Weinfelden
Jede Woche ein Kurs: Die Volkshochschule Mittelthurgau startet in die neue Saison

Zwei Dutzend Kurse und Vorträge stehen auf dem Programm der Volkshochschule Mittelthurgau. Der Vereinsvorstand will mit einem Mix aus lokalen Referenten und national bekannten Namen Publikum anlocken.

Mario Testa
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Vorstandsmitglied Michael Bürgi und Präsidentin Verena Stämpfli präsentieren das neu gestaltete Programm der VHS Mittelthurgau.

Vorstandsmitglied Michael Bürgi und Präsidentin Verena Stämpfli präsentieren das neu gestaltete Programm der VHS Mittelthurgau.

Bild: Mario Testa

Den Auftakt macht Noemi Schramm. Die Bürglerin erzählt am Freitagabend im Rathaussaal von ihren zehn Jahren, die sie nun schon in Westafrika lebt und arbeitet. «Wir hatten immer jemanden eingeladen mit speziellen Reiseerlebnissen. Und da Noemi für längere Zeit in der Schweiz weilt, haben wir sie angefragt», sagt Verena Stämpfli, Präsidentin der Volkshochschule (VHS) Mittelthurgau.

«Auf ihre Erzählungen freue ich mich sehr.»

Vorgängig zum Referat findet bereits die Mitgliederversammlung der VHS Mittelthurgau statt. Der Freitagabend ist also der Auftakt zu einem Halbjahr mit rund zwei Dutzend Programmpunkten auf der Agenda der VHS.

Zu den bekannten Referenten, die nach Weinfelden kommen, gehören Meteorologe Thomas Bucheli, Napoleonmuseum-Direktor Dominik Gügel oder Pianistin Simone Keller. Das diesjährige Programm besticht auch mit Lokalität. «Etwa die Hälfte aller Referate hat einen Weinfelder Bezug. Wir setzen einen ausgeprägten Akzent beim Lokalen», sagt Stämpfli. «Aber auch aktuelle Themen wie der Ukraine-Krieg, kulturelle Vielfalt oder die Entwicklung von China sind vertreten.»

Buchvernissage als Höhepunkt

Ein ganz spezieller Anlass wird die Buchvernissage vom 11. November sein. Künstlerin Masha Petrushina, Erzähler Hans Jakob Keller und Bürgerarchivar Franz X. Isenring stellen ihr Buch «Striche Schritte Jahre» über die Geschichte von Weinfelden vor. «Das gibt eine grosse Sache mit vielen Gästen. Es ist auch eine Perle von einem Buch. Schön gestaltet und informativ», sagt Verena Stämpfli.

«Was wir nun auch endlich durchführen können, ist die Betriebsbesichtigung in den Meyerhans-Mühlen. Wir wollen jedes Jahr Einblick in Weinfelder Betriebe geben», ergänzt Vorstandsmitglied Michael Bürgi. Aber auch aktuelle Themen wie der Ukraine-Krieg, kulturelle Vielfalt oder die Entwicklung von China sind vertreten. Es gibt auch eine Zusammenarbeit mit der Naturforschenden Gesellschaft, welche zwei Anlässe zum Programm beisteuert.

Platz für Nischen im Programm

Auch wenn Reiseberichte und Diashows besonders gut laufen. «Uns interessieren auch nicht nur die absoluten Besucherzahlen. Wir möchten auch eine Plattform geben für Nischen. Es lohnt sich auch, wenn nur wenig, dafür sehr interessiertes Publikum erscheint», sagt Verena Stämpfli. «Wir möchten uns auch eingliedern ins bestehende Angebot in Weinfelden. Wir wollen weder das BBZ-Weiterbildungsangebot noch Konzertveranstalter oder die Buchhandlung mit Lesungen konkurrenzieren.»

Vergangene Saison mussten coronabedingt noch fünf Anlässe ausfallen. «Es gab Referenten, die Bedenken hatten, mitten im Winter vor viel Publikum zu sprechen – oder sie hatten selber Corona und haben deshalb abgesagt», sagt VHS-Vorstandsmitglied Michael Bürgi. Einer möglichen Verschärfung der Situation will der VHS-Vorstand auch mit den Räumlichkeiten für die Referate entgegenwirken. «In der BBZ Aula und dem Rathaussaal sind wir sehr gut vorbereitet. Wir gehen extra nicht in knapp bemessene Räume, so können die Gäste auch etwas separat sitzen, wenn sie möchten.»

www.vhs-mittelthurgau.ch