AMA
Aussteller werben mit Grosszügigkeit – Messeleitung setzt auf Erlebnisse

Es gibt viele Gründe, warum die AMA ein Besuch Wert ist. Einer davon sind sicher die über 260 Austeller. Bei einem Rundgang durch die sieben Hallen und über das Messegelände kommen dem Besucher noch weitere in den Sinn.

Drucken
Teilen
Säulirennen an der AMA

Säulirennen an der AMA

Aargauer Zeitung

Von Andrea Marthaler

Erlebnis wird an der diesjährigen AMA gross geschrieben. Nicht nur die Gewerbler zeigen sich dabei innovativ, auch nichtkommerzielle Anbieter sind an der diesjährigen AMA vertreten. Prominentestes Beispiel ist wohl das Bauernland mit dem Streichelzoo und den Showvorführungen in der Arena.

In der Halle zeigt Bruno Schwender seine nur aus Recyclingmaterial hergestellte Modelleisenbahn. «Ich bin an der AMA aus Plausch, weil ich den Menschen das Recyclen näher bringen will», erklärt er. Aus diesem Grund bietet Schwender auch gleich einen Bastelworkshop an, bei welchem aus Abfall eine Uhr oder ein Tankwagen gebastelt werden kann. Der Holzbildhauer Heinz Kirchhofer zeigt im Gartenzelt gleich live, wie er seine Skulpturen bearbeitet. Die an der Messe hergestellten Werke werden am Sonntagnachmittag für einen guten Zweck versteigert.

Viel Altbewärtes, wenig Neues

Ein neuer Trend zeichnet sich an der AMA auch mit Ausstellern ab, welche die Messe rein als Kontaktplattform nutzen. So ist dieses Jahr die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) mit Sitz in Wettingen vertreten und erstmals das Bundesamt für Migration, das die Messesituation ausnutzt, um die Leute auf das Thema Migration zu sensibilisieren.

ChueLee waren da

Ausgerechnet vor der AMA gerieten sich die ChueLee in die Haare und redeten nur noch via Anwälte. Das Publikum an der Aargauer Messe stellte sich deshalb die bange Frage, ob die längst gebuchten Volksmusikanten am Donnerstagabend tatsächlich in Aarau erscheinen würden. Sie kamen, wenn auch in reduzierter Besetzung und anfangs ohne Mikrofon und stellten sich ihren Fans im «singenden Kuhstall». Dort hatte im Solde der Panoramawelt Lungern-Schönbüel bereits der Österreicher Luis Alpin die Stimmung angeheizt. Der flotte Luis hatte schon Ende September des letzten Jahres die Aarauer Damenwelt im Zelt am MAG zu begeistern vermocht. (ba)

Daneben gibt es natürich auch das Altbewährte mit nützlichem rund um das Zuhause, vom Bodenbelag, rostfreien Rohren, wärmenden Cheminées bis zu Staubsauger und vielversprechender Raffel. Auch die Halle mit den Weindegustationen nimmt ihren altgewohnten Platz ein. Als Gastregion ist dieses Jahr Lungern-Schönbüel an der AMA vertreten. Einen immer grösseren Platz beansprucht der Gesundheitssektor, dazu kommen neuartige Methoden wie Infrarotbehandlung oder Bettwaren, die vor Erdstrahlen schützen. Neu in diesem Jahr ist die Sonderschau Garten. In der liebevoll gestalteten Halle lädt ein Café zum Verweilen ein.

Grosszügig bis aggressiv

Trotz Wirtschaftskrise sind die Aussteller spendierfreudig. Wer nicht mit Taschen voller Prospekte, Schöggeli, Müsterchen und vollem Magen, beduseltem Kopf sowie leider auch leerer Brieftasche das Messegelände verlassen will, muss sich ob des überbordenden Eifers manchmal gar schützen. Wehrmutstropfen bleibt der immer stärker werdende Anteil an professionellen Messeständen. Der Anteil an Ausstellern aus dem Kanton Aargau liegt bei gerade mal der Hälfte.

Aktuelle Nachrichten