Militärjustiz

Kollision mit Seilbahnkamera an Ski-WM: Anklage gegen Team-Leader der Kunstflugstaffel

Die Seilbahnkamera des Schweizer Fernsehens SRF im Zielraum der Ski-Weltmeisterschaft 2017 in St. Moritz.

Die Seilbahnkamera des Schweizer Fernsehens SRF im Zielraum der Ski-Weltmeisterschaft 2017 in St. Moritz.

Die Militärjustiz erhebt Anklage gegen einen früheren Team-Leader der Kunstflugstaffel. Sie wirft ihm beim Auftritt an der Ski-WM 2017 in St. Moritz unter anderem Missbrauch und Verschleuderung von Material vor.

(sat) Das Strafverfahren gegen den Piloten des Militärflugzeugs, welches an der Ski-Weltmeisterschaft 2017 in St. Moritz das Kabel einer Seilbahnkamera touchierte, hat der Auditor bereits eingestellt. Doch nun landet die Kollision doch noch vor Gericht: Wie die Militärjustiz am Freitag mitteilt, hat sie Anklage erhoben gegen den früheren Team-Leader der Kunstflugstaffel PC-7 der Schweizer Luftwaffe. Die Anklage lautet demnach auf Missbrauch und Verschleuderung von Material, Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen sowie auf Nichtbefolgung von Dienstvorschriften. Weitere Details zur Anklage nennt die Militärjustiz in ihrer Mitteilung nicht.

Bei einem Trainingsflug im Vorfeld eines Auftritts der Schweizer Kunstflugstaffel an der Ski-WM touchierte eines der Flugzeuge mit dem Flügel das Zugseil einer Seilbahnkamera des Schweizer Fernsehens SRF. Dieses wurde daraufhin Richtung Sesselbahn geschleudert, wo es die Plexiglas-Haube eines Sessels beschädigte. Weil sich das Zugseil bei der Seilbahn verfing, schaltete deren Sicherheitseinrichtung die Anlage sofort ab. Der Bahnbetrieb war darauf 20 Minuten unterbrochen. Weder der Pilot noch Skifahrer oder WM-Gäste kamen zu Schaden. Es entstand jedoch ein Sachschaden von mehreren Hunderttausend Franken.

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