Circus Monti – Zuhause unterwegs

Im März 1985 startete der Circus Monti auf seine erste Tournee. Rund 25 Personen brachen damals mit der Gründerfamilie Muntwyler in Wohlen auf und liessen sich auf ein Abenteuer ein. Zum Jubiläum ist nun ein Buch erschienen: «Monti – Zuhause unterwegs».

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Circus Monti

Circus Monti

Stadtanzeiger Baden

Hubert Keller

In den 25 Jahren seines Bestehens ist der Circus Monti zu einem Unternehmen, zu einer Institution gewachsen, welche aus der Deutschweizer Kulturszene nicht mehr wegzudenken ist. Über 60 Mitarbeitende halten mittlerweile den Betrieb aufrecht. Der Circus hat sein eigenes Winterquartier. Clown Dimitri hat mehrmals Regie geführt, zwei Programme sind mit dem Prix Walo ausgezeichnet worden und in der Manege tritt bereits die dritte Generation Muntwyler auf.

Im Mikrokosmos Circus Monti leben und arbeiten die unterschiedlichsten Menschen aus vielen Nationen zusammen, auf engstem Raum und über längere Zeit. Geschichten und Ereignisse, aber auch feine Facetten und Anekdoten aus 25 Jahren Circusleben bilden den roten faden des Buchs zum Jubiläum. Die Geschichten, die einen amüsanten Einblick in die spannende Circuswelt gewähren, werden von den Circusleuten selbst geschildert und mit unzähligen Bildern illustriert.

Die Anfänge des Circus Monti reichen weit zurück - bis in die Kindheit von Guido Muntwyler, des 1999 verstorbenen Circusgründers. Schon als Kind liebte er den Circus und vor allem die Clowns über alles. Dass er, der später als Clown Monti in die Manege trat, Kurse für Kinder mit Clown Pello organisierte, war eine logische Folge. Clown Pello sagte ihm einmal: «Du solltest mit deinen Kindern Circus machen.» Die Idee liess Monti nicht mehr los, die Geschichte des Circus Monti nahm ihren Anfang.

Nach Gastauftritten im und drei Tourneen mit dem Circus Olympia gründete Guido Muntwyler mit seiner Familie den Circus Monti. Am 12. März 1985 wurde in Wohlen die erste Premiere gefeiert. Mit den Zuschauerzahlen sind auch der Circusbetrieb, die Zahl der Mitarbeitenden, der Wagenpark gewachsen.

Im Vorwort schreibt die Schriftstellerin Ruth Schweikert: «Das Unmögliche versuchen, ja das Unmögliche mit Nonchalance behaupten: Der Circus, jeder Circus operiert mit dieser Sehnsucht, die er gegen alle Logik offenlegt und verteidigt; nur so gelingt es dem heruntergekommenen «Grand Hotel Monti» im aktuellen, herzzerreissend komischen Jubiläumsprogramm die fünf Sterne zurückzuerobern, buchstäblich in letzter Sekunde, bevor der nichts ahnende Hoteldirektor aus den Ferien zurückkommt. Und alles ist wieder gut.»

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