Bauschule wird umgebaut

Die Schweizerische Bauschule Aarau in Unterentfelden wird nach 30-jährigem Bestehen einer Gesamtsanierung unterzogen. Das Siegerprojekt sei «zeitlos elegant», befand die zuständige Abteilung des Kantons. Die Sanierung wird 11 bis 18 Millionen Franken kosten.

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Bauschule

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Die Schweizerische Bauschule Aarau (SBA) ist eine eidgenössisch anerkannte höhere Fachschule für Baurealisierung, die zurzeit gut 400 Kaderleute für die Bauunternehmung ausbildet. Neben den Lehrgängen Bauführung (Hochbau, Tiefbau, Holzbau) bietet die SBA auch Lehrgänge im Bereich Bauplanung (Hochbau, Innenausbau, Tiefbau) an. Auch Gastro Aargau nutzt die Gebäude.

Da die Zahl der Auszubildenden an der Bauschule stetig steigt und die Fassaden, sowie wesentliche Teile der haustechnischen Installationen bereits seit über 30 Jahren bestehen, muss eine umfassende Erneuerung des Gebäudes vorgenommen werden. Von den Bewerbern war ein zweckmässiger, kostengünstiger, ökologischer und innovativer Entwurf nach Minergie-Standard gefordert.

Bei der Grundrissoptimierung galt es vor allem, die Schaffung eines neuen Hörsaals für rund 110 Personen zu berücksichtigen. Mit dem neuen Hörsaal soll ein Dozent alle Studenten gleichzeitig unterrichten können statt mehrmals hintereinander. «Das ist effizienter», sagt Moritz Blunschi von der kantonalen Abteilung Berufsbildung und Mittelschule. Im sanierten Gebäude sollen ausserdem die Voraussetzungen für moderne Unterrichtsformen wie Gruppenunterricht und Selbststudium verbessert werden.

Bestehende Werte bleiben erhalten

Für die Gesamtsanierung des Bildungszentrums Unterentfelden im Auftrag des Kantons (Departement Finanzen und Ressourcen, Immobilien Aargau) bewarben sich 37 Planungsteams. Sieben von ihnen wurden zu einem Projektvorschlag mit Kostenschätzung der Fassade und Vorgehenskonzept eingeladen.

Ausgewählt wurde schliesslich das Projekt des Architekturbüros Batimo AG aus Zofingen. Das Beurteilungsgremium des Kantons befand, beim Siegerprojekt handle es sich um einen sorgfältigen Beitrag, bei welchem die bestehenden Werte erhalten und die räumlichen und technischen Unstimmigkeiten aufgehoben würden. «Die Massnahmen betreffend die Gebäudehülle werden dem Objekt einen zeitlos eleganten Ausdruck verleihen und die innere Umorganisation wird neue räumliche und betriebliche Qualitäten mit sich bringen», schreibt die zuständige kantonale Abteilung Berufsbildung und Mittelschule.

Für Studenten wird aus Schultheorie Praxis

Die ganze Revision wird 11 bis 18 Millionen Franken kosten. Daher wird der Grosse Rat den definitiven Kredit nach der Detailplanung bewilligen müssen. Blunschi rechnet mit einem Baustart im Jahr 2012.

Ob ein Teil der Schüler während der Bauzeit im Gebäude bleiben kann oder wohin der Unterricht ausgelagert wird, ist noch nicht klar. Für die Studenten wird die Sanierung ihrer Schule auf jeden Fall «Studium am Objekt» bedeuten. Wie sie in die Planung einbezogen werden, ist noch nicht entschieden. Die Direktorin der SBA, Erina Guzzi, sagt, für die Parkplätze hätten einige Klassen schon Vorschläge für die Architekten ausgearbeitet. (mz)

Das Siegerprojekt und die anderen sechs Projekte der Präqualifikationsrunde sind in der Bauschule Unterentfelden in einer Ausstellung zu sehen.

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