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Das ist mal eine gute Erfindung: Aufblasbare Wand gegen die filmenden Unfall-Gaffer

Aufblasbare Wand gegen Unfall-Gaffer | Einfach genial | MDR

Aufblasbare Wand gegen Unfall-Gaffer: Der MDR hat dem Erfinder Dieter Mohn einen Besuch abgestattet.

Die Neugierde kennt keine Scheu, keine Rücksicht und keine Scham. Das zeigt sich meist bei Unfällen. Den deutschen Erfinder Dieter Mohn irritierten die vielen Gaffer und Handy-Filmer. Also sagte er sich: «Die Rettungskräfte brauchen ein Mittel dagegen.» Für seinen neuartigen Sichtschutz hat er bereits Patent angemeldet.

Unfälle sind per se nie schön – und leider kommt es viel zu oft auch am Rande zu unschönen Szenen. Fast jeder hat es schon mal erlebt: Gaffende Menschen. 

Von Neugierde getrieben fahren sie langsamer mit dem Auto, Fussgänger bleiben stehen oder laufen zum Unfallort hin. Nicht um zu helfen – um zu schauen. Und die Neugier kennt oft auch keine Scheu, keine Skrupel und keine Empathie: Ein mancher zückt sein Handy und filmt und fotografiert drauf los.

Meist decken die Rettungskräfte die Unfallopfer oder die Szenerie mit weissen Tüchern oder Decken ab, doch die Abschirmversuche sind nicht sonderlich effizient und effektiv. Doch nun soll Abhilfe kommen von einem Tüftler aus Deutschland.

Dieter Mohn lebt im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Der 60-Jährige ist Erfinder und hat eine schnell aufblasbare Beamerleinwand für jedermann kreiiert. Der Witwer aus Ludwigslust hat sich schon dafür selbst hinter die Nähmaschine gesetzt und diese aus leichtem Heissluftballon-Stoff gefertigt.

Aufblasbare Beamerleinwand

Aufblasbare Beamerleinwand

Und nun kommt sein neustes Stück: Ein aufblasbarer Gaffer-Sichtschutz, der sich in wenigen Minuten aufstellen lässt.

Gafferzaun Gafferwand

Gafferzaun Gafferwand

Die Anti-Gaffer-Wand ist aus einem leichtem, strapazierfähigen "Ripstop"-Gewebe, das auch für Heißluftballons verwendet wird, gefertigt.

Die Konstruktion kann einfach aufgerollt werden und lässt sich so leicht in Einsatzfahrzeugen mitführen. Am Unfallort wird der Stoff ausgebreitet und mit einem Gebläse aufgerichtet. In kürzester Zeit entsteht auf diese Weise ein Sichtschutz, hinter dem die Einsatzkräfte ungestört von Gaffern arbeiten und sich um die Opfer kümmern können.

Dieter Mohn hat seine Erfindung natürlich auch beim Patentamt angemeldet und das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hat bereits Interesse angemeldet. Noch in diesem Jahr soll die Anti-Gaffer-Wand von einer erste Feuerwehr im Einsatz erprobt werden. (edi)

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