Rechtsstreit

Spielplatz bei Ferienhaus: Federers haben Hochbau-Verbot missachtet

Die Federers haben Ärger mit ihrem Spielplatz in Valbella.

Die Federers haben Ärger mit ihrem Spielplatz in Valbella.

Die Federers haben weiter Ärger mit ihrer Luxusvilla auf der Lenzerheide. Die Gemeinde Vaz/Obervaz hat die Einsprache einer Nachbarschaft wegen Verletzung des Hochbauverbotes auf ihrem Grundstück teilweise gutgeheissen.

Die Gemeinde hat erstinstanzlich festgestellt, dass Roger und Mirka Federer mit der Errichtung ihres Pfahlbauerspielhauses und der Endlosrutschbahn gegen das in diesem Bereich bestehende Hochbauverbot verstossen haben.

Dies teilt der Rechtsanwalt der Nachbarschaft, Andrea Bianchi, in einer Medienmitteilung mit. Die Nachbarn betonen darin, dass man gegen das Spielhaus und die Rutsche selbst nichts habe, jedoch immer gefordert habe, dass diese Bauten ausserhalb der Hochbauverbotszone erstellt werden müssten. In diesem Punkt ist die Nachbarschaft mit ihrer Einsprache nun vollumfänglich durchgedrungen. Die Federers wollten offenbar mit Bäumen, Hecken und einem Spielplatz mit Rutschbahn zu hoch hinaus.

Um diesen Spielplatz in Valbella streiten sich die Federers mit ihren Nachbarn.

Um diesen Spielplatz in Valbella streiten sich die Federers mit ihren Nachbarn.

Bestritten bleibt weiter, ob die Errichtung eines zwei Meter hohen Maschendrahtzauns mit Lebhag sowie das Pflanzen von hochstämmigen Bäumen in der Zone des Hochbauverbotes zulässig ist. Hier hat die Gemeinde das Baugesuch von Roger und Mirka Federer bewilligt.

Die Nachbarschaft der Federers hat nun Zeit bis 15. September, eine allfällige Beschwerde gegen diesen Punkt des Einspracheentscheides an das Verwaltungsgericht einzureichen. Vorgängig will sie versuchen, mit den Rechtsanwälten der Federers ein gütliche Einigung zu finden.

«Ein schaler Beigeschmack in dieser Baurechtsstreitigkeit bleibt leider zurück», schreibt der Rechtsanwalt der Anwohner. «Entgegen ihrer Beteuerungen haben die Federers auch nach dem ersten Urteil des Verwaltungsgerichtes, mit welchem die Grenzabstandsverletzung festgestellt worden war, leider erneut versucht, das Recht nach ihrem Gutdünken zu biegen, statt nach einvernehmlichen Lösungen mit der Nachbarschaft zu suchen.»

Die Federers haben zum Urteil noch nicht Stellung genommen. (roc)

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