Bussenstreit: Besuch vom Stadtpräsidenten

Bäckerei Faes

Bäckerei Faes

Unterstützung angeboten, keine Sofortlösung zur Hand: Dietikons Stadtpräsident Otto Müller traf sich mit Oberstadt-Bäcker Urs Faes, um über die Situation des Traditionsunternehmens zu diskutieren.

Matthias Kessler

Gipfeltreffen in der Dietiker Oberstadt-Bäckerei: Stadtpräsident Otto Müller suchte den Kontakt mit Maisgipfel-Bäcker Urs Faes, um über die Vorkommnisse bezüglich der Parkplatzsituation bei der Bäckerei und die Bussenpraxis der Stadtpolizei zu sprechen, die verschiedentlich Faes’ Kundschaft büsste, weil sie auf dem Trottoir vor dem Laden parkte. Für Faes ein Grund, das Geschäft aufzugeben (Ausgabe vom Dienstag).

Das Gespräch mit Faes am Dienstag habe er als offen empfunden, als «sehr konstruktiv», so Müller; im Namen der Exekutive habe er Hilfe bei der Suche nach Alternativstandorten für das Geschäft angeboten und über die bestehende Situation diskutiert.

«Auch ein persönliches Bedürfnis»

Die Familie Faes betreibe «eine hervorragende Bäckerei mit ausgezeichneten Produkten», sagt Dietikons Stadtpräsident Otto Müller. Dem Stadtrat sei es ein Anliegen, dass es auch künftig eine Bäckerei, vor allem eine mit einer so grossen Tradition wie jene von Faes, in Dietikon gebe.

Neben der schwierigen Parkplatzsituation und der Bussenpraxis der Stadtpolizei stört sich die Familie Faes insbesondere auch am Durchgangsverkehr, der zu Stosszeiten zu grossen Rückstaus führt mit negativen Auswirkungen auf Faes’ Geschäftsgang nach 17Uhr. Sie hätten auch darüber gesprochen, sagt Müller, allerdings gebe es dazu «keine Sofortlösung». Um das Limmattaler Kreuz zu umfahren, würden viele Automobilisten ab der Autobahn und durch Dietikon fahren: «Abhilfe wird hier erst mit der Eröffnung der dritten Gubriströhre geschaffen.» Mit der Familie Faes habe er vereinbart, in Kontakt zu bleiben – das, so Müller, sei ihm auch ein persönliches Bedürfnis.

Urs Faes: «Nichts Konkretes»

Er habe sich gefreut, dass sich der Stadtpräsident gemeldet habe und es zu einem Treffen gekommen sei, sagt Oberstadt-Bäcker Urs Faes seinerseits. Allerdings habe Müller bei dem Gespräch «nichts Konkretes» sagen können, auch nicht zum weiteren Vorgehen bezüglich der Parkplatzsituation.

Der von Müller vorgeschlagene Umzug an einem anderen Ort komme für ihn, so Faes, aus Altersgründen nicht infrage. Denn: Ein Nachfolger, der die Firma übernehme, sei nicht in Sicht: «Wir wollen bleiben, den bestehenden Laden pflegen.» Allerdings stünden Renovationen an der Liegenschaft an der Oberdorfstrasse an – eine Investition, die gut überlegt sein müsse.

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