Vermischtes

Berner Ermittler zeigen Schlepperbande die Grenzen auf

Bei mindestens 30 Fahrten sollen über 90 Flüchtlinge in die Schweiz gebracht worden sein.

Bei mindestens 30 Fahrten sollen über 90 Flüchtlinge in die Schweiz gebracht worden sein.

Sie schmuggelten mutmasslich dutzende Personen in die oder durch die Schweiz. Nun haben die Berner Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft mehrere Menschenschmuggler angezeigt.

(mg) Über 90 Flüchtlinge soll eine Schlepperbande in die oder durch die Schweiz geschleust haben. Das schreiben die Berner Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern in einer Mitteilung vom Mittwoch. Im Zentrum der Ermittlungen stünden drei Männer die im Kanton wohnhaft sind. Ihnen werfen die Behörden vor, mehrmals illegal Personen aus dem Ausland in die Schweiz oder in Nachbarländer geschleppt zu haben.

Mindestens 30 Mal sollen die Schlepper dabei Flüchtlinge über die Grenze gebracht haben. Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass die Fahrten vorab geplant und im Nachhinein finanziell abgegolten wurden. Den Ermittlungen zufolge holten die Schlepper die Flüchtlinge – vorab Menschen aus dem Nahen Osten – in Norditalien ab und fuhren sie mit Privat- oder Firmenfahrzeugen illegal über die Grenzen.

Auch zwei weitere Personen angezeigt

Wie erst jetzt bekannt wird wurden die drei Hauptbeschuldigten bereits im vergangen April durch die Polizei verhaftet. Die beiden älteren Beschuldigten (36 und 49 Jahre alt) befinden sich seither in Untersuchungshaft. Ein 29-Jähriger konnte diese bereits wieder verlassen. Neben dem Trio wurden auch noch eine im Kanton Bern wohnhafte 23- jährige Frau sowie ein Mann mit Wohnsitz in Deutschland angezeigt. Alle fünf Beschuldigten müssen sich nun vor der Justiz verantworten. Zu den Nationalitäten machen die Behörden keine Angaben.

Meistgesehen

Artboard 1