Lyrik sei ein nützliches Ding gegen die Schrecknisse der Welt, sagte Gomringer. "Wir haben Gedichte versammelt, um Schülern zu sagen: So frei ist diese Form, beginnt doch einfach mal damit."

Der Band stellt poetische Texte von Dichtern, Slammern, Songwritern und Rappern vor. Vertreten sind etwa Ernst Jandl, Thomas Bernhard, Advanced Chemistry, Rödelheim Hartreim Projekt, Thomas Brasch, Deichkind und Ron Winkler.

Der Hashtag (#) im Titel und zahlreiche andere damit gekennzeichnete Begriffe im Buch sollten eine Diskussion mit den Lesern anstossen, so die Herausgeber. "Wir legen Spuren, Spuren des Verstehens, des Weiterdenkens", sagte Beyer.

Gomringer, Tochter des Schweizer Lyrikers Eugen Gomringer, hatte 2015 für ihren Text "Recherche" den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Seit 2010 leitet sie das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg.

Ein angeblich sexistisches Gedicht ihres Vaters an der Fassade einer Berliner Hochschule hatte in den vergangenen Monaten für heftige Debatte um die Freiheit der Kunst gesorgt.