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Nagra startet in Bözberg zweite Bohrung für ein mögliches Tiefenlager

Der Bohrplatz Riedacker: Hier wird seit Dienstag zum zweiten Mal in der Aargauer Gemeinde Bözberg für ein mögliches Tiefenlager gebohrt.

Der Bohrplatz Riedacker: Hier wird seit Dienstag zum zweiten Mal in der Aargauer Gemeinde Bözberg für ein mögliches Tiefenlager gebohrt.

Die Nationale Gesellschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) hat am Dienstag den zweiten Bohrplatz im Aargauischen Bözberg in Betrieb genommen. Die Bohrungen sollen das Bild des Untergrunds im Gebiet Jura Ost vervollständigen.

(sat) Laut Nagra waren für die Tiefenbohrung im Riedacker besondere Vorkehrungen namentlich im Bereich Wasserversorgung nötig. Mit den Bohrungen untersucht die Nagra, wie das Gestein Opalinuston zusammengesetzt ist und wie dicht und dick es ist. Darin soll das Tiefenlager dereinst gebaut werden.

Derzeit klärt die Nagra noch zwei weitere Gebiete näher ab – Nördlich Lägern und Zürich Nordost. Maximal sind 23 Tiefenbohrungen geplant und bewilligt. Bereits abgeschlossen sind die Bohrungen in Bülach, Trüllikon und Marthalen.

Wie die Nagra schreibt, sind Bohrgeräte und technische Ausstattung des Bohrplatzes in der Aargauer Gemeinde Bözberg seit Juli aufgebaut worden. Ziel sei es, bis Ende Jahr in 800 Meter Tiefe vorzudringen. Eine erste Bohrung läuft bereits seit April und soll im Herbst fertig sein.

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