Flugzeugunglück

Alle 168 Insassen bei Flugzeugabsturz im Iran gestorben

Bergung der Absturzopfer

Bergung der Absturzopfer

Bei dem Flugzeugunglück im Iran hat keiner der 168 Passagiere an Bord überlebt. Das bestätigte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums dem iranischen Fernsehsender IRIB.

Das voll besetzte Passagierflugzeug der iranischen Caspian Airlines war kurz nach dem Start nordwestlich der Hauptstadt Teheran auf ein Feld gestürzt. Wie erste Fernsehbilder zeigten, waren Trümmerteile des Fliegers im Umkreis von mehreren hundert Metern um die Absturzstelle verstreut. Auf dem Boden kam niemand zu Schaden.

An Bord des Flugzeugs waren nach Angaben der Behörden 153 Passagiere und 15 Crewmitglieder. Unter ihnen sollen auch zehn Mitglieder der iranischen Judo-Jugendnationalmannschaft gewesen sein. Die Maschine war unterwegs in die armenische Hautpstadt Eriwan, als sie eine Viertelstunde nach dem Start abstürzte.

"Es kam zu einer Explosion, die einen zehn Meter tiefen Krater im Boden hinterlassen hat", sagte ein Feuerwehrsprecher. "Wir konnten nichts mehr tun." Alle Insassen seien bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, sagte ein Polizeichef, die Identifizierung werde schwierig.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad drückte in einem Beileidsschreiben den Angehörigen seine Anteilnahme aus. Offizielle Angaben zur Unglücksursache gab es zunächst nicht. Die halbamtliche Agentur Fars zitierte einen Behördenvertreter, die Besatzung habe technische Probleme gemeldet und eine Notlandung versucht. Dann habe die Maschine in der Luft Feuer gefangen und sei explodiert.

Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine dreistrahlige Tupolew-154. Die erste solche Maschine - das erste moderne Mittelstreckenflugzeug sowjetischer Bauart - absolvierte seinen Jungfernflug bereits 1968.

In den vergangenen Jahren kamen bei Flugzeugunglücken im Iran Hunderte von Menschen ums Leben. Da auch Flugzeug-Ersatzteile unter die US-Sanktionen gegen den Iran fallen, hat die iranische Flugzeugindustrie grosse Mühe, ihre Maschinen in Stand zu halten.

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