Bootsdrama auf Bielersee: Führt die Spur nach Frankreich?
Bootsdrama auf Bielersee: Führt die Spur nach Frankreich?

Eine Woche nach dem Boots-Drama auf dem Bielersee ist der Todeslenker noch immer nicht gefasst. Obwohl auf ihn eine 25-köpfige Sonderkommission angesetzt worden ist. Kommt der Täter etwa aus dem Ausland, aus Frankreich?

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Bootsunglück auf Bielersee

Bootsunglück auf Bielersee

Keystone

Eine Voruntersuchung wegen fahrlässiger Tötung ist eingeleitet. Darauf stehen bis zu drei Jahre Haft. Kommen jedoch noch weitere Delikte wie Fahrerflucht oder unterlassene Hilfeleistung dazu, so kann das Gericht die Strafe auf bis zu viereinhalb Jahre erhöhen, wie die Zeitung "Sonntag" berichtet.

Aber warum wurde das Unfallboot bis jetzt noch nicht entdeckt? Vielleicht darum, weil der Kapitän gar nicht aus der Gegend, sondern aus Frankreich kommt und auf dem Bielersee nur Ferien machte. Der Unfallkapitän hätte keine Stunde benötigt, um sich in sein Heimatland abzusetzen.

Bootslenker gehört hinter Gitter

Am Bielersee ist die Wut über den Täter sehr gross. So etwa im Hafenbecken von Lüscherz, das in der Nähe des Unfallortes lieg. «Der Boots-Kapitän muss sich stellen», fordert nicht nur Roland Bonvallat (61). Und Roger Müller (79) ist auch nicht alleine mit seiner Meinung, dass der Mann hinter Gitter gehört. «Samt den Bootsinsassen.»

Auf den Todeslenker ist eine 25-köpfige Sonderkommission angesetzt. Aus der Bevölkerung sind über hundert Hinweise eingegangen. So soll die Jacht, vermutlich des Typs «Boesch» oder «Pedrazzini», zweimal im Hafen von Biel angelegt haben. Die Bootsinsasssen sollen gesagt haben, dass sie aus Yverdon kommen.