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«Das Schloss spielt die Hauptrolle»

«Das Schloss spielt die Hauptrolle»

«Das Schloss spielt die Hauptrolle»

Nach Mozart, Bizet und Smetana nun mit Rossini erstmals ein Italiener: 2012 wird bei der Open-Air-Oper im Wasserschloss Hallwyl der «Barbier von Sevilla» gegeben.Trägervereinspräsidentin Esther Egger zur Stückwahl der Open-Air-Oper 2012 auf Schloss Hallwyl.

Fritz Thut

Derart früh stand das Stück der Open-Air-Oper auf Schloss Hallwyl noch nie fest. Nationalrätin Esther Egger als Präsidentin des Trägervereins bestätigt gegenüber der AZ, dass die Wahl des Stücks diesmal «sehr glatt» über die Bühne ging.

Verantwortlich dafür war ein Vorstandsausschuss, der auch aussenstehende Experten zuzog. Der Chefdirigent des Aargauer Symphonie-Orchesters (ASO) war diesmal nicht beteiligt. Doch Douglas Bostock, der als musikalischer Leiter alle drei bisherigen Hallwyl-Opern prägte, zeigte sich von der getroffenen Wahl sehr erfreut.

«Ein noch breiteres Publikum ansprechen»

Gemäss Präsidentin Egger wollte man diesmal das Stück noch mehr nach dem Spielort auswählen: «Bei uns spielt das Schloss die Hauptrolle», ist sie aufgrund von Zuschauerreaktionen bei der letztjährigen «Verkauften Braut» überzeugt.

«Der Barbier von Sevilla» erfüllt diese Bedingung bestens und zudem ist diese Oper durch ihre Bekanntheit – das «Figaro, Figaro» beim ersten Auftritt des Titelhelden ist ein Klassik-Gassenhauer par excellence – geeignet, zusätzliche Zuschauer in den Hallwyl-Schlosshof zu ziehen.

«Wir haben bewusst etwas Frisches, Munteres ausgesucht und wollen damit ein noch breiteres Publikum ansprechen», schildert Egger den marketingmässigen Hintergrund der Stückwahl. In einem zweistufigen Prozedere hat man die sieben bis acht infrage kommenden Opern auf drei reduziert und dann Gioacchino Rossinis «Il barbiere di Siviglia – Melodramma buffo in due atti» gewählt, dass 1816 unter der Leitung des Komponisten in Rom uraufgeführt wurde.

Durch den frühen Zeitpunkt der Stückwahl hat man beim organisierenden Trägerverein mehr Luft bei den nächsten Entscheiden. Gelauert wird allerdings nicht: Bereits in einem Monat will man die Protagonisten der künstlerischen Leitung des Projekts bestimmt haben. Zudem sollen die freiwilligen Helfer der letzten Spielzeiten in diesen Tagen erstmals kontaktiert werden.

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