Kloster Fahr
Bodenständige Frauen-RS

Im Kloster Fahr feiern die 23 Absolventinnen ihren Abschluss an der Bäuerinnenschule. Insgesamt 150 Modulprüfungen mussten sie schreiben. Jetzt erhielten sie ihre Zertifikate.

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Nonnen im Kloster Fahr

Nonnen im Kloster Fahr

Aargauer Zeitung

Singen, tanzen und eine intensive Zeit in Bildern Revue passieren lassen - die Abschlussfeier im Kloster Fahr ist eine bunte und fröhliche Angelegenheit. Dies stellten 23 junge Frauen unter Beweis. Nach 20 strengen, aber lehrreichen Wochen, wie die Absolventinnen versicherten, durften sie ihre Zertifikate in Empfang nehmen.

Die Überreichung der Zeugnisse bildete den Höhepunkt der Feier. «Nicht weniger als 150 Modulprüfungen sind in den letzten Tagen absolviert worden, mit einem Gesamtdurchschnitt von sage und schreibe 5,1», freute sich die stellvertretende Schulleiterin, Schwester Marianne.

Nicht minder gross war die Freude bei den Gästen aus der Nachbarschaft. Sowohl Unterengstringens Gemeindepräsident Peter Trombik als auch der Würenloser Gemeinderat Ernst Moser nutzten die Gelegenheit in ihren Ansprachen, ihre Gemeinden besser vorzustellen. «Auch wenn Würenlos geografisch nicht so nahe beim Kloster Fahr liegt wie Unterengstringen, lohnt sich ein Besuch bei uns. Unser Dorf hat mehr zu bieten als den ‹Fressbalken›», sagte Moser unter anderem.

Feuerwehreinsatz im Kloster

«Jedes Jahr führen wir im Kloster eine Feuerwehrübung durch», erklärte Trombik und erinnerte sich an seine Zeit bei den Rettungskräften. «Als ich jünger war, bin ich als Feuerwehrmann mithilfe einer Leiter ins Kloster eingestiegen», so Trombik.

Keine Leiter benötigten die Frauen, als sie vor 20 Wochen den Kurs antraten und sich damit auf eine Reise begaben. Eine Reise, die in Bilder dokumentiert und den Besuchern vorgeführt wurde. Ob beim Fischeausnehmen oder bei handwerklichen Tätigkeiten, die Kursteilnehmerinnen hatten sichtlich Spass in der «Frauen-RS im Kloster Fahr», wie eine Absolventin scherzhaft betonte.

Mit militärischem Drill hat die Bäuerinnenschule wenig zu tun. «Das Kloster ist eine Oase», betonte Abt Martin Werlen. Und Priorin Irene fügte an: «Ich hoffe, dass ihr in der Stille den Frieden, Gelassenheit und neue Kraft schöpfen konntet.» (zim/az)