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Rapper Knackeboul findet sich nicht «naiv und blauäugig»

Knackeboul äussert sich gerne klar und deutlich (Archiv)

Knackeboul äussert sich gerne klar und deutlich (Archiv)

Der Berner Rapper und Moderator Knackeboul sorgte in diesem Sommer für Aufregung im Internet, als er ein Video mit einer flammenden und pointierten Rede zum Schweizer Asylwesen veröffentlichte. Von Lob bis hin zu übelsten Anfeindungen habe er alle Reaktionen erhalten.

David Kohler, wie der Rapper und Beatboxer mit bürgerlichen Namen heisst, bekannte sich im Video zu einer sehr offenen Haltung gegenüber Asylbewerbern in der Schweiz. Viele hätten ihn danach gefragt, wo er denn all die Leute hintun wolle in einem kleinen Land wie der Schweiz, erzählte der 31-Jährige der "Coopzeitung".

"Manche warfen mir vor, blauäugig und naiv zu sein." Er sei aber eher der Ansicht, es sei naiv, wenn man das Gefühl habe, nichts tun zu können für andere.

Als "Weltverbesserer" mag sich der Musiker trotz seinen Engagements - im Herbst besuchte er ein Hilfsprojekt in Mosambik - nicht bezeichnen, denn auch er esse Fleisch oder trage etwa Markenturnschuhe.

Knackeboul veröffentlichte im Sommer sein neues Album "Picasso". Der Musiker arbeitet zudem beim multimedialen Jugendsender Joiz, wo er eine eigene Musiksendung moderiert.

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