch die Humusschicht statt, bevor das Wasser durch die meterdicke Sickerschicht ins Grundwasser gelangt.

Durch die baulichen Massnahmen kann die bestehende Versickerungsanlage insgesamt also weiter genutzt werden. Fest steht, dass die bestehende Bepflanzung gerodet und das Gras gemäht werden muss. Dann wird der bestehende Querdamm entfernt. Im gesamten Becken wird im Sohlen- und Böschungsbereich der Humus entfernt und abtransportiert, das Erdreich vom oberen Böschungsrand kann seitlich deponiert werden. Auch muss der Blockwurf aus der Mulde entfernt werden. Der Stützkörper des Damms soll mit 100 Prozent Schotter in Schichten zu 50 bis 60 Zentimetern eingebaut werden. Vorgesehen ist ferner, die Böschung wasserseitig im Verhältnis von 1 zu 3 auszubilden, jene luftseitig 2 zu 3. Es erfolgt die allseitige Anpassung an die Umgebung und eine Verankerung von einem halben Meter ins gewachsene Terrain hinein.

Ein Betonelement der alten Panzersperre, die sich im Bereich der Anlage befindet, ist zu entfernen und vor den Überläufen kommen die restlichen Steine des Blockwurfs zu liegen.

Kosten von 215 000 Franken

Die Kosten, inklusive Landerwerb, Vermessung und Vermarktung betragen 215 000 Franken. Und wie es im Bericht des Departements Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung Tiefbau, weiter heisst, erfüllt das vorliegende Sanierungsprojekt die Auflagen der Umweltgesetzgebung. Ausserdem habe der Gemeinderat Hornussen dem Projekt bereits am 15. September die Zustimmung erteilt, wie Peter Keller, Leiter der Realisierung, im Bericht festhielt. (chr)