Baden schon fast Velostadt

Baden schon fast Velostadt

Baden schon fast Velostadt

Mit 134 neuen Abstellplätzen hoffen Stadt und SBB, dem Velochaos rund um den Bahnhof Baden Herr zu werden. Genügend Platz hats aber erst, wenn das geplante Südhaus steht.

Andreas Tschopp

«Es war ein nicht ganz einfaches Projekt», meinte Stadtrat Kurt Wiederkehr einleitend zur ges-trigen Medienorientierung am Bahnhof Baden. Thema dabei waren die neuen Veloabstellplätze. 490 gab es bisher, 112 davon ungedeckt, plus 23 Parkplätze für Motorräder. Das war eindeutig zu wenig. Deshalb wurden viele Zweiradfahrzeuge «wild» am Bahnhof abgestellt, die meisten auf dem Perron 1, wo die Züge Richtung Zürich abfahren.

Doppelstockanlage fiel durch

Gegen diesen Wildwuchs wollte die Stadt zusammen mit den SBB etwas unternehmen. Laut Wiederkehr wurden verschiedene Anläufe genommen, um das offensichtliche Manko zu beheben. Wie Projektleiter Markus Bitterli ausführte, war anfänglich auch der Bau einer doppelstöckigen Anlage wie in Brugg geplant. Eine solcher Bau sei jedoch gegenüber dem geschützten Gebäude an der Bahnhofstrasse nicht möglich gewesen, meinte Bitterli. Also wurden hinter und neben dem Wartehäuschen auf Perron 1 zwei gewöhnliche Ständer aufgestellt. Dafür musste Anfang Jahr eine Aspe gefällt werden (die AZ berichtete). Sie wurde durch zwei neue Bäume ersetzt. Die neuen Abstellmöglichkeiten auf der Ostseite des Bahnhofs wurden von den Zürich-Pendlern sofort in Beschlag genommen.

Freie Plätze auf der Westseite

Weitere Abstellplätze wurden auf der Westseite des Bahnhofs geschaffen. Einerseits wurde vor dem Langhaus die bestehende überdachte Abstellmöglichkeit für Velos verlängert. Zusätzlich wurden Parkplätze für Motorräder geschaffen. Auch beim Aufgang aus der Unterführung vom Kino Sterk zur Stadtturmstrasse wurden neue Abstellplätze erstellt, die aber noch schlecht frequentiert werden. Eine Verbesserung könne an dieser Stelle erst der geplante Bau des Südhauses mit integrierter Velostation herbeiführen, prognostizierte Stadtrat Wiederkehr.

SBB steuerten 60000 Franken bei

215000 Franken hat die Erstellung der 134 neuen Abstellplätze gekostet, 60000 Franken steuerten die SBB bei. Die restlichen 155000 Franken habe die Stadt dem Ersatzabgabefonds entnommen, sagte Wiederkehr.

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