Nürnberg

Kalauer statt Kalorien: Kabarettist stellt weltweit ersten Witze-Automat auf

Der Kabarettist Oliver Tissot ist angeblich der Erfinder des Witze-Automats. Die meisten Leute lachen schon, wenn sie den Automaten sehen, sagt der 55-Jährige. "Das war das Ziel."

Der Kabarettist Oliver Tissot ist angeblich der Erfinder des Witze-Automats. Die meisten Leute lachen schon, wenn sie den Automaten sehen, sagt der 55-Jährige. "Das war das Ziel."

Kalauer in der Kapsel für 20 Cent: Kabarettist Oliver Tissot hat einen Witze-Automaten in Nürnberg aufgestellt. 200 lustige Sprüche hat er für den Anfang in den Automaten gesteckt. «Jetzt schauen wir mal, wie hoch die Nachfrage nach Witzen in dem Stadtteil ist».

Der umgebaute Kaugummiautomat sei aber ein Anachronismus: "Wer zahlt schon 20 Cent für etwas, das er im Handy tausendfach umsonst haben kann?" Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk über den Automaten berichtet.

Tissot sagte, er habe die kleinen Zettel mit den Witzen immerhin "hübsch gestaltet". Wobei die Älteren unter den Witze-Liebhabern ihre Brille bereithalten sollten: Die Schrift sei ziemlich klein. Unter den Witzen seien "Kalauer der übelsten Art", sagte der 55-Jährige. Etwa: "Wussten Sie, dass Montagearbeiter auch dienstags arbeiten?"

Schon kurz nach dem Aufstellen zum "Erzähl-einen-alten-Witz-Tag" habe der Automat vielen Passanten ein Lächeln entlockt. "Die lachen schon ohne einen Witz, wenn Sie nur den Automaten sehen. Das war das Ziel."

Er habe den Kaugummiautomaten ersteigert, selbst umgebaut und angestrichen - und das mit "zwei linken Händen". Allein das sei passend zum "Nürnberger Witz". Damit meinte man früher den Einfallsreichtum der Nürnberger Erfinder und Handwerker.

Die Plastik-Kapseln habe er bei einem Automatengrosshandel erstanden. Für alles habe er 200 Euro bezahlt - um das wieder rein zu bekommen, müsse er nun ganz schön viele Witze verkaufen, sagte Tissot.

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