ST.GALLER STADT-TICKER
News aus Stadt und Region St.Gallen: Meldungen vom 30. März bis 6. April

Was passiert gerade in der Stadt St.Gallen und in ihrer Umgebung? Im Ticker finden Sie aktuelle News aus St.Gallen und den umliegenden Gemeinden. Ob ein Brand, ein Unfall, ein politischer Entscheid oder ein Promi, der Schlagzeilen macht: Hier finden Sie einen bunten Mix aus Nachrichten, Bildern und unterhaltsamen Geschichten aus St.Gallen.

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Das Festival ist zurück: New Orleans meets St.Gallen – again

Die Veranstalterinnen und Veranstalter des New Orleans-Festivals sind sichtlich erleichtert und froh: Zweimal habe man den geliebten Anlass absagen müssen. Menschenmassen und Corona, das widersprach sich einfach diametral. Doch jetzt: «Endlich, das Hoffen und Bangen hat ein Ende!», schreibt das OK in einer Mitteilung. Das Festival findet in diesem Jahr wieder statt, und zwar am Dienstag, 21. Juni.

Klänge, Rhythmen, Menschenmassen: New Orleans meets St.Gallen findet 2022 wieder statt.

Klänge, Rhythmen, Menschenmassen: New Orleans meets St.Gallen findet 2022 wieder statt.

Bild: Urs Jaudas

Wie üblich eröffnet eine Streetparade ab 17.30 Uhr den Anlass. Internationale Künstlerinnen und Künstler werden die St.Galler Innenstadt «mit heissen, rhythmischen Jazzklängen füllen», heisst es in der Ankündigung weiter. Für Kulinarisches sorge eine breite Palette von Verpflegungsständen. Interessierte Standbetreiber können per E-Mail das Anmeldeformular anfordern. (pd/miz)

Patricia Highsmiths Tagebücher: Lesung im Literaturhaus Wyborada

Die Autorin Patricia Highsmith.

Die Autorin Patricia Highsmith.

Bild: Keystone

Vor wenigen Monaten wurden sie publiziert: die privaten Tage- und Notizbücher der grossen Autorin Patricia Highsmith. Das Literaturhaus Wyborada stellt am Donnerstag, 20 Uhr, Auszüge aus den Tage- und Notizbüchern der Autorin im Museum im Lagerhaus an der Davidstrasse 44 vor.

Anya Schutzbach, Leiterin des Literaturhauses, wird aus den Texten lesen. Die Mitherausgeberin Friederike Kohl, die zu diesem Abend eigens aus Berlin anreist, berichtet von der Editionsarbeit. Schutzbach und Kohl werden der Frage nachgehen, was für Dokumente die Highsmith-Tagebücher sind, was sie erzählen und wie sie literarisch einzuordnen seien, heisst es in der Ankündigung.

18 Tage- und 38 Notizbücher, die Patricia Highsmith seit ihrer College-Zeit geführt hatte, wurden nach ihrem Tod in ihrem Wäscheschrank gefunden. Man erfahre darin, wie Highsmith mindestens zwei Leben gleichzeitig geführt habe, wie sie aus kühler Halbdistanz psychologische Romane über elementare Themen wie Liebe, Fremdsein und Mord geschrieben habe, heisst es in der Ankündigung weiter. Im Oktober 2021 erschien im Verlag Diogenes erstmals eine Auswahledition ihrer «Tage- und Notizbücher». (pd/miz)

Informationen zur Lesung gibt's im Internet.

Ostschweizer Blasorchester: Frühlingskonzert in St.Mangen

Schon beinahe traditionell lädt das Ostschweizer Blasorchester zu seinen Frühlingskonzerten ein. Am kommenden Sonntag, 16.30 Uhr, spielt das projektorientierte Amateurorchester im Kirchgemeindehaus St.Mangen. Der Eintritt ist gratis, es wird eine Kollekte eingesammelt.

Unter Leitung von Arthur Sterchele präsentiert das Orchester mit der im Rheintal aufgewachsenen Solo-Flötistin Cornelia Suhner mehrere Werke. Das «Divertimento für Flöte und Blasorchester» von Alfred Reed und «Il Pastore Svizzero» von Pietro Morlacchi lassen Suhner ihr Können und ihre Virtuosität auf der Querflöte zeigen. Umrahmt werden die Solostücke mit Werken aus der konzertanten Blasmusikliteratur. (pd/miz)

Weitere Informationen zum Konzert gibt's im Internet.

Erdverkauf: Starthilfe für den Gartenboden

«Die ganze Welt ist wie verhext, Veronika der Spargel wächst!» Mit diesem alten Schlager aus den 1920er-Jahren besangen die Comedian Harmonists den Frühling. Doch etwas wird im Lied nicht erwähnt: Damit Spargel oder auch Frühlingsblüher wachsen, braucht es gute Erde. Diese wird am kommenden Samstag, 9 bis 11 Uhr, auf dem Kompostplatz Schlössli verkauft. Dann findet der jährliche Erdverkauf statt. Der Quartierkompost befindet sich an der Kreuzung Haggen- und Oberstrasse beim Restaurant Schlössli Haggen.

Damit bald wieder Tomaten und Basilikum geerntet werden können, empfiehlt die IG Kompost Schlössli, der Gartenerde Kompost beizufügen.

Damit bald wieder Tomaten und Basilikum geerntet werden können, empfiehlt die IG Kompost Schlössli, der Gartenerde Kompost beizufügen.

Bild: Sepp Odermatt

Um die Gartenerde fruchtbar und lebendig zu erhalten, sei eine Gabe mit reifer Qualitätserde genau das Richtige, schreiben die Verwantwortlichen der Kompostgruppe in einer Mitteilung. So werde der Boden mit organischer Substanz versorgt, welche für das Pflanzenwachstum wichtig sei. Mit dem Ausbringen von Kompost werde der Boden lebendiger, Gemüse und Blumen würden kräftiger gedeihen. (pd/miz)

Areal Bach startet in die zweite Saison

Einst war es ein brachliegender Schotterplatz. Vergangenes Jahr wurde das Areal zum begrünten Treffpunkt umgestaltet. Jetzt startet die Zwischennutzung hinter dem Bahnhof St. Fiden in die zweite Saison. Von Anfang April bis Mitte Oktober will der Verein Areal Bach gemäss Mitteilung die Biodiversität und die Gemeinschaft weiter fördern.

Von den Olma-Messen habe man in den vergangenen Tagen sechs Bäume mit Sitzgelegenheiten als Leihgabe erhalten, zudem pflanze Stadtgrün drei weitere Bäume, heisst es in der Mitteilung weiter. Ein Familienplatz mit Feuerstelle und ein Barfussweg würden den Quartiertreffpunkt aufwerten.

Am 13. Mai 2021 wurden das Areal Bach und die Gartenbeiz Gustav Gleis für die erste, von Erfolg gekrönte Sommersaison eröffnet.

Am 13. Mai 2021 wurden das Areal Bach und die Gartenbeiz Gustav Gleis für die erste, von Erfolg gekrönte Sommersaison eröffnet.

Bild: Michel Canonica

Zum Start in die zweite Saison wird am kommenden Wochenende eingeladen. Am Sonntag findet der Quartier-Flohmarkt statt. Zudem wird ein Spezialprogramm im «Garten am Bach», im Kulturgarten und beim Naschweg geboten. Bei trockener Witterung kann man sich in der Gartenbeiz Gustav Gleis verpflegen. Diese ist montags bis donnerstags, von 16 bis 24 Uhr, sowie freitags bis sonntags, 11 bis 24 Uhr, geöffnet.

Nach den Frühlingsferien startet unter dem Motto «St. Gallen bewegt— Generationen in Bewegung» eine wöchentliche generationenübergreifende Bewegungsstunde. Im Mai wird die Kinderbaustelle wiedereröffnet. Dort können Schülerinnen und Schüler ab der ersten Klasse werken und ausprobieren. (pd/miz)

Weitere Informationen gibt's im Internet.

Brauerei und Lokal Hermann: Fest zum einjährigen Bestehen

«Bier frisch gezapft dort geniessen, wo es entsteht», das ist die Idee von Gianluca Bernet und Marco Hermann. Seit einem Jahr führen die beiden im Linsebühlquartier, an der Lämmlisbrunnenstrasse 18, ihre Kleinbrauerei mit Lokal. Kommenden Samstag, ab 20 Uhr, wird das einjährige Jubiläum gefeiert. Jedem Gast würden ein Gratis-Bier sowie Häppchen offeriert, heisst es in der Ankündigung. Musikalisch begleitet wird das Fest von der Band The Bad Egg mit Dušan Prusák.

Erfüllten sich mit Brauerei und Lokal einen Traum: Gianluca Bernet (links) und Marco Hermann.

Erfüllten sich mit Brauerei und Lokal einen Traum: Gianluca Bernet (links) und Marco Hermann.

Bild: Arthur Gamsa

Die Quereinsteiger Bernet und Hermann waren zuvor in der Tourismus- und Werbebranche tätig. Vor 13 Jahren begann Hermann in der eigenen Küche mit Bierbrauen. 2013 gründete er unter dem Namen Hermann-Bier eine Kleinbrauerei im Industriegebiet Winkel. Die Brauerei betrieb er dann zusammen mit Gianluca Bernet in seiner Freizeit. Mit dem Lokal im Stadtzentrum haben sich die beiden einen Traum erfüllt.

Neun Offen- und zehn Flaschenbiere werden aktuell im Lokal ausgeschenkt. Im Untergeschoss der Kleinbrauerei sind ein Maisch- und ein Läuterbottich sowie vier Gärtanks untergebracht. An einem Brautag entstehen 500 Liter Bierwürze, schreiben die beiden auf ihrer Homepage. Höchstens vier Mal im Monat wird gebraut. (pd/miz)

Infos zur Brauerei und zum Jubiläumsfest gibt's im Internet.

Zwei neue Baugesuche öffentlich aufgelegt: Hausabbruch mit Vorgeschichte und 135 neue Wohnungen

Die Stadt hat jetzt zwei Baugesuche öffentlich aufgelegt, die auffallen. Ein Hausabbruch an der Gaiserwaldstrasse 31 hat eine Vorgeschichte, die zurück ins Jahr 2007 und vom Sitterviadukt hinauf ins Riethüsli führt. Das zweite Baugesuch betrifft eine grosse Wohnüberbauung im Wolfganghof. Die Einsprachefrist läuft bis 20. April.

Der alte Bauernhof an der Gaiserwaldstrasse 31.

Der alte Bauernhof an der Gaiserwaldstrasse 31.

Bild: Dinah Hauser (2.12.2021)

An der Gaiserwaldstrasse steht direkt neben dem Sitterviadukt und der Stadtautobahn ein altes Bauernhaus. Es ist in einem schlechten Zustand. Die Eigentümerin, die Ortsbürgergemeinde St.Gallen, will es ersatzlos abbrechen. Der renaturierte Standort der Gebäude soll vom Bauern bewirtschaftet werden, der dies bereits auf dem Land darum herum tut.

Die Liegenschaft Gaiserwaldstrasse 31 befindet sich im Grossholz gleich neben Stadtautobahn und Sitterviadukt.

Die Liegenschaft Gaiserwaldstrasse 31 befindet sich im Grossholz gleich neben Stadtautobahn und Sitterviadukt.

Plan: Stadt St.Gallen

Speziell an der Liegenschaft Gaiserwaldstrasse 31 ist, dass sich hier ab 2008 die Wagenburg des Zigaukel befand. Dabei handelte es sich um junge Leute, die in ihren Wohnwagen alternativ lebten. Öffentlich in Erscheinung getreten ist das Zigaukel erstmals 2007 im Gebiet Watt oberhalb des Riethüsli. Dort ausziehen mussten die jungen Leute, weil der Grundeigentümer das Land überbauen wollte und daher mit der Wagenburg darauf nicht einverstanden war.

So könnte sich die neue Wohnüberbauung Wolfganghof Süd dereinst präsentieren.

So könnte sich die neue Wohnüberbauung Wolfganghof Süd dereinst präsentieren.

Visualisierung: PK SG

Das jetzt neu aufliegende Baugesuch für die neue Siedlung Wolfganghof Süd sieht den Bau eines Wohn-/Geschäftshauses und von vier Wohnhäusern vor. Insgesamt sollen in den Neubauten Wolfgangstrasse 80 bis 88 hinter dem Buswendeplatz Wolfganghof 135 neue Wohnungen entstehen. Die neue Überbauung ist autofrei.

Der Plan zur Ausbauetappe Wolfganghof Süd mit einem Wohn-/Geschäftshaus und vier Wohnhäusern.

Der Plan zur Ausbauetappe Wolfganghof Süd mit einem Wohn-/Geschäftshaus und vier Wohnhäusern.

Illustration: PK St.Gallen

Gebaut wird im Wolfganghof von der Pensionskasse St.Gallen. Sie will mit dem Projekt das Mietangebot im Quartier diversifizieren. 70 Prozent der Wohnungen hätten heute 4,5 bis sechs Zimmer, heisst es im Internetauftritt der Pensionskasse. In den neuen Häusern entstehen vor allem kleinere Wohneinheiten. Die 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen sind schwellenlos, per Lift erschlossen und verfügen über Balkone. (vre)

Jungfreisinnige sagen Ja zum Neubau fürs Staatsarchiv St.Gallen

Die Jungfreisinnigen St.Gallen (JFSG) empfehlen für den 15. Mai ein Ja zum Neubau des Staatsarchivs in der Waldau im St.Galler Lachen-Quartier. Für die Zusammenführung des heute auf drei Standorte verteilten Archivs und die Verlegung des heute in der Waldau untergebrachten Campus der Ostschweizer Fachhochschule ist ein Kredit von 44,3 Millionen beantragt.

Das Staatsarchiv ist das Gedächtnis des Kantons. Am 15. Mai entscheidet das kantonale Stimmvolk über einen Neubau fürs Archiv.

Das Staatsarchiv ist das Gedächtnis des Kantons. Am 15. Mai entscheidet das kantonale Stimmvolk über einen Neubau fürs Archiv.

Bild: Urs Jaudas (9.8.2013)

Einstimmig sprechen sich die Jungfreisinnigen gemäss Mitteilung vom Mittwoch gegen das neue Filmgesetz des Bundes aus. Ja sagen sie zu den nationalen Vorlagen fürs Transplantationsgesetz und zum Schweizer Engagement bei Frontex. Ihre Parolenfassung haben die JFSG aufgrund der guten Erfahrungen während der Coronapandemie wieder online durchgeführt. (pd/vre)

Rehpärchen beim Abendessen

Momentaufnahme. Ingrid Zürcher fotografierte Rehbock und Rehgeiss am frühen Dienstagabend zwischen Abtwil und Engelburg.

Momentaufnahme. Ingrid Zürcher fotografierte Rehbock und Rehgeiss am frühen Dienstagabend zwischen Abtwil und Engelburg.

Coronafolgen für Unternehmen abfedern: Vorberatende Kommission unterstützt Verlängerung

Auch der Kanton St.Gallen will seine Unterstützungsleistungen an Unternehmen zur Abfederung der Folgen der Coronapandemie verlängern. Beim Kantonsrat liegt eine entsprechende Vorlage zur Anpassung der Regelungen zum Bezug von Härtefallgeldern. Insbesondere soll diese Möglichkeit aufs erste Quartal des laufenden Jahres ausgedehnt werden.

Gerade die Gastronomie hat während der zwei Jahre Coronapandemie massiv gelitten.

Gerade die Gastronomie hat während der zwei Jahre Coronapandemie massiv gelitten.

Bild: Ralph Ribi (24.3.2021)

Gesuche um finanzielle Unterstützung für ungedeckte Kosten in den Monaten Monate Januar bis März sollen einmalig bis spätestens 31. Mai eingereicht werden können. Zudem soll die Regierung ermächtigt werden, aufgrund der Entwicklung der wirtschaftlichen Situation in besonders betroffenen Branchen selbständig entscheiden können, ob das Härtefallprogramm im zweite Quartal fortgeführt wird.

Der Kantonsrat wird die Vorlage in seiner Aprilsession in erster und gleich auch in zweiter Lesung beraten. Seine vorberatende Kommission empfiehlt ein Ja zur Vorlage. Auch die Verschärfung der Voraussetzungen für den Bezug von Härtefallgeldern stiess gemäss Mitteilung auf Zustimmung. Kontrovers diskutiert, aber letztlich ebenfalls befürwortet wurde die finanzielle Beteiligung der Gemeinden bei der Unterstützung von Seilbahnunternehmen. (SK/vre)

Die Vorlage der Regierung und die Ergänzungsaufträge der vorberatenden Kommission dazu finden sich im Ratsinformationssystem des Kantons St.Gallen unter der Geschäftsnummer 22.22.04.

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 346 Neuansteckungen am Dienstag

Der Kanton meldet auf seiner Website für Dienstag 346 (Montag: 299) neue laborbestätigte Coronafälle. Seit März 2020 haben sich im Kanton St.Gallen insgesamt 208'398 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Am Dienstag wurde wieder kein Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der St.Galler Coronatoten steht bei 855.

Die Zahl der Coronapatientinnen und Coronapatienten, die auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, ist im Kanton St.Gallen seit Wochen erfreulich tief.

Die Zahl der Coronapatientinnen und Coronapatienten, die auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, ist im Kanton St.Gallen seit Wochen erfreulich tief.

Bild: L. Gillieron/KEY (Neuchâtel, 21.12.2021)

Rückläufig ist derzeit die Zahl der Hospitalisationen wegen einer SARS-CoV2-Infektion: Am Dienstagabend lagen noch 39 (Montag: 41) Patientinnen und Patienten deswegen in St.Galler Spitälern. Davon befinden sich wie schon am Montag fünf auf einer Intensivstation, vier mit künstlicher Beatmung.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Dienstag, 5. April 2022, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Dienstag, 5. April 2022, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstagabend im Kanton St.Gallen bei 416 (So: 664, Mo: 494). Die 14-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 1'450 (So: 1’979, Mo: 1’641). Die Inzidenz bezeichnet die Zahl neuer Coronafälle innert sieben und 14 Tagen der Vergleichbarkeit wegen hochgerechnet auf 100’000 Einwohner. (SK/vre)

Kommerzielle Nutzung des öffentlichen Raums: Stadt verlängert Pilotversuch mit einfacheren Bewilligungen

Die Stadt St.Gallen verlängert den Versuch mit einem vereinfachten Bewilligungsverfahren für kommerzielle Aktionen im öffentlichen Raum um zwei weitere Jahre. Ursache dafür ist die Coronapandemie. Da sie das öffentliche Leben während der vergangenen zwei Jahre massiv einschränkte, konnten die Auswirkungen der Liberalisierung nicht wirklich getestet werden, wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt.

Am 1. Januar 2020 hatte die Stadt St.Gallen einen zweijährigen Pilotversuch gestartet, bei dem die Bewilligungspraxis für die kommerzielle Nutzung des öffentlichen Raums vereinfacht wurde. Von der Liberalisierung sollen Läden und Restaurants profitieren; gelockert wurde das Bewilligungsverfahren zudem für gewisse Plätze.

Neben der Gutenbergstrasse (Bild) sind während der Versuchsphase zusätzliche kommerzielle Aktionen auf dem Marktplatz, dem Vadianplatz und dem Scherrerplatz vor der Post Brühltor möglich.

Neben der Gutenbergstrasse (Bild) sind während der Versuchsphase zusätzliche kommerzielle Aktionen auf dem Marktplatz, dem Vadianplatz und dem Scherrerplatz vor der Post Brühltor möglich.

Bild: Ralph Ribi

Die neuen Regeln sollen es Geschäften und Gastrobetrieben ermöglichen, auf den öffentlichen Flächen vor ihren Lokalen vermehrt kommerzielle Aktionen durchzuführen. An vier definierten öffentlichen Standorten werden während der Versuchsphase ebenfalls mehr Verkaufs- oder Werbeaktionen bewilligt.

Von der Liberalisierung der Bewilligungspraxis erhofft sich der Stadtrat eine Belebung der Alt- und Innenstadt, aber auch eine Stärkung des lokalen Gewerbes. Zum einen kommt die Stadt mit dem Pilotversuch, der nun auf 2022 und 2023 ausgedehnt wird, einer Forderung aus dem Projekt «Zukunft St.Galler Innenstadt» nach. Zum anderen erfüllt er einen alten Wunsch des Gewerbes. (sk/vre)

St.Galler Auffahrtslauf: Erste Kinderkategorie bereits ausverkauft

Der St.Galler Auffahrtslauf findet in diesem Jahr wieder am Termin statt, der ihm den Namen gegeben hat – am Auffahrtsdonnerstag. In diesem Jahr fällt dieser auf den 26. Mai. Die Veranstalter rechnen wiederum mit rund 6‘000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Anmeldefrist im Internet läuft bereits. Eine erste Kinderkategorie - Minis 17 mit Eltern (m) – ist bereits ausverkauft.

Die Veranstalter rechnen für den diesjährigen Auffahrtslauf wiederum mit rund 6'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Die Veranstalter rechnen für den diesjährigen Auffahrtslauf wiederum mit rund 6'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Bild: PD

Die Vorbereitungen für den St.Galler Auffahrtslauf liefen auf Hochtouren und nach Plan, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Das OK freue sich riesig auf die achte Ausgabe des grössten Ostschweizer Laufanlasses. Nach den Unsicherheiten während der Coronapandemie könne endlich «wieder die ganze Lauffamilie zusammengebracht und ein unvergessliches Lauferlebnis geboten werden».

Der Auffahrtslauf bietet neben Kategorien für Erwachsene immer auch Kategorien für Jugendliche und Kinder sowie für Familien mit Kindern.

Der Auffahrtslauf bietet neben Kategorien für Erwachsene immer auch Kategorien für Jugendliche und Kinder sowie für Familien mit Kindern.

Bild: PD

Auch in diesem Jahr sei die Zahl der Startplätze am Lauf begrenzt. Diesmal nicht wegen Coronaauflagen, sondern um allen Angemeldeten ein sicheres und tolles Lauferlebnis bieten zu können, heisst es in der Mitteilung. Zudem rufen die Organisatoren auf, mit dem ÖV anzureisen. Als Anreiz fahren Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos von ihrem Wohnort in der Schweiz zum Auffahrtslauf und wieder zurück. (pd/vre)

Stadt bereitet ehemaliges Betagtenheim für ukrainische Flüchtling vor: «Den wunderschönen Garten werden auch die Geflüchteten schätzen»

Die Stadt St.Gallen gibt das Betagtenheim Riederenholz auf, weil die Infrastruktur nicht mehr genügt. Ein Ausbau würde gemessen an der kleinen Zahl Bewohnerinnen und Bewohner, die im Riederenholz untergebracht werden können, zu viel kosten (ST.GALLER STADT-TICKER, 5.4.2022, 11:08).

Nach dem Auszug der Seniorinnen und Senioren sollen im ehemaligen Altersheim Riederenholz ukrainische Flüchtlinge untergebracht werden.

Nach dem Auszug der Seniorinnen und Senioren sollen im ehemaligen Altersheim Riederenholz ukrainische Flüchtlinge untergebracht werden.

Bild: Stadt St.Gallen

Im Heim sollen jetzt Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine untergebracht werden. Ab wann das der Fall sein wird und wie viele Personen aufgenommen werden, ist noch offen, wie Heidi Gstöhl, Leiterin des städtischen Amtes für Gesellschaftsfragen, auf Nachfrage sagt:

Weiss man schon wie viele Kriegsflüchtlinge im Riederenholz einziehen werden?

Heidi Gstöhl, Leiterin des Amtes für Gesellschaftsfragen der Stadt.

Heidi Gstöhl, Leiterin des Amtes für Gesellschaftsfragen der Stadt.

Bild: Stadt St.Gallen

Heidi Gstöhl: Die Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnheims zügeln am 6. und 7. April  in die GHG Rosenberg (das ehemalige Josefshaus). Wann und wie viele Schutz suchende Personen im Riederenholz einziehen können, wird erst in den nächsten Tagen entschieden. Die Vorbereitungen dafür sind auf verschiedenen Ebenen am Laufen.

Muss für die Aufnahme von Flüchtlingen im ehemaligen Betagtenheim baulich viel verändert werden?

Bauliche Veränderungen sind für die Aufnahme von Flüchtlingen in dieser Liegenschaft nicht nötig.

Als Betagtenheim taugt das Riederenholz nicht mehr, als Flüchtlingsheim ist es aber brauchbar?

Die Bedürfnisse von betagten Menschen unterscheiden sich stark von denjenigen Personen  - vorwiegend Frauen und Kinder - die derzeit auf der Flucht sind. So ist etwa die Rollstuhlgängigkeit viel weniger ein Problem. Und unseren wunderschönen Garten werden mit Bestimmtheit auch die Frauen und Kinder aus der Ukraine zu schätzen wissen. (pd/vre)

Pendler sollen auf den öffentlichen Verkehr umsteigen: Schnupperabo soll den Schritt erleichtern

Das Problem ist ein altes, mit der Sanierung der Stadtautobahn hat es jetzt aber neue Aktualität gewonnen. Die Autobahn muss in den Spitzenstunden von 7 bis 8 Uhr morgens und 17 bis 18 Uhr abends von 10 Prozent Verkehr entlastet werden, um grosse Staus und ein Verkehrschaos zu verhindern.

Autoverkehr im Baustellenbereich auf der St.Galler Stadtaubahn. Auf dieser wirds eng, weil Sanierungsarbeiten durchgeführt werden.

Autoverkehr im Baustellenbereich auf der St.Galler Stadtaubahn. Auf dieser wirds eng, weil Sanierungsarbeiten durchgeführt werden.

Bild: Donato Caspari (31.3.2022)

Stark belastet wird Autobahn und Strassennetz in der Region St.Gallen Tag für Tag auch von den motorisierten Pendlerströmen. Hier setzen die Städte St.Gallen und Gossau sowie die Gemeinde Gaiserwald jetzt an: Sie offerieren Unternehmen auf ihrem Gebiet bis Ende Juni kostenlose Schnupperabos für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das soll das Umsteigen fördern.

Die Aktion ist gemäss Mitteilung vom Dienstag allerdings auf 400 Abos limitiert. Und das einzelne Schnupperabo hat eine Laufzeit von zwei Wochen. Am Schnupperabo interessierte Unternehmen erhalten per E-Mail Auskunft darüber bei Dominik Hörler von den SBB. (pd/vre)

Areal der Gallus-Gruppe wechselt die Hand: 20'000 Quadratmeter Fläche auch für neue Arbeitsplätze

Das Areal der Gallus-Gruppe an der Harzbüchelstrasse im Osten von St.Gallen soll Standort auch für andere industrienahe und technologische Unternehmen und Institutionen werden. Die Unternehmer Marcel und Roger Baumer, in vierter Generation Inhaber der Hälg-Gruppe, haben das Areal privat erworben. Über den Kaufpreis haben die Parteien gemäss Mitteilung vom Dienstag Stillschweigen vereinbar.

Der Hauptsitz der Gallus-Gruppe an der Harzbüchelstrasse in St.Gallen.

Der Hauptsitz der Gallus-Gruppe an der Harzbüchelstrasse in St.Gallen.

Bild: Ralph Ribi (4.1.2021)

Auf rund 20’000 Quadratmetern soll jetzt durch eine Arealentwicklung Raum für zukunftsgerichtete Arbeitsplätze entstehen. Die Gallus-Gruppe soll mit ihrem Hauptsitz einschliesslich des Forschungs- und Entwicklungszentrums als wichtige Mieterin das Hauptgebäude der Liegenschaft weiterhin nutzen, wie es in der Mitteilung heisst.

Vision für die Weiterentwicklung des Areals ist «ein offener Campus, wo dereinst unterschiedliche Unternehmen und Institutionen die Zukunft mitgestalten». Mit der Neunutzung wollen die Initianten nach eigenen Angaben den Werkplatz St.Gallen beleben helfen. Das Areal umfasst heute sechs Gebäude, Teile davon sind ungenutzt.

So könnte sich der offene Campus im Areal der Gallus-Gruppe an der Harzbüchelstrasse in St.Gallen künftig präsentieren.

So könnte sich der offene Campus im Areal der Gallus-Gruppe an der Harzbüchelstrasse in St.Gallen künftig präsentieren.

Illustration: PD

Auf dem Gelände sollen Start-Ups, aber auch etablierte Unternehmen angesiedelt werden. Wie das Areal künftig aussehen wird, hängt gemäss Arealentwickler Marcel Wüthrich nicht zuletzt von den Bedürfnissen der Mietinteressenten ab. Der Ort neben dem Bahnhof St.Fiden, an dem einst auch Maschinen hergestellt wurden, ist verkehrstechnisch gut erschlossen und zentral gelegen.

In diesen Tagen sollen die Planungsarbeiten für den Campus starten sowie erste Gespräche mit potenziellen Mietern geführt werden. Die Planung wird voraussichtlich mehrere Monate dauern. Das detaillierte Projekt werde «zu gegebener Zeit» vorgestellt, heisst es in der Mitteilung vom Dienstag. Die Realisierung des Campus wird mehrere Jahre dauern. In dieser Zeit sind Zwischennutzungen denkbar. (pd/vre)

Ansichten der alten Stadt St.Gallen: Ausstellung am Kantonsspital

In den nächsten Monaten sind im Wintergarten des Restaurants Vitamin am Kantonsspital St.Gallen historische Ansichten der Stadt St.Gallen ausgestellt. Die Bilder stammen aus Beständen der umfangreichen Sammlung von Foto Gross in St.Fiden, deren Stadtsanktgaller Teil sich heute im Stadtarchiv befindet.

Der Bohl mit Brunnen, Trams und «Sängerhüsli» in den späten 1920er-Jahren. Links hinter dem Hotel Hecht das alte Stadttheater.

Der Bohl mit Brunnen, Trams und «Sängerhüsli» in den späten 1920er-Jahren. Links hinter dem Hotel Hecht das alte Stadttheater.

Bild: Stadtarchive SG/ Sammlung Foto Gross

Gezeigt werden Aufnahmen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die grossformatigen Abzüge zeigen gemäss Mitteilung «detailreiche Ausschnitte einer vergangenen Zeit» sowie Städterinnen und Städter «in ihrem Alltag in Quartieren und Strassenzügen, die heute ganz anders aussehen». QR-Codes in den Bildlegenden erlauben Vergleiche mit aktuellen Ansichten.

Hinter der Ausstellung im Spitalrestaurant stehen der St.Galler Stadtarchivar Thomas Ryser und Antonio Cozzio, Chefarzt der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Kantonsspitals. Die Ausstellung im «Vitamin» ist während der Öffnungszeiten des Restaurants öffentlich zugänglich; abends hat es jeweils bis 20.15 Uhr geöffnet. (pd/vre)

Bewohner des Altersheims Riederenholz ziehen um: Gebäude wird für Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge vorbereitet

Die Stadt St.Gallen schliesst ihr Wohnheim für Betagte im Riederenholz noch diesen Monat. Bewohnerinnen und Bewohner wie auch alle Angestellten zügeln vom Osten der Stadt ins Heim Rosenberg der Gemeinnützigen- und Hilfsgesellschaft (GHG). Im Riederenholz sollen ukrainische Flüchtlinge eine vorübergehende Bleibe finden. Entsprechende Vorbereitungsarbeiten sind im Gang.

Nach dem Auszug der Seniorinnen und Senioren sollen im ehemaligen Altersheim Riederenholz ukrainische Flüchtlinge untergebracht werden.

Nach dem Auszug der Seniorinnen und Senioren sollen im ehemaligen Altersheim Riederenholz ukrainische Flüchtlinge untergebracht werden.

Bild: Stadt St.Gallen

Das Betagtenheim Riederenholz wird von der Stadt aufgegeben, weil darin «eine qualitative und adäquate Betreuung und Pflege» von Bewohnerinnen und Bewohnern nicht mehr gewährleistet ist. Das ist auch der Grund, dass die Zügelaktion ins GHG Rosenberg, das ehemalige Josefshaus am Rand der Kreuzbleiche, so rasch nach dem Entscheid des Stadtparlaments für die Aufhebung erfolgt. (sk/vre)

Spannende Begegnung: Der SC Brühl braucht ganz dringend Punkte gegen den Abstieg - und der FC Chiasso will zurück in die Challenge League

Nach der guten Leistung der Brühler im Berner Wankdorf-Stadion gegen das Nachwuchsteam der Young Boys hoffen die Kronen am Mittwoch auf einen weiteren Punktezuwachs gegen das viertplatzierte Chiasso. Ob's endlich für den ersten Heimsieg der Saison reicht? In der Vorrunde trennten sich die beiden Teams 1:1 unentschieden. Das Spiel im Paul-Grüninger-Stadion wird um 20 Uhr angepfiffen.

Auf dem Spielfeld im Paul-Grüninger-Stadion liegt am Dienstag noch Schnee. Das Feld sollte aber bis Mittwoch spielbereit sein.

Auf dem Spielfeld im Paul-Grüninger-Stadion liegt am Dienstag noch Schnee. Das Feld sollte aber bis Mittwoch spielbereit sein.

Bild: Webcam SC Brühl (5.4.2022)

Entscheidend könnte für das Spiel vom Mittwoch gemäss Matchvorschau von Henri Seitter sein, wer sich von der Wochenendpartie besser erholt hat. Die Tessiner mussten gegen den Leader Breitenrain den Ausgleichstreffer zum 1:1 erst in der Nachspielzeit hinnehmen. Chiasso hegt immer noch leise Hoffnungen auf den Wiederaufstieg in die Challenge League. Brühl führt vor Chiasso die U21-Trophy der jüngsten Aktivteams der Liga an.

Die Verantwortlichen rechnen damit, dass das Paul-Grüninger-Stadion bis Mittwochabend schneefrei sein wird. Brühl muss verletzungshalber auf Josip Lovakovic verzichten. Fraglich ist auch Ajet Sejdija der in Bern verletzungshalber das Spiel nicht beenden konnte. Dafür stehen Trainer Denis Sonderegger die letzten Samstag gesperrten Petar Pavlovic und Angelo Campos ausgeruht wieder zur Verfügung. Bei den Tessinern ist der zweitbeste Torschütze Evans Fabris Maurin gesperrt. (pd/vre)

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 299 Neuansteckungen am Montag

Der Kanton meldet auf seiner Website für Montag noch 299 neue laborbestätigte Coronafälle. Gemessen an der Zahl neuer Fälle dürfte die aktuelle Coronawelle tatsächlich dem Ende entgegengehen. Seit März 2020 haben sich im Kanton St.Gallen insgesamt 208052 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Über das vergangene Wochenende wurde wieder kein Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der St.Galler Coronatoten steht bei 855.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 4. April 2022, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 4. April 2022, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

Rückläufig ist auch die Zahl der Hospitalisationen wegen einer SARS-CoV2-Infektion: Am Montagabend lagen noch 41 Patientinnen und Patienten deswegen in St.Galler Spitälern gelegen. Davon befinden sich wie schon am Sonntag fünf auf einer Intensivstation, vier mit künstlicher Beatmung.

Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen gemessen an den täglich registrierten Neuansteckungen vom April 2021 bis April 2022.

Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen gemessen an den täglich registrierten Neuansteckungen vom April 2021 bis April 2022.

Grafik: Fachstelle Statistik Kanton SG

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montagabend im Kanton St.Gallen bei 494 664 (Mo vor einer Woche: 1'051, Di: 970, Mi: 900, Do: 809, So: 664). Die 14-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 1'641 (Montag vor einer Woche: 2'937, Di: 2'725, Mi: 2'523, Do: 2'317, So: 1’979). Die Inzidenz bezeichnet die Zahl neuer Coronafälle innert sieben und 14 Tagen der Vergleichbarkeit wegen hochgerechnet auf 100’000 Einwohner. (SK/vre)

St.Galler Corona-Hotspot ist jetzt das Rheintal

Gemessen an der 14-Tage-Inzidenz weist derzeit das Rheintal mit 2'018 die höchsten Coronazahlen im Kanton St.Gallen auf. Über dem kantonalen Schnitt liegen zudem die Wahlkreise St.Gallen-Gossau (1'818) und See-Gaster (1'754). Unterdurchschnittlich sind Rorschach (1'605), Werdenberg (1'548) und Wil (1'480). Vergleichsweise am wenigsten neue Coronafälle wiesen in den vergangenen zwei Wochen das Sarganserland (1'183) und erneut das Toggenburg (1'090) auf. (SK/vre)

Wie man einen Naturgarten anlegt: Workshop für naturnahes Gärtnern

Der WWF lädt am 29. April, 18.30 bis 21 Uhr, in St.Gallen zum Rundgang «in die wilde Schönheit» eines Naturgartens an. Der Anlass richtet sich an Erwachsene. Dazu anmelden kann man sich bis 28. April, 16 Uhr per E-Mail oder unter Telefon 071’221’72’30. Detailliertere Informationen gibt’s im Internet.

Naturnah gestaltete Gärten sind wertvoller Lebensraum für Menschen und Wildtiere.

Naturnah gestaltete Gärten sind wertvoller Lebensraum für Menschen und Wildtiere.

Bild: Michel Canoncia (22.8.2015)

Wer den eigenen Garten oder Balkon vielfältig gestaltet, betreibt aktiven Naturschutz. Als Belohnung winkt – mit etwas Glück und dem richtigen Gartenstandort – die Möglichkeit, eine Vielzahl von Vögeln, Amphibien, Reptilien, Insekten und Pflanzen beobachten zu können.

Der Naturgartenrundgang vom 29. April führt Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Hecken-, Blumen-, Obst- und Gemüsepflanzungen. Dabei werden auch Nischen und Nisthilfen für Igel, Eidechse, Wildbiene und Co. gezeigt. Ein anderes Thema ist die Pflanzenvermehrung. Bei Kaffee und Kuchen besteht zum Abschluss die Möglichkeit für Fragen und Diskussionen. (pd/vre)

Klassischer Zirkus auf der Kreuzbleiche: Der Erlös vom Mittwochabend geht an die Kriegsopfer in der Ukraine

Von Mittwoch bis Sonntag gastiert wieder einmal ein Zirkus auf der Kreuzbleiche in St.Gallen. Der Circus Medrano Schweiz präsentiert dort sein Programm «Family Time». Der Erlös der Vorstellung vom Mittwoch, 19.30 Uhr, spendet der Zirkus vollumfänglich dem Roten Kreuz für die humanitäre Hilfe in der Ukraine.

Der Circus Medrano zeigt ein klassisches Zirkusprogramm mit einem Dutzend internationaler Nummern. Dazu zählen Artistik auf dem Hochseil aus Südamerika, Flamenco ebenfalls auf dem Hochseil aus Spanien, eine überraschende Nummer mit Velos aus Italien sowie eine Ziegen- und Hundedressur aus Deutschland. Durchs Programm führt US-Clownin Debby.

In St.Gallen plant der Circus Medrano zehn Vorstellungen. Sie finden von Mittwoch bis Samstag, täglich um 15 und 19.30 Uhr, sowie am Sonntag, 10.30 und 14 Uhr, statt. Detaillierte Informationen zum St.Galler Gastspiel und zum aktuellen Programm des Circus Medrano finden sich im Internet. (pd/vre)

Ein kurzes Winterintermezzo

Momentaufnahme. Auch die St.Galler Kinderfestwiese hat sich am Wochenende als Wintertraum präsentiert. Mit dem jetzt vorausgesagten Regen dürften die letzten Schneereste aber bald weggefegt sein.

Momentaufnahme. Auch die St.Galler Kinderfestwiese hat sich am Wochenende als Wintertraum präsentiert. Mit dem jetzt vorausgesagten Regen dürften die letzten Schneereste aber bald weggefegt sein.

Leserbild: Doris Sieber (3.4.2022)

Massnahmen gegen Blechlawine auf Dreilinden: «Bäderbus» ganzjährig führen und Parkplätze aufheben

Eine alte Idee, die bis heute bei den Behörden auf taube Ohren gestossen ist, nehmen Jenny Heeb und Peter Olibet, die für die SP im St.Galler Stadtparlament sitzen, mit einem neuen Vorstoss auf. Sie regen an, den «Bäderbus» nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter zu führen. Das Angebot verbindet während der Badesasion im Halbstundentakt den Hauptbahnhof mit dem Frauen- und Familienbad Dreilinden. Er erfreut sich nicht nur bei Badegästen grosser Beliebtheit.

Der gut besetzte Parkplatz im Wald beim Reservoir Scheitlinsbüchel am ersten Sonntag des laufenden Jahres.

Der gut besetzte Parkplatz im Wald beim Reservoir Scheitlinsbüchel am ersten Sonntag des laufenden Jahres.

Bild: Reto Voneschen (2.1.2022)

Der Bäderbus, so schreiben Heeb und Olibet in ihrem Vorstoss, sei ein gutes Angebot des öffentlichen Verkehrs zur Reduktion der Autofahrten ins Naherholungsgebiet über der Stadt St.Gallen. Das zeige sich jeweils im Winter, wenn der Bus nicht fahre: Dann stauten sich die Autos auf der Zufahrtstrasse und die vorhandenen Parkplätze seien ausgebucht. Das störe das Naturerlebnis und sei auch nicht im Sinne einer nachhaltigen Verkehrspolitik, wie sie die Stadt gemäss Reglement betreiben müsse.

Vom Stadtrat wollen die beiden Parlamentsmitglieder wissen, ob er bereit ist, den «Bäderbus» ganzjährig zu führen oder wenigstens in den Wintermonaten ein ähnliches Angebot für Spaziergängerinnen und Spaziergänger zu bieten. Weiter fragen sie, was die Stadt unternimmt, um den Verkehr im Naherholungsgebiet auf Drei Weieren besser zu regulieren. Zudem regen sie an, dass die Stadt die Aufhebung der öffentlichen Parkplätze an der Dreilindenstrasse sowie beim Reservoir Scheitlinsbüchel prüft. (vre)

Frostnacht in St.Gallen: Es war nicht ganz so kalt, wie vorausgesagt

Für den frühen Montagmorgen war für Stadt und Region St.Gallen Frost angesagt. Minus 4 bis maximal minus 7 Grad Celsius könne das Thermometer dabei anzeigen, waren sich die Wetterfrösche im Internet am Sonntag einig. Ganz so schlimm, wie vorausgesagt, wurde es dann doch nicht.

In der vergangenen Nacht schützen Obstbauern in der Ostschweiz ihre früh blühenden Kulturen mit Frostkerzen vor den tiefen Temperaturen.

In der vergangenen Nacht schützen Obstbauern in der Ostschweiz ihre früh blühenden Kulturen mit Frostkerzen vor den tiefen Temperaturen.

Bild: Andy Steinacher (4.4.2022)

Meteo Schweiz etwa weist für die Messstation auf der Notkersegg auf 776 Meter über Meer morgens um 5 Uhr den Tiefstwert der Nacht mit minus 4,1 Grad aus. Meteo News wiederum gibt für die Stadt St.Gallen an einer Messstation auf 779 Meter über Meer den Tiefstwert mit minus 3,6 Grad morgens um 4.30 Uhr an. Im Siedlungsgebiet in der Talsohle werden die Temperaturen nochmals weniger tief gelegen haben.

Der Tiefstwert bei den Temperaturen, die die Messstation von Meteo News vergangene Nacht registriert hat.

Der Tiefstwert bei den Temperaturen, die die Messstation von Meteo News vergangene Nacht registriert hat.

Screenshot: Meteo News

Die Messwerte dürften jene beruhigen, die angesichts der Prognose befürchtet hatten, dass ihre bereits blühende Aprikosenbäume wie Anfang April 2021 erneut in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Am 6. April 2021 war das Thermometer gemäss Meteo Schweiz bis auf minus 6,5 Grad gefallen. Dieser Kälteeinbruch hatte in Teilen der Stadt empfindlicheren Pflanzen stark zugesetzt, die am Blühen waren. (vre)

Wegen Unaufmerksamkeit von Strasse abgekommen: Auf Grünstreifen geraten und Hydranten umgefahren

Am Sonntagnachmittag hat ein junger Autolenker auf der Bogenstrasse einen Selbstunfall gebaut. Der 20-Jähriger kam von der Strasse ab und kollidierte frontal mit einem Hydranten. Verletzt wurde gemäss Mitteilung der Stadtpolizei niemand; es entstand mässiger Sachschaden.

Die Spur des am Sonntag verunfallten Autos auf dem Grünstreifen an der Bogenstrasse. Links der abrasierte Hydrant.

Die Spur des am Sonntag verunfallten Autos auf dem Grünstreifen an der Bogenstrasse. Links der abrasierte Hydrant.

Bild: Stadtpolizei SG (3.4.2022)

Am Sonntag, kurz nach 15.30 Uhr, war ein 20-jähriger Autolenker auf der Bogenstrasse stadteinwärts unterwegs. Der junge Mann war nach Angaben der Polizei unkonzentriert. Deswegen geriet er auf der linken Strassenseite über den Fahrbahnrand hinaus. Auf dem Grünstreifen, der sich hier zwischen den Fahrbahnen befindet, fuhr er dann den Hydranten um. (stapo/vre)

Plädoyer gegen die Beschneidung junger Frauen: Premiere des Streifens «Do you remember me?» mit den beiden Regisseurinnen

Sara Aduse ist 28 Jahre alt und lebt in Zürich. Ihre Kindheit verbrachte sie bei ihrer Grossmutter in Äthiopien, nachdem ihre Eltern in die Schweiz emigriert waren. Als Siebenjährige wurde sie in ihrem Heimatland beschnitten und durch diesen Eingriff stark traumatisiert.

Nach ihrer Ausbildung zur Pflegeassistentin in der Schweiz fand sie den Mut, ihre Geschichte öffentlich zu machen. Auf der Suche nach Antworten beschloss sie, ihre Grossmutter, die die Beschneidung veranlasste, in Äthiopien zu befragen und sich auf die Suche nach der Frau zu machen, die damals den Eingriff an ihr vorgenommen hatte.

Der Film «Do you rember me» ist ein erschütterndes Plädoyer gegen die Beschneidung von Mädchen und jungen Frauen.

Der Film «Do you rember me» ist ein erschütterndes Plädoyer gegen die Beschneidung von Mädchen und jungen Frauen.

Bild: PD

«Do you remember me?» erzählt die Geschichte von Sara Aduse. Der Streifen von Désirée Pomper und Helena Müller hatte seine stark beachtete Premiere an den Solothurner Filmtagen. Die St.Galler Premiere des Films findet diesen Dienstag, 20 Uhr, im Kinok in der Lokremise statt. Anwesend sind die beiden Regisseurinnen. Das Gespräch mit ihnen führt Silvia Vetsch, Geschäftsleiterin Frauenhaus St.Gallen. (pd/vre)

Detaillierte Informationen und Tickets im Internet.

Kanton St.Gallen will ukrainische Kinder rasch einschulen: Integrationsklassen, aber auch Hilfskräfte und Lernformate aus der Ukraine

Der Kanton St.Gallen will ukrainischer Kinder, die auf der Flucht vor dem Krieg in ihrer Heimat in der Schweiz gelandet sind, so rasch als möglich zur Schule schicken. Eingeschult werden sie - mit zusätzlicher Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache - von den Gemeinden in Regel- oder auch in Integrationsklassen.

Auch im Kanton St.Gallen sollen ukrainische Kinder, die vor dem Krieg in ihrer Heimat geflüchtet sind, so rasch als möglilch eingeschult werden.

Auch im Kanton St.Gallen sollen ukrainische Kinder, die vor dem Krieg in ihrer Heimat geflüchtet sind, so rasch als möglilch eingeschult werden.

Bild: Michel Canonica (Kreuzlingen, 30.3.2022)

Die St.Galler Schulgemeinden bereiten sich darauf vor, regionale Integrationsklassen zu bilden, wenn dies aufgrund der grossen Zahl der aus der Ukraine geflüchteten Kinder nötig sein sollte. Zur Erleichterung der Einschulung können sie Lehrkräfte aus der Ukraine einstellen oder ukrainische Erwachsene sowie Dolmetscher und Assistenzpersonal zur Unterstützung beiziehen.

Hilfe bei der Einschulung der Flüchtlingskinder bietet auch das ukrainische Bildungsministerium. Es stellt Staaten, die Geflüchtete aufnehmen, über eine Internetplattform Unterrichtsinhalte nach ukrainischem Lehrplan ab der fünften Klasse an. Im St.Gallischen stehen diese Lehrinhalte nicht im Vordergrund, werden aber unterstützend beigezogen.

Die Erlebnisse auf der Flucht vor dem Krieg müssen von den Kindern zuerst verarbeitet werden. Die Schule kann dabei hilfreich sein.

Die Erlebnisse auf der Flucht vor dem Krieg müssen von den Kindern zuerst verarbeitet werden. Die Schule kann dabei hilfreich sein.

Bild: Anna Szilagyi/AP (Budapest, 24.3.2022)

Mit Fragen der Einschulung von ukrainischen Flüchtlingskindern beschäftigt sich im St.Gallischen eine speziell dafür gebildete Taskforce. Darin sitzen Vertreterinnen und Vertretern der Behörden, der Schulgemeinden und Schulleitungen sowie der Lehrerschaft und des Schulpsychologischen Dienstes. (SK/vre)

Im Internet stellt der Kanton St.Gallen laufend aktualisierte Informationen zur Beschulung von Flüchtlingskindern bereit.

Flüchtlingskinder

Der Schulbesuch ist ein Grundrecht

Jedes Kind, das sich für eine gewisse Zeit in der Schweiz aufhält, hat das Grundrecht auf Beschulung, wie der Kanton in einer Mitteilung ausdrücklich festhält. Kinder, die vor dem Krieg aus der Ukraine geflüchtet sind, werden eingeschult, sobald das für sie psychisch und physisch möglich ist.

Die Verarbeitung der Kriegserlebnisse sei von Kind zu Kind unterschiedlich: Während für die einen die rasche Einschulung Struktur und Ablenkung bedeute, überfordere sie andere nach dem Erlebten. Beim Einschulungszeitpunkt will der Kanton St.Gallen deshalb auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder und ihres Umfeldes Rücksicht nehmen.

Die Schule soll gemäss Mitteilung des Kantons für die geflüchteten Kinder «ein sicherer Ort sein, an dem sie sich wohl fühlen, zur Ruhe kommen und lernen können». Deshalb bietet der Kanton Lehrkräften eine Weiterbildung an, die vermittelt wie man geflüchtete Kinder gut in Schulklassen aufnehmen kann und mit allfälligen Traumata umgeht. (SK/vre)

Ukrainische Jugendliche

Neues Angebot für die schulische Integration schaffen

Für Geflüchtete aus der Ukraine zwischen 16 und 21 Jahren mit Schutzstatus S wird im Kanton St.Gallen ein neues Integrationsangebot geschaffen. Von Anfang Mai bis Ende Schuljahr wird am Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum St.Gallen (GBS) ein Kurs angeboten, der neben einem intensiven Deutschtraining auch eine Potenzialabklärung umfasst.

Aufgrund dieser Abklärung werden die ukrainischen Jugendlichen auf das Schuljahr 2022/23 hin in andere passende Angebote auf der Sekundarstufe II vermittelt. Bei grosser Nachfrage kann dieses Angebot auf das Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs (BZB) sowie das Berufs- und Weiterbildungszentrum Rapperswil-Jona (BWZR) ausgeweitet werden. (SK/vre)

Betrunken gegen die Leitplanke gefahren: Sachschaden für rund 11'000 Franken verursacht

Am frühen Montagmorgen hat ein 23-jähriger Autofahrer auf der St.Galler Stadtautobahn einen spektakulären Selbstunfall gebaut. Der junge Mann sass dabei gemäss Mitteilung der Kantonspolizei betrunken am Steuer. Die beweissichere Atemalkoholprobe zeigte einen Wert von über 1,3 Promille (0,67 Mikrogramm pro Liter) an. Der Unfallfahrer wurde bei der St.Galler Staatsanwaltschaft angezeigt.

Ein Betrunkener hat am frühen Montagmorgen die Kontrolle übers Auto verloren und ist bei St.Gallen in die Leitplanken der Stadtautobahn geknallt.

Ein Betrunkener hat am frühen Montagmorgen die Kontrolle übers Auto verloren und ist bei St.Gallen in die Leitplanken der Stadtautobahn geknallt.

Bild: Kantonspolizei SG (4.4.2022)

Am Montag, 2.55 Uhr, verlor der 23-Jährige auf der Fahrt in Richtung Rheintal bei der Autobahneinfahrt Neudorf in St.Gallen die Kontrolle über sein Auto. Dieses geriet ins Schleudern und pralle anschliessend zuerst gegen die linke und danach auch noch gegen die rechte Leitplanke. Verletzt wurde beim Zwischenfall niemand.

Der Unfallfahrer wurde von der ausgerückten Polizeipatrouille bei der Unfallaufnahme als fahrunfähig eingestuft. Ihm wurde der Fahrausweis daher auf der Stelle abgenommen. Er wird jetzt - wie fünf andere Blaufahrer, die die Kantonspolizei am Wochenende erwischte - bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Beim Selbstunfall entstand ein Schaden in Höhe von rund 11’000 Franken. (kapo/vre)

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 593 Neuansteckungen übers Wochenende - So wenig neue Fälle wie schon lange nicht mehr

Der Kanton meldet auf seiner Website fürs Wochenende (Freitag, Samstag, Sonntag) noch 593 neue laborbestätigte Coronafälle. Vergangene Woche sind diese bereits massiv gesunken: Am Dienstag waren noch 918 Neuansteckungen registriert worden; bis Donnerstag sanken sie auf 474. Gemessen an der Zahl neuer Fälle dürfte der Höhepunkt der aktuellen Coronawelle tatsächlich überschritten sein.

Auch das ist (vorläufig?) Geschichte: Mit dem Ende der besonderen Lage ist am vergangenen Freitag auch die Maskenpflicht im ÖV weggefallen.

Auch das ist (vorläufig?) Geschichte: Mit dem Ende der besonderen Lage ist am vergangenen Freitag auch die Maskenpflicht im ÖV weggefallen.

Bild: Sandro Büchler (5.1.2022)

Seit März 2020 haben sich im Kanton St.Gallen insgesamt 207’753 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Über das vergangene Wochenende wurde wieder kein Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der St.Galler Coronatoten steht bei 855.

Stabil blieb am Wochenende die Zahl der Hospitalisationen wegen einer SARS-CoV2-Infektion: Am Donnerstagabend hatten 46 Patientinnen und Patienten deswegen in St.Galler Spitälern gelegen, am Sonntagabend waren es gleich viele. Davon befinden sich wie schon am Donnerstag fünf auf einer Intensivstation, drei mit künstlicher Beatmung.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Sonntag, 3. April 2022, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Sonntag, 3. April 2022, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Sonntagabend im Kanton St.Gallen bei 664 (So vor einer Woche: 1'303, Mo: 1'051, Di: 970, Mi: 900, Do: 809). Die 14-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 1'979 (So: 3'297, Mo: 2'937, Di: 2'725, Mi: 2'523, Do: 2'317). Entsprechend der Abnahme der Zahl neuer Fälle zeigen auch diese Indikatoren derzeit deutlich nach unten. Die Inzidenz bezeichnet die Zahl neuer Coronafälle innert sieben und 14 Tagen der Vergleichbarkeit wegen hochgerechnet auf 100’000 Einwohner. (SK/vre)

Bänz Friedli in der Kellerbühne: «S isch kompliziert»

Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag dieser Woche, jeweils 20 Uhr, gastiert der Kabarettist Bänz Friedli wieder einmal in der St.Galler Kellerbühne. Er präsentiert dabei die Ostschweizer Premiere seines neuen Programms «S isch kompliziert». In allen drei Vorstellungen gibt es noch freie Plätze. Reservieren kann man im Internet.

Auch in seinem neuen Programm denkt Friedli denkt laut über einfache Antworten, schwierige Fragen und wahrhaftige Lügen nach, gerät beiläufig vom Kleinen ins Grosse, blödelt und philosophiert, persifliert Sportler und Politikerinnen. Auch in seinem fünften Programm ist er gemäss Medienkritiken «stets aktuell, oft überraschend und immer witzig».

Bänz Friedli während der Premiere seines neuen Programms «S isch kompliziert» im Kleintheater Luzern.

Bänz Friedli während der Premiere seines neuen Programms «S isch kompliziert» im Kleintheater Luzern.

Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 19.01.2022)

Bänz Friedli ist Autor, Kabarettist und Sprachkünstler. Er schreibt Kolumnen und Bücher, gestaltet satirische Radiobeiträge und tritt in der Deutschschweiz als Bühnenkünstler in berndeutscher Mundart auf. Er ist bekannt für seinen Sprachwitz, seine parodistischen Beobachtungen und dafür, dass er die politische Aktualität stets miteinbezieht.

Der 1965 geborene Friedli war lange Journalist und Radiomoderator. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde er durch seine Kolumnen. Von 2005 bis Ende 2019 war er unter anderem jede Woche im Migros-Magazin zu lesen. Zehn Jahre lang behandelte er als «Der Hausmann» Familienthemen, danach erschienen seine Texte unter dem Titel «Bänz Friedli» zu verschiedensten Themen. (pd/vre)

Jenische im Kulturzentrum Palace: Eine Geschichte von Verfolgung, Widerstand und Musik

Erst vor fünfzig Jahren wurde eines der grössten sozialen Verbrechen in der jüngeren Schweizer Geschichte beendet: Die durch die Behörden gedeckte Verfolgung der Jenischen sowie die Wegnahme und Ausbeutung ihrer Kindern durch die Pro Juventute. Aus diesem Anlass widmet die Erfreuliche Universität im St.Galler Kulturzentrum Palace der Geschichte der Jenischen, ihrem Widerstand und ihrer Musik im April eine Vortragsreihe.

Auf der Flucht ins Tessin: Die jenische Familie Franz und Frida Huser-Storrer 1929 auf der Axenstrasse.

Auf der Flucht ins Tessin: Die jenische Familie Franz und Frida Huser-Storrer 1929 auf der Axenstrasse.

Bild: Privatarchiv Isabella Huser

Am Dienstag, 20.15 Uhr, steht zum Start eine Lesung mit Isabella Huser und ihrem Buch «Zigeuner» auf dem Programm. In einer historischen Spurensuche zeichnet die Autorin die Geschichte ihrer eigenen Familie seit dem 18. Jahrhundert nach. Ihr Bruder Toni Huser bringt das Buch am Akkordeon zum Klingen: Die Husers wurden über Generationen vom Staat verfolgt. Mit ihren Ensembles haben sie der Schweiz gleichzeitig jene Musik geschenkt, die heute gerne als Volksmusik bezeichnet wird.

Am Dienstag in einer Woche, am 12. April, wird das Vorgehen der Pro Juventute gegenüber den Jenischen diskutiert: Zu Gast ist dann unter anderem der pensionierte Journalist Hans Caprez, der den Skandal im «Beobachter» vor fünfzig Jahren aufdeckte. Am 19. April liest Willi Wottreng aus seinem Buch «Jenische Reise». Als Abschluss ist am 26. April der Musikfilm «Unerhört Jenisch» zu sehen. (pd/vre)

Details zum Zyklus «Jenische in der Schweiz – Eine Geschichte von Verfolgung, Widerstand und Musik» gibt’s im Internet.

Minigolfen in der St.Galler Curlinghalle: Curlerinnen und Curler suchen mit einem 1.-April-Scherz Sommernutzungen für ihre Halle

Die Curlinghalle (rechts im Bild) ist entlang der Zürcher Strasse im Lerchenfeld in die Sportanlage mit Eishalle und Freibad integriert.

Die Curlinghalle (rechts im Bild) ist entlang der Zürcher Strasse im Lerchenfeld in die Sportanlage mit Eishalle und Freibad integriert.

Bild: Reto Voneschen

Ab 22. April werde diesen Sommer in der Curlinghalle an der Zürcher Strasse in St.Gallen Minigolf gespielt. Diese Meldung geisterte am Wochenende via Facebook durchs Internet. Ernst gemeint war sie allerdings nicht: Curlerinnen und Curler haben sich einen 1.-April-Scherz erlaubt.

Das zeigt bereits der erste Blick auf ihre Facebook-Seite: Wer sich den 22. April als Eröffnungstag einer schweizweit einzigartigen Minigolfanlage schon in der Agenda notiert habe, sei auf einen 1.-April-Scherz hereingefallen, heisst es da. Aber: Die Verantwortlichen der Curlinghalle suchen tatsächlich nach geeigneten Sommernutzungen.

Die Minigolfanlage in der Curlinghalle war ein 1.-April-Scherz. Nutzungen für den Sommer suchen Curlerinnen und Curler aber wirklich.

Die Minigolfanlage in der Curlinghalle war ein 1.-April-Scherz. Nutzungen für den Sommer suchen Curlerinnen und Curler aber wirklich.

Screenshot: Facebook

Diese Woche geht die Curlingsaison 2021/22 zu Ende. Danach wird das Eis abgetaut und die Halle verfällt in den Sommerschlaf. Curlerinnen und Curler brauchen sie erst wieder im Herbst. Die Halle steht damit rund fünf Monate pro Jahr leer. Wer eine Idee für diese Zeit habe oder etwas Grosses einstellen müsse, solle sich melden, heisst es auf Facebook. (vre)

2021 wurde in der St.Galler Curlinghalle wegen der Coronapandemie während Monaten ein Impfzentrum betrieben.

2021 wurde in der St.Galler Curlinghalle wegen der Coronapandemie während Monaten ein Impfzentrum betrieben.

Bild: Ralph Ribi (2.6.2021)

Auf den Wintereinbruch folgte eine eisig kalte Nacht: Frostgefahr für Obstbäume und Frühblüher

Endlich Winter! Nachdem die vergangenen Wintermonate in St.Gallen nicht gerade mit Schnee geglänzt haben, hat der Wintereinbruch vom Wochenende Stadt und Region nach einer längeren frühlingshaften Phase doch noch ergiebige Schneefälle beschert. Das Weiss ist allerdings nicht sehr langlebig. Schon Mitte Woche dürfte es wieder weitgehend verschwunden sein. Vorher steht von Sonntag auf Montag aber noch eine eisig kalte Nacht bevor.

Eiszapfen am Sonntagnachmittag an einem Haus in der St.Galler Mülenenschlucht.

Eiszapfen am Sonntagnachmittag an einem Haus in der St.Galler Mülenenschlucht.

Bild: Reto Voneschen (3.4.2022)

Die Wetterfrösche im Internet sind sich für einmal einig: In der kommenden Nacht werden die Temperaturen massiv nach unten gehen. Zu erwarten sind in der Stadt minus 4 bis minus 7 Grad Celsius. Wie eisig es gegen den frühen Montagmorgen tatsächlich ist, hängt davon ab, wie klar die Nacht wird. Die Blüten an Obstbäumen - darunter Aprikosen und erste Birnbäume - sind von den Minustemperaturen genauso gefährdet wie frühe Gartenblumen und Zierbäume. (vre)

Konzert zugunsten von Flüchtlingen

Der Lyceumclub St.Gallen und das Historische Völkerkundemuseum (HVM)haben für heute Montagabend, 18 Uhr, ein Benefizkonzert organisiert. Der Eintritt ist gratis, die Kollekte geht gemäss Mitteilung an Caritas Schweiz. Die Hilfsorganisation unterstützt ukrainische Flüchtlinge, die innerhalb des Landes oder in eines der Nachbarländer geflüchtet sind.

Im HVM musizieren die ukrainischen Schwestern Elena (Violine) und Raissa Zhunke (Klavier) mit der russischen Sopranistin Tatjana Schneider. Auf dem Programm steht Musik aus der Ukraine, die Schauspielerin Pia Waibel liest Texte. (pd/mha)

Stadtwildtiere kümmert sich dieses Jahr um Wildbienen in der Stadt St.Gallen

Nach Igeln und Eichhörnchen vergangenes Jahr sind dieses Jahr die Wildbienen an der Reihe: Stadtwildtiere hat kürzlich die Kampagne für den Sommer 2022 lanciert: «Wollbiene & Wiesenhummel – Wildbienen in St.Gallen».

In der Stadt St.Gallen sei nur wenig bekannt über die Verbreitung der Wildbienen, heisst es in einer Mitteilung. Städterinnen und Städter sollen daher ihre Beobachtungen mit Foto auf stgallen.stadtwildtiere.ch melden. Wie in anderen Jahren werden in einem Wettbewerb die schönsten Bilder gekürt.

Eine Gehörnte Mauerbiene transportiert etwas Lehm: Diese Wildbienenart legt ihre Eier in kleinen Hohlräumen in Wänden oder Mauern ab.

Eine Gehörnte Mauerbiene transportiert etwas Lehm: Diese Wildbienenart legt ihre Eier in kleinen Hohlräumen in Wänden oder Mauern ab.

Bild: PD

Ziel der Wildbienen-Kampagne: Gemeinsam mit der Bevölkerung genauer untersuchen, welche Rolle Grünflächen im Siedlungsraum bei der Förderung von Wildbienen spielen. Gleichzeitig soll gemäss Communiqué diese wichtige Insektengruppe gefördert werden. Viele der rund 600 in der Schweiz lebenden Wildbienenarten seien gefährdet, heisst es in der Mitteilung. Sie nisten in sandigen Böden oder Trockenmauern und benötigen ein vielfältiges Blütenangebot. (pd/mha)

Zwei Einbruchsversuche in Firmengebäude: Geschäftsinhaber stört Diebe

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist es in Andwil SG zu Einbruchsversuchen in die Gebäude zweier Betriebe gekommen. Einmal verschafften sich Einbrecher Zutritt zu Firmenräumen an der Fronackerenstrasse und durchsuchten diese. Dabei wurden die Täter vom Firmeninhaber gestört und flüchteten.

Bei der Fahndung nach ihnen stellte die Kantonspolizei an der Feldrietstrasse in Andwil einen weiteren Einbruchversuch fest. Hier hatten die Unbekannten ein Fenster eingeschlagen, waren dann aber nicht ins Gebäude eingestiegen.

An der Fronackerstrasse beschädigten die Einbrecher am Sonntag, gegen 1.50 Uhr mit einem Werkzeug eine doppelverglaste Türe und gelangte so ins Innere der Liegenschaft. Dort durchsuchte sie sämtliche Räume. Dabei wurde die Diebe vom Firmeninhaber gestört und flüchteten ins Freie.

Die Kantonspolizei St.Gallen leitete gemäss Mitteilung umgehend die Fahndung nach den Geflächteten ein. Bis Sonntagmittag war dieser allerdings kein Erfolg beschieden. Die Polizei setzte bei der Suche nach den Einbrechern auch mehrere Hundeführer der Stadtpolizei St.Gallen ein. Angaben zum Wert des Diebesgutes liegen noch keine vor. Es entstand Sachschaden. (kapo/chs)

Spannender Abstimmungskampf in Sicht: Stadt St.Gallen entscheidet am 15. Mai über längere Ladenöffnungszeiten

Wie lange soll an Wochentagen in St.Gallen eingekauft werden können? Und braucht's in Teilen der Stadt einen Sonntagsverkauf? Diese Fragen beantworten die städtischen Stimmberechtigten am 15. Mai.

Wie lange soll an Wochentagen in St.Gallen eingekauft werden können? Und braucht's in Teilen der Stadt einen Sonntagsverkauf? Diese Fragen beantworten die städtischen Stimmberechtigten am 15. Mai.

Bild: Ralph Ribi (2.12.2020)

Am 15. Mai, also in genau sechs Wochen, steht wieder ein Abstimmungstermin an. Dabei wird auch über eine städtische Vorlage entschieden, nämlich über eine Volksinitiative gegen längere Ladenöffnungszeiten. Der Abstimmungskampf dürfte spannend werden. Die Mehrheitsverhältnisse für und wider längere Öffnungszeiten sind nämlich knapp.

Eine nicht repräsentative Umfrage von «Tagblatt online» vom Februar zeigte, dass rund 45 Prozent der Befragten längere Ladenöffnungszeiten befürworten. Rund 47 Prozent sind dagegen. Acht Prozent zeigten sich in der «Tagblatt»-Umfrage noch unentschieden. Dieses Stimmungsbild lässt vermuten, dass der Abstimmungsentscheid knapp ausfallen könnte.

Viele Geschäfte haben - vor allem für den Samstag - auf die Lockerung der Ladenöffnungszeiten reagiert. Die neuen Möglichkeiten werden aber nicht voll ausgeschöpft.

Viele Geschäfte haben - vor allem für den Samstag - auf die Lockerung der Ladenöffnungszeiten reagiert. Die neuen Möglichkeiten werden aber nicht voll ausgeschöpft.

Bild: Reto Voneschen (5.6.2020)

Der aktuelle Streit um Ladenöffnungszeiten in der Stadt geht zurück auf Sommer 2020. Die Stadtregierung verlängerte damals überraschend die Öffnungszeiten in der Alt- und Teilen der westlichen Innenstadt wochentags bis 20 und am Samstag bis 18 Uhr. Zudem erlaubte er die Ladenöffnung am Sonntag. Damit wurde ein altes Anliegen eines Teils des Gewerbes erfüllt.

Gewerkschaftliche, linksgrüne und kirchliche Kreise reagierten mit einer Initiative, die die Lockerungen rückgängig machen will. Die Geschäftsprüfungskommission des Parlaments reagierte mit einem Gegenvorschlag, der nur den Sonntagsverkauf wieder abschaffen will. Gegen den Widerstand des Stadtrats hiess das Parlament mehrheitlich diesen Gegenvorschlag gut.

Der Tourismusperimeter in der St.Galler Alt- und Teilen der westlichen Innenstadt, in dem die Lockerung der Ladenöffnungszeiten gilt.

Der Tourismusperimeter in der St.Galler Alt- und Teilen der westlichen Innenstadt, in dem die Lockerung der Ladenöffnungszeiten gilt.

Da eine Mehrheit des Initiativkomitees am eigenen Vorschlag festhalten wollte, kommen am 15. Mai Initiative und Gegenvorschlag zur Abstimmung. Die städtischen Stimmberechtigten müssen gleich drei Fragen beantworten: Nämlich ob sie Ja oder Nein zur Initiative und zum Gegenvorschlag sagen wollen und was obsiegen soll, wenn beides angenommen würde. (vre)

Staatsarchiv

Volk entscheidet über Neubau im Lachen-Quartier

Auch auf kantonaler Ebene wird am 15. Mai über eine Vorlage entschieden, die für die Stadt von Bedeutung ist. Es geht dabei um die Zusammenfassung des heute auf drei Standorte in der Stadt verteilten Staatsarchivs in einem Neubau im Westen der Stadt St.Gallen.

Auf das Areal in der Bildmitte soll das Staatsarchiv zu stehen kommen.

Auf das Areal in der Bildmitte soll das Staatsarchiv zu stehen kommen.

Bild: Michel Canonica (14.9.2017)

Beantragt ist in der Vorlage ein Gesamtkredit von 44,3 Millionen Franken. Bereits berücksichtigt sind in diesem Betrag die drei Millionen, die der Bund ans Vorhaben beisteuert. 36 Millionen werden die Umnutzung bestehender Bauten und die Neubauten fürs Archiv in der Waldau im Lachen-Quartier kosten.

Dazu kommen 8,3 Millionen Franken, die der Kanton maximal für die Verlegung des heutigen Campus der Ostschweizer Fachhochschule in der Waldau an einen neuen Standort beisteuert. Der Kantonsrat hat der Vorlage Anfang Dezember 2021 mit 107 Ja zugestimmt. Am 15. Mai nun hat das kantonale Stimmvolk das letzte Wort dazu. (vre)

SC Brühl schafft 2:2 unentschieden gegen Young Boys: Kronen holen einen hochverdienten Punkt im Wankdorf-Stadion

Gegen die zweite Mannschaft der Young Boys haben die Fussballer des SC Brühl am Samstag auswärts einen hochverdienten Punkt geholt. Sie standen gemäss Matchbericht von Henri Seitter dem Siegtor bedeutend näher als ihre Gegner, vergaben aber in ausgezeichneter Position einige klare Torchancen.

Nach einer konfusen Startphase waren die Brühler am Samstag gegen die U21 der Young Boys über weite Strecken die bessere Mannschaft.

Nach einer konfusen Startphase waren die Brühler am Samstag gegen die U21 der Young Boys über weite Strecken die bessere Mannschaft.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB (2.4.2022)

Die Kronen bewiesen in diesem Spiel nach einer konfusen Startphase Moral und hätten über die 90 Minuten gesehen drei Punkte verdient. Immerhin holten sie gegenüber Sion II und dem YF Juventus einen Punkt in der Tabelle auf. Bereits am Mittwoch, 20 Uhr, gastiert mit Chiasso ein weiteres Team aus der vorderen Tabellenhälfte im Paul-Grüninger-Stadion.

In den ersten zwanzig Minuten des Spiels gegen die U21 der Young Boys sah's am Samstag gar nicht nach einem Punktegewinn der Brühler aus. Die favorisierten Berner starteten bei grosser Kälte und Schneefall furios. Brühl-Trainer Denis Sonderegger hatte seine Mannschaft auf einigen Positionen umgestellt. Claudio Holenstein spielte am rechten Flügel und André Luis Neitzke rückte ins Mittelfeld vor.

Das 2:2-Unentschieden des SC Brühl gegen die Young Boys im Wankdorf-Stadion war hochverdient.

Das 2:2-Unentschieden des SC Brühl gegen die Young Boys im Wankdorf-Stadion war hochverdient.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB (2.4.2022)

Der erste Dämpfer folgte in der achten Minute: Mit einer schnellen Kombination erzielte Théo Golliard das verdiente 1:0 für die Young Boys. Zwei Chancen der Berner verfehlten das Ziel danach nur ganz knapp. Dann kamen die Brühler aber immer besser ins Spiel und begannen, ihre Gegner zu dominieren. Das setzte sich in der zweiten Halbzeit fort.

In der 47. Minute kam es in der Folge zum logischen 1:1-Ausgleich durch Rafhinha. Und Ajet Sejdija traf mit einem flachen Schuss in die weite Ecke zum 1:2. Die Führung hatte nicht allzu lange Bestand. Mit einer einstudierten Freistossvariante über vier Stationen erzielten die Berner ausgerechnet in einer Brühler Druckperiode den 2:2-Ausgleich. Bei diesem Stand blieb es bis zum Ende der Partie. (pd/ver)

Klimafonds-Initiative der SP kommt zustande

SP-Nationalrätin Claudia Friedl, SP-Kantonalpräsidentin Andrea Scheck, Juso-Vorstandsmitglied Chiara Gerster und SP-Kantonsrat Ruedi Blumer (von links) beim Sammelstart für die Klimafonds-Initiative in Rorschach.

SP-Nationalrätin Claudia Friedl, SP-Kantonalpräsidentin Andrea Scheck, Juso-Vorstandsmitglied Chiara Gerster und SP-Kantonsrat Ruedi Blumer (von links) beim Sammelstart für die Klimafonds-Initiative in Rorschach.

Bild: Andri Vöhringer (18.11.2021)

Im vergangenen November hat die SP des Kantons St.Gallen die Unterschriftensammlung für einen 100-Millionen-Klimafonds gestartet. Damit das Volksbegehren zustande kommt, wären 4'000 Unterschriften nötig gewesen. 5'200 hat die SP nun gesammelt, wie die Partei mitteilt. «Wir haben den ersten Schritt gemacht, um St.Gallen klimagerechter zu machen», sagt Andrea Scheck, SP Präsidentin des Kantons St.Gallen, am Parteitag vom Samstag in Flawil. (pd/elo)

Klimafonds

So sollen die 100 Millionen Franken verwendet werden

- Förderung von klimafreundlicheren Heizungen – möglichst alle Öl- und Gasheizungen sollen ersetzt werden.
- Förderung von klimafreundlicheren Heizungen: möglichst alle Öl- und Gasheizungen sollen ersetzt werden.
- Energetische Sanierung von Gebäudehüllen.
- Ausbau der Stromgewinnung durch erneuerbare Energien wie Fotovoltaik, Windkraft und Biomasse.
- Weitere gezielte Massnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs. (pd/elo)

Brühler Handballerinnen mit Verletzungspech: Katarina Simova fällt ein halbes Jahr aus

Es ist eine Hiobsbotschaft für den LC Brühl Handball: Das erste Team der St.Gallerinnen muss mehrere Monate auf Katarina Simova verzichten. Die Aufbauerin laboriert an einer Schulterverletzung, die operiert werden muss. Bereits seit einigen Wochen fehlte Simova dem LCB wegen dieser Schulterprobleme. Eine intensive Untersuchung hat nun Gewissheit gebracht.

Wegen einer Schulteroperation fällt Katarina Simova bei den Handballerinnen des LC Brühl für mindestens ein halbes Jahr aus.

Wegen einer Schulteroperation fällt Katarina Simova bei den Handballerinnen des LC Brühl für mindestens ein halbes Jahr aus.

Bild: LC Brühl

Die 20-jährige wird sich Mitte April an der linken Schulter operieren lassen. Sie fällt in Folge für mindestens sechs Monate aus. Die linke Rückraumspielerin fehlt den Brühlerinnen damit sowohl für den Rest der laufenden Spielzeit wie auch für den Start in die nächste Saison. (pd/vre)

Mit Wegweiser zusammengestossen und weitergefahren: Kantonspolizei sucht Zeugen

Nicht nur in St.Gallen (folgende Meldung) hat am Freitag eine Autofahrerin einen auf einer Verkehrsinsel stehenden Wegweiser ins Visier genommen, auch in Arnegg hat jemand am Freitag einen solchen Wegweiser umgefahren. Im zweiten Fall hat sich der Autolenker allerdings vom Unfallort entfernt, ohne sich um den angerichteten Sachschaden zu kümmern. Die Kantonspolizei sucht jetzt Zeugen.

Die Kantonspolizei sucht den Autofahrer oder die Autofahrerin, der oder die am Freitag in Arnegg diesen Wegweiser aufs Korn genommen hat.

Die Kantonspolizei sucht den Autofahrer oder die Autofahrerin, der oder die am Freitag in Arnegg diesen Wegweiser aufs Korn genommen hat.

Bild: Kantonspolizei SG (1.4.2022)

Zum Zwischenfall bei der Verzweigung der Weidegg- in die Bischofszellerstrasse in Arnegg ist es am Freitag , kurz nach 20 Uhr, gekommen. Ein Autolenker oder eine Autolenkerin hat den hier auf einer Verkehrsinsel stehenden Wegweiser gerammt und umgelegt. Danach fuhr er oder sie weiter, ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern. Das in den Unfall verwickelte Auto ist gemäss Mitteilung schwarz mit Thurgauer Kontrollschildern, allenfalls ist es ein Volvo.

Die Kantonspolizei St.Gallen sucht jetzt Personen, die den Unfall beobachtet haben und Angaben zum Unfallhergang oder auch zum geflüchteten Fahrzeug machen können. Zeuginnen und Zeugen werden in der Mitteilung vom Samstag gebeten, sich unter 058'229'81'00 beim Polizeistützpunkt Oberbüren zu melden. (kapo/vre)

Statt abgebogen mit einer Verkehrsinsel kollidiert – grosser Schaden

Eine Autofahrerin kollidierte auf der Verzweigung Linden- und Steinachstrasse mit einer Verkehrsinsel und einem Wegweiser.

Eine Autofahrerin kollidierte auf der Verzweigung Linden- und Steinachstrasse mit einer Verkehrsinsel und einem Wegweiser.

Bild: Stadtpolizei SG (1.4.2022)

Am Freitag ist es in St.Gallen auf der Verzweigung Linden- und Steinachstrasse zu einem spektakulären Selbstunfall gekommen. Verletzt wurde dabei nach Angaben der Stadtpolizei niemand, es entstand jedoch grosser Sachschaden.

Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Bild: Stadtpolizei SG (1.4.2022)

Am Freitag, 11 Uhr, lenkte eine 57-jährige Frau ihr Auto von der Lindenstrasse herkommend in Richtung Steinachstrasse. Beim «Stopp» vor der Verzweigung hielt die Frau an. Als die 57-Jährige anschliessend links auf die Steinachstrasse abbiegen wollte, kollidierte sie gemäss Mitteilung mit einer Verkehrsinsel und dem sich darauf befindenden Wegweiser. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. (stapo/chs)

Brühler Handballerinnen wollen den zweiten Tabellenplatz erobern: Am Sonntag muss in Nottwil ein Sieg her

Am Sonntag steht für die erste Frauenmannschaft des LC Brühl Handball bereits das nächste Spiel in der Finalrunde der obersten Liga des Schweizer Frauenhandball auf dem Programm. Die St.Gallerinnen gastieren ab 19 Uhr bei den Spono Eagles in Nottwil. Dabei haben sie die Chance, die Innerschweizerinnen vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen.

Am Sonntag können die Handballerinnen des LC Brühl mit einem Sieg über Nottwil auf den zweiten Tabellenplatz vorrücken.

Am Sonntag können die Handballerinnen des LC Brühl mit einem Sieg über Nottwil auf den zweiten Tabellenplatz vorrücken.

Bild: Foto Wagner/LCB

Die Stimmungslage bei den drei Teams, die derzeit an der Tabellenspitze um einen der beiden Playoff-Finalplätze kämpfen ist höchst unterschiedlich. Während die Titelverteidigerinnen von Zug momentan auf einer Erfolgswelle schwimmen, sind die Verfolgerinnen aus Nottwil und Brühl angeschlagen.

Die Brühlerinnen warten seit drei Ligaspielen auf einen Sieg und sammelten dabei nur einen Punkt. Spono gewann nur eine der letzten sechs Partien und verlor zudem am vergangenen Wochenende gegen Yellow Winterthur, die abgeschlagen Vierter sind. In den bisherigen Duellen zwischen den Brühlerinnen und Nottwilerinnen gewannen beide Teams je einmal, zweimal gab’s ein Unentschieden. (pd/vre)

Frauenhandball

Brühlerinnen mischen vorne mit

Die erste Frauenmannschaft des LC Brühl ist eines der erfolgreichsten Teams im Schweizer Frauenhandball. Im Cup sind die Brühlerinnen zwar im Halbfinal ausgeschieden, in der Meisterschaft der Premium League mischen sie auch in der Saison 2021/22 an der Tabellenspitze mit. Aktuell liegen sie auf Platz drei mit zwei Punkten Abstand hinter den Tabellenzweiten von den Spono Eagles aus Nottwil. Auf dem ersten Platz liegt der LK Zug mit vier Punkten Vorsprung auf die Brühlerinnen.

In der obersten Liga des Schweizer Frauenhandballs bestreiten die Teams auf den Rängen 1 bis 4 eine Vierfach-Finalrunde. Sie ist derzeit im Gang. Punkte und Tore der Hauptrunde werden in die Finalrunde übernommen. Die Mannschaften auf den Rängen 1 und 2 der Finalrunde spielen dann ein Playoff «Best of five». Die Siegerinnen holen sich den Schweizer Meistertitel im Frauenhandball. (pd/vre)

Kanton St.Gallen erwartet eine weitere Flüchtlingswelle aus der Ukraine: Behörden raten von Direktaufnahme durch Private ab

Der Kanton St.Gallen ruft in einer Mitteilung all jene, die Flüchtlingen aus der Ukraine helfen wollen, dazu auf, solche Angebot konsequent den Gemeinden zu melden. Von der direkten Aufnahme von Personen rät der Kanton ausdrücklich ab: Dies führe regelmässig zu Unklarheiten, weil oft nicht abgeklärt worden sei, welche Bedürfnisse die Geflüchteten hätten.

Der Kanton St.Gallen erwartet für die nächste Zeit eine weitere Flüchtlingswelle aus der Ukraine.

Der Kanton St.Gallen erwartet für die nächste Zeit eine weitere Flüchtlingswelle aus der Ukraine.

Bild: Michel Canonica (Teufen, 10.3.2022)

«Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht», hält der Kanton St.Gallen in seiner Mitteilung vom Freitag mit Blick auf Hilfeleistungen Privater für Flüchtlinge aus der Ukraine fest. Er rät davon ab, Hilfsangebote über die sozialen Medien zu machen und ukrainische Flüchtlinge selber in die Schweiz zu bringen. Das führe rasch zu Unsicherheiten über Betreuung, Finanzierung oder Unterbringung.

Hilfsangebote sollen gemäss Kanton konsequent bei den Gemeinden angemeldet werden. Nur so sei sichergestellt, dass die Geflüchteten zum Schutzstatus «S» und zu Unterstützung gelangten. Wer selber Unterstützungsangebote habe oder ganze freie Wohnungen und Häuser für Geflüchtete zur Verfügung stellen wolle, solle sich ausschliesslich bei der Wohngemeinde melden.

In den nächsten Wochen werden weitere Kriegsflüchtlinge eine Unterkunft benötigen. Angebote dafür sollen nicht als Einzelaktion, sondern konsequent über die Wohngemeinde gemacht werden.

In den nächsten Wochen werden weitere Kriegsflüchtlinge eine Unterkunft benötigen. Angebote dafür sollen nicht als Einzelaktion, sondern konsequent über die Wohngemeinde gemacht werden.

Bild: Michel Canonica (Teufen, 10.3.2022)

Dieses Vorgehen sei wichtig, weil in den kommenden Wochen Tausende weitere Geflüchtete in die Schweiz kommen würden, schreibt der Kanton. Die Gemeinden müssten dann innert kürzester Zeit viele Geflüchtete unterbringen. Sie seien daher darauf angewiesen, auch private Unterkunftsmöglichkeiten zu kennen.

Wichtig ist gemäss den Behörden auch, dass sich Kriegsflüchtlinge unverzüglich nach ihrer Einreise beim Bundesasylzentrum melden, sich registrieren lassen und den Schutzstatus «S» beantragen. Damit ist sichergestellt, dass sie den Schweizer Behörden bekannt sind, Sozialhilfe erhalten oder eine Arbeit aufnehmen können und die Krankenversicherung gewährleistet ist. (SK/vre)

Kriegsflüchtlinge

So funktioniert die Aufnahme in die Schweiz

Kommt eine geflüchtete Person aus der Ukraine in der Schweiz an, sollte sie sich so schnell wie möglich bei einem Bundesasylzentrum melden, wie der Kanton St.Gallen am Freitag in einer Mitteilung schreibt. In der Ostschweiz liegt dieses in Altstätten.

Im Zentrum wird die Person durch das Staatssekretariat für Migration (SEM) willkommen geheissen und ihr Antrag für den Schutzstatus S geprüft. Bei positiver Prüfung wird die Person durch das SEM einem Kanton zur Zuteilung in eine Gemeinde zugewiesen.

Im Zentrum wird die Person durch das Staatssekretariat für Migration (SEM) willkommen geheissen und ihr Antrag für den Schutzstatus S geprüft. Bei positiver Prüfung wird die Person durch das SEM einem Kanton zur Zuteilung in eine Gemeinde zugewiesen.

Im Kanton St.Gallen ist der Trägerverein Integrationsprojekte St.Gallen im Auftrag der 77 Gemeinden für die Zuteilung der Flüchtlinge an eine Gemeinde zuständig. Wird die Person einer Gemeinde zugewiesen, sucht diese für die Person eine geeignete Unterkunft und übernimmt die Betreuung. (SK/vre)

Nach Osterkrawallen vor einem Jahr noch wichtiger: Städtische Stellen wollen gemeinsam Sicherheitsempfinden im öffentlichen Raum stärken

Der öffentliche Raum in St.Gallen hat 2021 einige heikle Situationen gesehen. Sie fliessen gemäss Mitteilung der Stadt vom Freitag in die aktuelle Jahresplanung der Stellen ein, die in St.Gallen ein ungestörtes soziales Leben im öffentlichen Raum sicherstellen sollen. Es sind dies die Stadtpolizei, die Stiftung Suchthilfe und die Dienststelle «Kinder, Jugend, Familie». Sie arbeiten seit Jahren zusammen.

Am 2. April 2021 kam es in St.Gallen zu heftigen Ausschreitungen. Auch aus diesen Osterkrawallen haben jene Stellen Lehren gezogen, die für das soziale Leben im öffentlichen Raum zuständig sind.

Am 2. April 2021 kam es in St.Gallen zu heftigen Ausschreitungen. Auch aus diesen Osterkrawallen haben jene Stellen Lehren gezogen, die für das soziale Leben im öffentlichen Raum zuständig sind.

Bild: Sandro Büchler (2.4.2022)

Sicher einmalig waren die Osterkrawalle vor exakt einem Jahr. Auslöser für die heftigen Ausschreitungen war am 26. März 2021 die Auflösung einer illegalen Party auf Drei Weieren. Am Freitag darauf, dem 2. April 2021, wiederholten sich die Krawalle. Am Ostersonntag, 4. April 2021, konnte die Polizei mit einer konsequenten Wegweisungsstrategie die Gewaltspirale durchbrechen.

Zu reden gab vor den Sommerferien 2021 auch das «Bermudadreieck» in der nordwestlichen Altstadt: Auslöser des Ärgers waren hier die üblichen Lärmprobleme sowie eine massive Abfalllawine nach Ausgehnächten. Ebenfalls eine Belastungsprobe stellten die teils schweren Gewalttaten in der Ausgehszene vom Herbst dar.

St.Gallen ist bezüglich Nachtleben eine Zentrumsstadt. Die Angebote ziehen junge Leute aus der ganzen Region an. Was die Aufgabe, die Sicherheit im öffentlichen Raum zu gewährleisten, anspruchsvoll macht.

St.Gallen ist bezüglich Nachtleben eine Zentrumsstadt. Die Angebote ziehen junge Leute aus der ganzen Region an. Was die Aufgabe, die Sicherheit im öffentlichen Raum zu gewährleisten, anspruchsvoll macht.

Bild: Michel Canonica

Solche Themen gehen die verantwortlichen Stellen in der Stadt gemeinsam an. Dank der institutionalisierten und erprobten Zusammenarbeit sei dies 2021 gut gelungen, hiess es am Donnerstagabend am Startanlass 2022 für die Zusammenarbeit im öffentlichen Raum. Dabei wurden gemäss Mitteilung auch die gemeinsamen Ziele fürs laufende Jahr präsentiert.

Konflikte an bestimmten Orten sollen durch den Dialog zwischen Nutzungs- und Interessensgruppen entschärft werden. Polizeikontrollen sollen gewährleisten, dass es keine exklusive Nutzung einzelner Plätze durch bestimmte Personengruppen gibt. Zudem ist die Stadt bestrebt, kritische Orte mit gesunder Durchmischung und baulichen Massnahmen zu beleben, die Situation so zu entschärfen.

Jugendliche treffen sich an einem Freitagabend während der Coronapandemie im roten Bleicheli.

Jugendliche treffen sich an einem Freitagabend während der Coronapandemie im roten Bleicheli.

Bild: Benjamin Manser (5.2.2021)

Da jeder Ort in der Stadt wieder anders ist, werden auch für das laufende Jahr keine allgemeingültigen Massnahmen getroffen. Polizei, Suchthilfe und «Kinder, Jugendliche, Familie» beurteilten jede Situation individuell, schreibt die Stadt. Dabei soll es Spielraum für auf die Situation angepasste Gegenmassnahmen und gezielte Einsatzmöglichkeiten der beteiligten Stellen geben. (sk/vre)

Ab jetzt findet auf dem Marktplatz wieder der Bauernmarkt statt: Saisonstart im Schneetreiben

Der St.Galler Bauernmarkt startete seine diesjährige Saison am Freitag bei nasskaltem Wetter und zeitweise im Schneetreiben.

Der St.Galler Bauernmarkt startete seine diesjährige Saison am Freitag bei nasskaltem Wetter und zeitweise im Schneetreiben.

Bild: Reto Voneschen (1.4.2022)

Seit er im Herbst 1991 erstmals durchgeführt wurde, hat der St.Galler Bauernmarkt eine treue Fangemeinde. Das hat sich wieder einmal am Freitagvormittag gezeigt: Trotz garstigem Wetter war der Andrang beim diesjährigen Saisonstart gross. Ab jetzt bis in den November hinein findet der Bauernmarkt wieder jeden Freitag, 7 bis 13 Uhr, auf dem Marktplatz statt.

Grösstenteils ist gemäss Bauernmarktpräsident Rolf Bischofberger «alles wie gehabt». Es sind weiterhin zehn Anbieterinnen und Anbieter zur Hauptsache mit Gemüse, Obst, Beeren, Fleisch, Käse, Brot und Blumen präsent. Viele Stammkundinnen und Stammkunden erledigen bei ihnen auf dem Freitagsmarkt jeweils ihren Wocheneinkauf.

Die Blumenfrau aus Untereggen ist wieder da: Anita Troxler bietet seit Jahren auf dem Bauernmarkt ein grosses Sortiment selber gezogener Blumen an. Derzeit sind das vor allem Tulpen.

Die Blumenfrau aus Untereggen ist wieder da: Anita Troxler bietet seit Jahren auf dem Bauernmarkt ein grosses Sortiment selber gezogener Blumen an. Derzeit sind das vor allem Tulpen.

Bild: Reto Voneschen (1.4.2022)

Erstmals seit über zwei Jahren findet der Bauernmarkt wieder ohne Coronaeinschränkungen statt. Während der Pandemie musste der Markt zeitweise aussetzen. Später mussten dann die Stände weiter auseinander stehen. Die Stadt St.Gallen hat dafür mehr Platz zur Verfügung gestellt. Nun ist dies nicht mehr nötig. Das hat Auswirkungen auf die Verteilung der Stände über den Platz.

Ein Relikt der Coronapandemie findet sich vereinzelt noch: Statt auf der ganzen Standbreite anstehen zu können, leiten einzelne Anbieterinnen und Anbieter die Kundschaft weiterhin von einer Seite her am Stand vorbei. Kundinnen und Kunden sind geteilter Meinung ob das Sinn macht. Einer, der nur ab und zu auf den Markt kommt, hält das für überflüssig, weil «eine schlechte Erinnerung an eine mühsame Zeit».

Der Bauernmarkt unterliegt erstmals seit über zwei Jahren keinen Coronaeinschränkungen mehr. Einzelne Stände halten aus praktischen Gründen am Anstehsystem aus der Coronazeit fest.

Der Bauernmarkt unterliegt erstmals seit über zwei Jahren keinen Coronaeinschränkungen mehr. Einzelne Stände halten aus praktischen Gründen am Anstehsystem aus der Coronazeit fest.

Bild: Reto Voneschen (1.4.2022)

Kundinnen vor einem Stand mit der «Durchleitungsregelung» hingegen finden das «Corona-Anstehmodell» toll: Auf einer Seite des Marktstandes bilde sich so eine klare Warteschlange. Man wisse jederzeit, wer dran komme. Lästige Drängerlinnen und Drängler hätten keine Chance - im Gegensatz zum üblichen System, bei dem man auf der ganzen Breite des Standes anstehe und sich einfach vordrängeln könne. (dh/vre)

Missbrauch in der katholischen Kirche: St.Galler Cityseelsorge will zuhören

Am Montag beginnt die Arbeit an einer Pilotstudie zu sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche Schweiz. Aus diesem Anlass lädt die Cityseelsorge St.Gallen auf kommenden Donnerstag ein, einer von solchem Missbrauch Betroffenen zuzuhören und danach über das heikle Thema zu diskutieren.

Bussfeier für Opfer sexueller Übergriffe in Sion.

Bussfeier für Opfer sexueller Übergriffe in Sion.

Bild: Olivier Maire/ KEY
(5.12.2016)

Christlicher Glaube stehe für Achtsamkeit im Umgang miteinander. Dass Missbrauch durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirche stattfinde, sei ungeheuerlich, heisst es in der Einladung zum öffentlichen Anlass. Die kürzlich publizierte Münchner Studie zum sexuellen Missbrauch in der Kirche zeige, dass das System «Katholische Kirche» zutiefst anfällig für Machtmissbrauch sei.

Der öffentliche Anlass der Cityseelsorge findet am Donnerstag, 7. April, 19 Uhr, im Jakobssaal des Restaurants «Netts Schützengarten» an der St.-Jakob-Strasse 35 in St.Gallen statt. Am Abend erzählt Vreni Peterer ihre Geschichte und weshalb es für sie wichtig ist, dass die Kirche aus der Vergangenheit lernt. Moderiert wird der Abend von Cityseelsorger Matthias Wenk. Für die Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich. (pd/vre)

Die Solar-Allmend auf der Eishalle Lerchenfeld ist ausverkauft: Stadtwerke wollen weitere Fotovoltaikanlagen zugänglich machen

Nach rund zweieinhalb Jahren sind alle Solarstrom-Einheiten auf dem Dach der Eishalle Lerchenfeld verkauft. Die St.Galler Stadtwerke freuen sich in einer Mitteilung vom Freitag über diesen Erfolg. Es werde bereits daran gearbeitet, Kundinnen und Kunden die Beteiligung an weiteren Fotovoltaikanlagen zu ermöglichen.

Seit September 2019 haben 1’160 Kundinnen und Kunden der Stadtwerke in eine oder mehrere der 3333 Solarstrom-Einheiten auf dem Dach der Eishalle Lerchenfeld zu investieren. Das Bestellportal im Internet ist daher geschlossen; reaktiviert wird es erst wieder, wenn eine grösserer Zahl von Solarstrom-Einheiten abgegeben werden können.

Die Solarstrom-Einheiten auf dem Dach der Eishalle Lerchenfeld konnten von Privaten gekauft werden. Jetzt ist sie ausverkauft.

Die Solarstrom-Einheiten auf dem Dach der Eishalle Lerchenfeld konnten von Privaten gekauft werden. Jetzt ist sie ausverkauft.

Bild: Stadtwerke SG

Die Anlage auf dem Dach der Eishalle ist die erste, die lokal produzierten Solarstrom an die sogenannte «St.Galler Solar Community» liefert. Pro Jahr produziert sie etwa 350’000 Kilowattstunden, was dem Strombedarf von 90 durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalten entspricht. Eine Einheit liefert jährlich 100 Kilowattstunden Solarstrom. Dies bis sie 20 Jahre alt ist.

Längerfristig planen die St.Galler Stadtwerke, neue Anlagen ins Portfolio der «St.Galler Solar Community» aufzunehmen. Abklärungen dazu laufen gemäss Mitteilung. Das Angebot der Community richtet sich in erster Linie an Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt, die über kein eigenes Dach für den Bau einer Fotovoltaikanlage verfügen. (sk/vre)

Bauarbeiten bei den Appenzeller Bahnen: In den Sommerferien ist die Bahnlinie zwischen Teufen und Gais unterbrochen

Am Montag starten die Appenzeller Bahnen (AB) mit den Bauarbeiten an der neuen Kreuzungsstelle Eggli zwischen Bühler und Gais. Sie dient der Fahrplanstabilität und ermöglicht gemäss Mitteilung der Bahn eine Reisezeitreduktion des Schnellzuges zwischen Appenzell und St.Gallen. Auf der Kantonsstrasse Bühler-Gais kann es während den Arbeiten zeitweise zum Einsatz eines Lichtsignals kommen.

Ein Zug der Appenzeller Bahnen im Bereich der künftigen Kreuzungsstelle Eggli.

Ein Zug der Appenzeller Bahnen im Bereich der künftigen Kreuzungsstelle Eggli.

Bild: Schällibaum AG/PD

Gebaut wird an der Kreuzungsstelle Eggli bis Ende November. Das Trassee des Gleises wird im gesamten Bereich neu erstellt. Diese Arbeiten können bei laufendem Bahnbetrieb ausgeführt werden. In den Sommerferien muss die Bahnlinie zwischen Teufen und Gais aber für Arbeiten am Ober- und Unterbau vollständig gesperrt werden. (pd/vre)

Elisabeth Reisp wechselt per sofort zur St.Galler Kommunikationsagentur «Alea iacta»

Elisabeth Reisp stösst ab sofort zum Team von «Alea iacta». Sie wird gemäss Mitteilung vom Freitag bei der St.Galler Kommunikationsagentur als Beraterin tätig sein. Bis Ende März leitete die 39-jährige Thurgauerin im Rahmen einer Vertretung die interne Kommunikation der Helvetia-Gruppe.

Elisabeth Reisp ist neu als Beraterin bei der Kommunikationsagentur «Alea iacta» tätig.

Elisabeth Reisp ist neu als Beraterin bei der Kommunikationsagentur «Alea iacta» tätig.

Bild: PD

Von 2018 bis 2021 war Elisabeth Reisp Leiterin Kommunikation im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen. Zuvor schrieb sie während rund zehn Jahren als Reporterin und Redaktorin für die Stadtredaktion des «St.Galler Tagblatt», für die «Ostschweiz am Sonntag» und die Redaktion Frauenfeld der «Thurgauer Zeitung».

Die Kommunikationsagentur «Alea iacta» besteht aus vier Unternehmen: der «Alea iacta AG», der «Alea iacta PR & Consulting GmbH», der «Schalter & Walter GmbH» sowie der «Klub der guten Seiten GmbH». Das Gesamtunternehmen beschäftigt derzeit gemäss Mitteilung vom Freitag 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (pd/vre)

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 474 Neuansteckungen am Donnerstag - So wenig neue Fälle wie schon lange nicht mehr

Der Kanton meldet auf seiner Website für Donnerstag nur noch 474 (Mo: 737, Di: 918, Mi: 722) neue laborbestätigte Coronafälle. Seit März 2020 haben sich damit insgesamt 207’160 Personen im Sanktgallischen mit dem Coronavirus infiziert. Am Donnerstag wurde wieder kein Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der St.Galler Coronatoten steht bei 855.

Auch das ist vorläufig Geschichte: Mit dem Ende der besonderen Lage fällt heute Freitag auch die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr weg.

Auch das ist vorläufig Geschichte: Mit dem Ende der besonderen Lage fällt heute Freitag auch die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr weg.

Bild: Sandro Büchler (5.1.2022)

Stabil blieb von Mittwoch auf Donnerstag die Zahl der Hospitalisationen wegen einer SARS-CoV2-Infektion: Am Donnerstagabend lagen 46 (So: 61, Mo: 57, Di: 56, Mi: 46) Patientinnen und Patienten deswegen in St.Galler Spitälern. Davon befinden sich fünf auf einer Intensivstation, drei davon mit künstlicher Beatmung.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Donnerstag, 31. März 2022, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Donnerstag, 31. März 2022, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstagabend im Kanton St.Gallen bei 809 (So: 1'303, Mo: 1'051, Di: 970, Mi: 900). Die 14-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 2'317 (So: 3'297, Mo: 2'937, Di: 2'725, Mi: 2'523). Auch diese Werte zeigen immer noch nach unten. Die Inzidenz bezeichnet die Zahl neuer Coronafälle innert sieben und 14 Tagen der Vergleichbarkeit wegen hochgerechnet auf 100’000 Einwohner. (SK/vre)

Der Winter ist zurück: Wenn der Schnee die Magnolienblüten bedroht

Momentaufnahme. Wenn der Schnee der Pracht der eben aufgeblühten Magnolie ein vorzeitiges Ende zu bereiten droht, ist Erfindungsreichtum gefragt. Im Lachen-Quartier zeigt einer, wie das geht: Er schützt seine Blütenpracht mit dem Sonnenschirm. Wohl in der Hoffnung, dass der Schnee sich doch nicht lange halten kann.

Momentaufnahme. Wenn der Schnee der Pracht der eben aufgeblühten Magnolie ein vorzeitiges Ende zu bereiten droht, ist Erfindungsreichtum gefragt. Im Lachen-Quartier zeigt einer, wie das geht: Er schützt seine Blütenpracht mit dem Sonnenschirm. Wohl in der Hoffnung, dass der Schnee sich doch nicht lange halten kann.

Bild: Reto Voneschen (1.4.2022)

Brühl spielt am Samstag im legendären Wankdorf-Stadion: Die zweite Mannschaft der Young Boys wird ein harter Brocken

Das nächste Spiel in der Meisterschaft der Promotion League führt die Fussballer des SC Brühl am Samstag, 17 Uhr, ins legendäre Wankdorf-Stadion nach Bern. Dort treffen sie auf die zweite Mannschaft der Young Boys, an die sie schlechte Erinnerungen haben. Im Oktober empfingen die Zweitletzten von Brühl bei sich zu Hause die letztplatzierten Berner - und verloren sang- und klanglos. Seither haben sich die Berner ins vordere Mittelfeld gekämpft, Brühl blieb am Tabellenende kleben.

Vergangenen Oktober war die U21 der Young Boys im legendären Paul-Grüninger-Stadion in St.Gallen zu Gast (Bild). Am Samstag stattet ihnen Brühl im legendären Wankdorf-Stadion den Gegenbesuch ab.

Vergangenen Oktober war die U21 der Young Boys im legendären Paul-Grüninger-Stadion in St.Gallen zu Gast (Bild). Am Samstag stattet ihnen Brühl im legendären Wankdorf-Stadion den Gegenbesuch ab.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB

Auch in der Frühlingsrunde hat der SC Brühl jetzt noch nicht wirklich «in die Gänge» gefunden. Einem Sieg und zwei Unentschieden stehen drei Niederlagen gegenüber. Zwar hat sich Brühl gegenüber dem Herbst dank einer punktuellen personellen Verstärkung gesteigert, was sich auch im Torverhältnis von 9:9 zeigt. Aber zu häufig fehlt immer noch das letzte Quäntchen, um aus einer Niederlage ein Unentschieden oder aus einem Unentschieden einen Sieg zu machen.

So hat man sich bei Brühl bereits an den Gedanken gewöhnt, nach dem Ende der laufenden Vorrunde in der Abstiegsrunde der letzten vier zu landen. Bis dahin sind noch sechs Partien zu spielen, und jeder Punkt, den man jetzt noch aufs Konto bekommt, wird in den Kampf gegen den Abstieg mitgenommen. Ob's gegen die jungen Berner am Samstag für Punkte reicht, ist offen. Beim SC Brühl fehlen bei diesem Spiel die Stürmer Petar Pavlovic und Angelo Campos, die beide eine Gelbsperre absitzen müssen. (fm/vre)

Gastkanton an der Olma ist diesen Herbst Graubünden: Eine Messe auch im Zeichen des Steinbocks

Erstmals seit 2003 ist diesen Herbst Graubünden Ehrengast an der Olma. Der Kanton will sich vom 13. bis 23. Oktober in St.Gallen als «traditionsverbundener und moderner Tourismus-, Bildungs-, Kultur und Landwirtschaftskanton» präsentieren. Neben diesen bekannten Aspekten will sich Graubünden aber auch als attraktiver Wirtschafts- und Wohnstandort profilieren.

Eine Visualisierung der Sonderschau des Kantons Graubünden an der diesjährigen Olma.

Eine Visualisierung der Sonderschau des Kantons Graubünden an der diesjährigen Olma.

Illustration: Kanton GR

Der Olma-Gastauftritt steht unter dem Motto «aifach gspunna!». Dieses soll gemäss Mitteilung «die Vielseitigkeit und Einzigartigkeit des Bergkantons» zum Ausdruck bringen. Das Motto werde sich wie ein roter Faden durch den Gastauftritt ziehen. Dieser solle bei Besucherinnen und Besuchern einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Als Gastkanton gestaltet Graubünden die diesjährige Olma-Eröffnungsfeier, den «Tag des Gastkantons» mit dem traditionellen Umzug durch die St.Galler Innenstadt mit rund 700 Mitwirkenden sowie zahlreiche Tierpräsentationen. Geplant ist weiter eine Sonderschau innerhalb der mit rund 350’000 Besucherinnen und Besuchern grössten Publikumsmesse der Schweiz. (pd/vre)

Shopping-Arena nimmt E-Tankstelle in Betrieb: Mehr Ladestationen hat derzeit niemand in der Schweiz

Am Mittwoch hat die Shopping-Arena in ihrer Parkgarage unter dem St.Galler Fussballstadion eine E-Tankstelle mit 56 Ladestationen für Autos in Betrieb genommen. Zur Verfügung stehen hier damit mehr «Tankmöglichkeiten» für Elektroautos als am Flughafen Zürich-Kloten, wie die Shopping-Arena nicht ohne Stolz in einer Mitteilung feststellt.

Die neue E-Tankstelle in der Parkgarage unter der Shopping-Arena und dem Möbelhaus Ikea in Winkeln.

Die neue E-Tankstelle in der Parkgarage unter der Shopping-Arena und dem Möbelhaus Ikea in Winkeln.

Bild: PD

Unter der Shopping-Arena und dem Möbelhaus Ikea stehen insgesamt 40 Ladestationen von Plug’n’Roll sowie 16 Supercharger-Stationen von Tesla zur Verfügung. Das sei derzeit die grösste Lade-Infrastruktur ihrer Art in der gesamten Schweiz, heisst es in der Mitteilung. Sie wurde im Rahmen eines umfassenden Sanierungsprojektes für die Parkgarage erstellt. (pd/vre)

Stadtpolizei St.Gallen führt eine «Bike Police» ein: Neu patrouillieren Polizistinnen und Polizisten täglich mit dem E-Bike

Die Stadtpolizei St.Gallen führt ab April Patrouillen per E-Bike ein. Neu werden Polizistinnen und Polizisten täglich mit dem E-Bike unterwegs sein. Ein Pilotversuch hat gemäss Mitteilung 2021 gezeigt, dass das Zweirad eine «wertvolle Ergänzung zu den bestehenden Fortbewegungsmöglichkeiten der Stadtpolizei» ist.

Zwei Angehörige der neuen «Bike Police» der Stadtpolizei St.Gallen mit ihren speziell markierten E-Bikes.

Zwei Angehörige der neuen «Bike Police» der Stadtpolizei St.Gallen mit ihren speziell markierten E-Bikes.

Bild: Stadtpolizei SG

Für den Patrouillendienst hat die Stadtpolizei vier E-Bikes angeschafft und als polizeiliche Fahrzeuge – mit entsprechender Beschriftung – gekennzeichnet. 26 Polizistinnen und Polizisten wurden gemäss Mitteilung «für die Zusatzfunktion durch die Stadtpolizei Zürich ausgebildet, welche bereits mehrjährige Erfahrung im Umgang und Einsatz von E-Bikes hat».

Die neue «Bike Police» der Stadtpolizei wird ab April im täglichen Patrouillendienst mit den E-Bikes unterwegs sein. Sie kann für Aufgaben wie Verkehrs- und Personenkontrollen, Hilfeleistungen oder auch Interventionen eingesetzt werden. Vor allem im Stadtzentrum verspricht sich die Stadtpolizei gegenüber herkömmlichen Transportmitteln vom E-Bike-Einsatz Vorteile. (stapo/vre)

Am 30. April findet wieder ein Honky-Tonk-Festival statt – mit mehr Beizen und mehr Künstlern

Nach zwei pandemiebedingten Absagen findet das Honky-Tonk-Festival St.Gallen in diesem Jahr wieder statt. Die 22. Ausgabe ist für Samstag, 30. April, geplant. Daran beteiligen werden sich gemäss 29 Lokale sowei 40 Künstlerinnen und Künstler. Tickets für den Grossanlass sind ab sofort über den Ticketcorner.

Johnny Trouble spielt am 20 St.Galler Honky-Tonk-Festival 2018 im «Rock Story».

Johnny Trouble spielt am 20 St.Galler Honky-Tonk-Festival 2018 im «Rock Story».

Bild: Michel Canonica (28.4.2018)

Die Veranstalterinnen und Veranstalter freuten sich, dass es nach langer Unsicherheit und Vorbereitungszeit in diesem Jahr gleich sechs neue Konzertlokale geben wird. Es sind die Schutzengelkapelle am Klosterplatz, das Klosterbistro, die Focacceria an der Metzgergasse, Cocktailbar und Lounge Le Fumoir, die Werkstatt am Blumenmarkt und das die Baracca-Bar an der Teufener Strasse. (pd/vre)

Infos zum Honky-Tonk-Festival gibt's im Internet.

Die Militärmusik kommt

Das sieht man in der Stadt St.Gallen nicht jeden Tag: Am Mittwochabend marschierten Soldaten im Kampfanzug vom Müllertor her am Pic-o-Pello-Platz vorbei. Ausgerüstet war die Truppe mit Musikinstrumenten. Bei Passantinnen und Passanten stiess der Aufmarsch auf viel Interesse. Es handelte sich um die Militärmusik der Rekrutenschule 16-1/2022. Sie hatte nach Angaben einer VBS-Sprecherin einen Einsatz auf dem Klosterplatz. Dies bei der Fahnenrückgabe des Grenadier-Bataillons 23 am Ende des Wiederholungskurses.

Die Militärmusik der Rekrutenschule 16-1/2022 am Mittwochabend auf dem Weg zu ihrem Einsatz auf dem Klosterplatz.

Die Militärmusik der Rekrutenschule 16-1/2022 am Mittwochabend auf dem Weg zu ihrem Einsatz auf dem Klosterplatz.

Bild: Sandro Büchler (30.3.2022)

Demnächst wird in St.Gallen übrigens wieder Militärmusik zu hören sein. Am Sonntag, 10. April, 17 Uhr, gibt nämlich das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel in der Tonhalle ein Galakonzert. Türöffnung ist um 16.15 Uhr. Der Eintritt zum Konzert ist gratis. Das Symphonische Blasorchester Schweizer Armeespiel ist derzeit eines der international gefragtesten Blasorchester. Darin leisten Schweizer Spitzenmusiker ihren Militärdienst. (pd/vre)

Infos zum Galakonzert des Armeespiels am 10. April in St.Gallen gibt’s im Internet.

Führung im Historischen und Völkerkundemuseum: Weltkulturen im St.Galler Stadtpark

Diesen Sonntag, 11 Uhr, bietet das Historische und Völkerkundemuseum St.Gallen eine Führung unter dem Titel «Weltkulturen im Stadtpark» an. Im Mittelpunkt des Anlasses steht einerseits das Museum und seine Ausstellungsstücke aus aller Welt, anderseits die erste Globalisierung der Stadt St.Gallen während der Stickerei-Hochblüte ab Ende des 19. Jahrhunderts bis zum ersten Weltkrieg.

Das Historische und Völkerkundemuseum verfügt über viele Exponate, die die Beziehungen der Stadt St.Gallen zur Welt dokumentieren.

Das Historische und Völkerkundemuseum verfügt über viele Exponate, die die Beziehungen der Stadt St.Gallen zur Welt dokumentieren.

Bild: HVM (25.3.2021)

Im Stickerei-Boom erlebte St.Gallen um 1900 eine erste Form von Globalisierung. St.Gallen war über die Stickerei-Exporte eine weltweit vernetzte Stadt, in der viel «weite Welt» zusammenkam: Menschen, Tiere und Pflanzen, Informationen, Geschichten und Bilder, Waren und Kunstgegenstände. Historiker Peter Müller bietet auf seiner Führung Einblicke in dieses spannende Thema. Er zeigt, wie diese «globale» Welt Eingang in den Alltag fand, und fragt, wie die St.Gallerinnen und St.Galler mit dieser Horizonterweiterung umgingen. (pd/vre)

Gut Essen und gleichzeitig etwas Gutes tun: Team des «Jägerhof» kocht am freien Sonntag zugunsten der Ukraine

Auch das Restaurant Jägerhof in St.Gallen will etwas für die Opfer des Ukrainekriegs tun. Deshalb ist das Lokal ausnahmsweise am 10. April ab 11.30 Uhr auch an einem Sonntag geöffnet. Gekocht wird durch Agron Lleshi und seine Crew ein Fünf-Gang-Menü. Apéro, Wein und Mineralwasser zum Essen wie auch der Kaffee sind im Preis inbegriffen.

Am 10. April wird im «Jägerhof» in St.Gallen zugunsten der humanitären Hilfe für die Kriegsopfer in der Ukraine gekocht.

Am 10. April wird im «Jägerhof» in St.Gallen zugunsten der humanitären Hilfe für die Kriegsopfer in der Ukraine gekocht.

Screenshot: Facebook

Der Fünf-Gänger kostet 290 Franken pro Person. Bezahlt wird an diesem Tag bar, damit das Geld direkt im Spendentopf landen kann. Der ganze Betrag, der so zusammenkommt, wird gemäss Facebook-Eintrag des «Jägerhof» dem Schweizerischen Roten Kreuz für seine humanitäre Arbeit zugunsten der Bevölkerung in der Ukraine gespendet. Einen Tisch reservieren kann man per E-Mail. (pd/vre)

Verschiebung des Bahnhofs Bruggen wird konkret: Stadt und Kanton informieren kommende Woche

Vor zwei Jahren tönte es noch nach einer Schnapsidee. Jetzt könnte die Vision Wirklichkeit werden. Stadt und Kanton St.Gallen sowie die SBB-planen tatsächlich, den SBB-Bahnhof Bruggen nach Osten zu verschieben und mit dem SOB-Bahnhof Haggen zu verbinden. Damit könnte auf Stadtgebiet ein neuer Verkehrsknoten für den öffentlichen Verkehr geschaffen werden.

In diesen Bereich an der SBB-Bahnlinie (vorne) könnte der Bahnhof Bruggen verschoben werden. Hinten die SOB-Linie mit dem Bahnhof Haggen.

In diesen Bereich an der SBB-Bahnlinie (vorne) könnte der Bahnhof Bruggen verschoben werden. Hinten die SOB-Linie mit dem Bahnhof Haggen.

Bild: Michel Canonica (14.9.2017)

Am Donnerstag in einer Woche treten Regierungsrat Beat Tinner, Stadtrat Markus Buschor und Stadtplaner Florian Kessler vor die Medien. Sie informieren dabei über das geplante Vorhaben und die weiteren, dafür notwendigen Schritte. Gleichentags, 19 Uhr, findet im Feuerwehrdepot West an der Haggenstrasse 25 eine Informationsveranstaltung zu diesem Projekt für die Quartierbevölkerung statt. (sk/vre)

Dritte Röhre für den Rosenbergtunnel der Stadtautobahn: Kantone, Stadt St.Gallen und Teufen freuen sich über Bundesratsentscheid

Am Mittwoch hat der Bundesrat das Projekt für den Bau der dritten Autobahnröhre durch den Rosenberg genehmigt. In einer gemeinsamen Mitteilung begrüssen jetzt die Kantone St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden sowie die Stadt St.Gallen und die Gemeinde Teufen den Entscheid. Mit dem Bau der dritten Rosenbergröhre, so heisst es darin, schaffe der Bund die Voraussetzungen für den langfristigen Betrieb der Autobahn.

Der Bundesrat hat am Mittwoch grünes Licht für die dritte Tunnelröhre der Stadtautobahn durch den Rosenberg gegeben.

Der Bundesrat hat am Mittwoch grünes Licht für die dritte Tunnelröhre der Stadtautobahn durch den Rosenberg gegeben.

Bild: Tobias Garcia (9.2.2022)

Ohne den Bau der dritten Röhre stehe dem Verkehr während der absehbaren Komplettsanierung des bestehenden Rosenbergtunnels der Stadtautobahn nur eine Röhre mit zwei Fahrspuren zur Verfügung. Damit würde das Verkehrsnetz um die Stadt St.Gallen zusammenbrechen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die dritte Röhre ist Teil des strategischen Entwicklungsprogramms (Step) für die Nationalstrassen. Ihr Bau wird voraussichtlich nach 2030 beginnen.

In einem nächsten Schritt erarbeitet das Bundesamt für Strassen (Astra) das Ausführungsprojekt «Dritte Röhre Rosenberg». Parallel dazu plant es zusammen mit der Region den Autobahnzubringer Güterbahnhof weiter. Der Bundesrat wird voraussichtlich 2025 über die Genehmigung fürs Projekt «Engpassbeseitigung St.Gallen inklusive Zubringer Güterbahnhof» entscheiden. Kantone und Gemeinden planen und erstellen den Strassentunnel zur Liebegg und die Anschlüsse des neuen Autobahnzubringers an die Stadt. (SK/vre)

Siehe auch ST.GALLER STADT-TICKER, 30.3.2022, Meldungen 15:32, 16:02 und 17:33.

Coronasituation im Kanton St.Gallen: Zahl der Neuinfektionen und der Hospitalisationen sinkt weiter - Ende der aktuellen Coronawelle in Sicht

Der Kanton meldet auf seiner Website für Mittwoch nur noch 722 (Mo: 737, Di: 918) neue laborbestätigte Coronafälle. Seit März 2020 haben sich damit insgesamt 206’686 Personen im Sanktgallischen mit dem Coronavirus infiziert. Am Mittwoch wurde wieder kein Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der St.Galler Coronatoten steht bei 855.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Mittwoch, 30. März 2022, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Mittwoch, 30. März 2022, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

Derzeit liegen noch 46 (So: 61, Mo: 57, Di: 56) Patientinnen und Patienten wegen einer SARS-CoV-2-Infektion in St.Galler Spitälern. Davon befinden sich vier auf einer Intensivstation, drei davon mit künstlicher Beatmung. Auch die Zahl der Spitaleinweisungen - und damit die Zahl der schweren Verläufe - zeigt derzeit wieder klar nach unten.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwochabend im Kanton St.Gallen bei 900 (So: 1'303, Mo: 1'051, Di: 970). Die 14-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 2'523 (So: 3'297, Mo: 2'937, Di: 2'725). Auch diese Werte gehen immer noch nach unten. Die Inzidenz bezeichnet die Zahl neuer Coronafälle innert sieben und 14 Tagen der Vergleichbarkeit wegen hochgerechnet auf 100’000 Einwohner. (SK/vre)

Kantonsspital hält vorläufig an Maskenpflicht fest

Der Bund hebt per 1. April die wegen der Coronapandemie erlassene besondere Lage auf. Damit entfällt nach rund zwei Jahren unter anderem ab Freitag die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Das Kantonsspital St.Gallen teilt nun mit, dass es an der Maskenpflicht vorläufig festhalten wird. Das habe die interne Taskforce Coronavirus entschieden, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Das Kantonsspital St.Gallen hält mindestens bis Mitte April an der Maskenpflicht fest.

Das Kantonsspital St.Gallen hält mindestens bis Mitte April an der Maskenpflicht fest.

Bild: Michel Canonica (15.1.2021)

Die Maskenpflicht gilt demnach für alle Personen über zwölf Jahren in allen Spitalbereichen, in denen sich Patientinnen und Patienten aufhalten. Am Mittwoch waren am Kantonsspital St.Gallen noch 26 Patientinnen und Patienten wegen einer Covid-19-Infektion hospitalisiert. Zwei davon werden auf der Intensivstation gepflegt. Eine nächste Evaluation, ob die Maskentragepflicht am Kantonsspital auch aufgehoben werden kann, soll Mitte April erfolgen. (kssg/vre)

«Tier» intensiviert Bemühungen, damit E-Scooter und E-Bikes korrekt abgestellt werden: Ab 1. April dreht auch eine Fusspatrouille Runden

Die E-Trottinetts und E-Bikes, die von «Tier» in St.Gallen zum Verleih angeboten werden, gehören zu den Lieblingsthemen von Nutzerinnen und Nutzern des Stadtmelders, der elektronischen Klagemauer der St.Galler Stadtverwaltung. Vor allem, dass viele Zweiräder nach Gebrauch so parkiert werden, dass sie Trottoirs oder Fuss- und Spazierwege blockieren, treibt einzelnen St.Gallerinnen und St.Gallern regelmässig die Zornesröte ins Gesicht.

Genau die Situation, die Fussgängerinnen und Fussgänger hässig macht: Zwei E-Scooter auf einem Fussweg im Areal der Burgweier.

Genau die Situation, die Fussgängerinnen und Fussgänger hässig macht: Zwei E-Scooter auf einem Fussweg im Areal der Burgweier.

Bild: Reto Voneschen (30.3.2022)

Auf Kritik hin verweist die Stadt regelmässig auf den Kundendienst von «Tier». Und jetzt beklagt sich prompt einer von der Ruhbergstrasse, der bei diesem Kundendienst fünf E-Trottis und zwei E-Bikes melden wollte, im Stadtmelder darüber, dass man ihn habe abblitzen lassen. Er erhält jetzt auf die Kritik hin eine Antwort von «Tier» selber. Der St.Galler Ableger des Unternehmens kündigt darin an, seine Bemühungen um korrektes Parkieren seiner Zweiräder nach Gebrauch zu intensivieren.

Die «Ranger» von «Tier» seien täglich im Einsatz und stellten falsch parkierte Fahrzeuge korrekt hin. Ab 1. April sei zusätzlich eine Fusspatrouille unterwegs. Sie werde aus zwei Personen bestehen, welche jeden Tag einige Stunden auf dem Stadtgebiet im Einsatz stehen sollen, um falsch oder schlecht parkierte Scooter korrekt hinzustellen. «Tier» wolle so einen Beitrag dazu leisten, dass seine Fahrzeuge auf Trottoirs kein Hindernis darstellen.

Allerdings: Das Problem bei E-Scootern, die so parkiert sind, sind weniger die Zweiräder an sich als vielmehr die Gedankenlosigkeit oder die fehlende Kinderstube von Nutzerinnen und Nutzer.

Allerdings: Das Problem bei E-Scootern, die so parkiert sind, sind weniger die Zweiräder an sich als vielmehr die Gedankenlosigkeit oder die fehlende Kinderstube von Nutzerinnen und Nutzer.

Bild: Reto Voneschen (30.3.2022)

Weiter versucht «Tier» Nutzerinnen und Nutzer von E-Scootern und E-Bikes mit Mitteilungen in seiner App und mit Öffentlichkeitsarbeit dafür zu sensibilisieren, dass sie die Zweiräder nach Gebrauch korrekt abstellen. Fahrzeuge, die ein Hindernis darstellten, könne man per Mail auch direkt dem «Tier»-Team in St.Gallen melden. Es kümmere sich dann so rasch als möglich um das Anliegen. (vre)

Vorstoss

E-Trottinetts und E-Bikes kontraproduktiv für Klimaziele?

Im St.Galler Stadtparlament ist seit der Sitzung vom 22. März auch eine Einfache Anfrage über den Sinn des Verleihsystems mit E-Trottinetts und E-Bikes hängig. Der Vorstoss kommt von überraschender Seite. Hinter den kritischen Fragen steht nämlich Juso-Stadtparlamentarierin und Klimaaktivistin Miriam Rizvi.

Kollektiv genutzte E-Trottinetts seien kontraproduktiv fürs städtische Ziel der Klimaneutralität, schreibt Rizvi mit Hinweis auf eine kürzlich publizierte ETH-Studie. Die Zweiräder reduzierten den Schadstoffausstoss des Verkehrs nicht, sondern verursachten oft nur zusätzliche Emissionen. Dies weil sie nicht als Autoersatz benutzt würden, sondern Fahrten im ÖV ersetzten.

Vom Stadtrat will Rizvi wissen, welchen Effekt er von kollektiv benutzten E-Scootern und E-Bikes bezüglich Reduktion des Schadstoffausstosses durch den Verkehr erwartet. Weiter soll die Stadtregierung erklären, wie sie die Mobilität in St.Gallen klimagerecht zu gestalten gedenkt und welche Rolle dabei E-Scooter und E-Bikes spielen sollen. Miriam Rizvi erinnert daran, dass die Bewilligung von «Tier» für den Zweiradverleih diesen Sommer ausläuft: Vom Stadtrat will sie daher wissen, ob er trotz ETH-Studie gedenkt, das Projekt weiterzuführen. (vre)

Handballerinnen des LC Brühl verlieren erneut gegen Zug: Eine unglückliche Serie

Die Handballerinnen des LC Brühl müssen in der Finalrunde der Meisterschaft einen Rückschlag hinnehmen. Sie haben am Mittwoch innert zehn Tagen zum dritten Mal hintereinander gegen die Frauen des LK Zug verloren. Im Kampf um die Playoff-Finalplätze verloren die St.Gallerinnen auswärts bei Titelverteidiger LK Zug mit 26:35 (10:16). Vorausgegangen war das Ausscheiden im Cup-Halbfinal und dann eine Niederlage in der Meisterschaft gegen die Innerschweizerinnen.

Am Mittwoch ist auswärts auch das dritte Spiel innert zehn Tagen der Handballerinnen des LC Brühl gegen den LK Zug verloren gegangen.

Am Mittwoch ist auswärts auch das dritte Spiel innert zehn Tagen der Handballerinnen des LC Brühl gegen den LK Zug verloren gegangen.

Bild: Foto Wagner/PD

Der LC Brühl gehe angeschlagen aus der Serie von drei Spielen gegen den LK Zug, heisst es im Matchbericht von Matthias Schlageter. Nicht die Tatsache, dass alle drei Partien verloren gegangen seien, schmerze am meisten. Vielmehr lieferten die deutlichen Auswärtsniederlagen viel Stoff zur Aufarbeitung und Verbesserung. Beides sei dringend nötig, wollten die Brühlerinnen um die zwei Finalplätze mitmischen. Da die Konkurrentinnen der Spono Eagles ebenfalls verloren haben, beträgt der Rückstand auf einen Platz unter den Top zwei immer noch zwei Punkte.

Die Niederlage vom Mittwoch sei – leider – hochverdient gewesen, zieht Cheftrainer Nicolaj Andersson nach dem Spiel Bilanz: «Zug spielt momentan einen Handball, der die Gegner sehr aktiv unter Druck setzt und dem haben wir heute und in den letzten Tagen zu wenig entgegenzusetzen gehabt.» Bezüglich Finalrunde ist damit nach Meinung von Andersson noch nichts entschieden: «Die Finalrunde ist noch lange und wir stehen trotz dieser bescheidenen Leistung vom Mittwoch noch gut im Rennen um die Finalplätze.» Verbesserungen seien aber rasch nötig. (pd/vre)

Allianz gegen Autobahnausbau mit «dicker Post» nach Bern: Parteien und Organisationen melden Opposition bei Bundesrat und Bundesamt an

Auch Gegnerinnen und Gegner des neuen Zubringers der Stadtautobahn in den Güterbahnhof und dessen Weiterführung in die Liebegg reagieren auf die Entscheide des Bundesrates vom Mittwoch. Sie tun dies allerdings nicht mit einer Medienmitteilung, sondern mit einer Einladung zu einem Medientermin für nächste Woche: Verschiedene Parteien, die dem Ausbau der Stadtautobahn zum Güterbahnhof kritisch gegenüberstehen, bringen nämlich gemeinsam ihre Vernehmlassungsantworten zum Projekt auf die Post.

Das Gesamtprojekt zur Engpassbeseitigung auf der St.Galler Stadtautobahn. Bewilligt hat der Bundesrat am Mittwoch die 410 Millionen Franken für die dritte Tunnelröhre durch den Rosenberg.

Das Gesamtprojekt zur Engpassbeseitigung auf der St.Galler Stadtautobahn. Bewilligt hat der Bundesrat am Mittwoch die 410 Millionen Franken für die dritte Tunnelröhre durch den Rosenberg.

Plan: PD

Der Autobahnzubringer Güterbahnhof und Liebegg habe massive Auswirkungen auf die Stadt St.Gallen, heisst es in der Medieneinladung. Seine Verwirklichung würde Bestrebungen für eine nachhaltige Verkehrspolitik in der Stadt um Jahrzehnte zurückwerfen. Eine breite Allianz aus Parteien und Organisationen will daher Front dagegen machen. Im Rahmen des laufenden Vernehmlassungsverfahrens zum Projekt soll daher in einer Woche dicke Post an den Bundesrat und das Bundesamt für Strassen versendet werden.

Zur Allianz gegen den Autozubringer in den Güterbahnhof und den Strassentunnel in die Liebegg gehören SP und Juso, Grüne und Junge Grüne, Grünliberale (GLP), das Komitee «Kein Autobahn-Anschluss am Güterbahnhof», der VCS St.Gallen-Appenzell sowie das Klimastreikkollektiv St.Gallen. (pd/vre)

Siehe auch ST.GALLER STADT-TICKER, 30.3.2022, 15:32 und 16:02.

Neue Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen: Liebe und Leidenschaft in der Kunstgeschichte

Am Freitag, 8. April, 18.30 Uhr, eröffnet das Kunstmuseum St.Gallen seine neue Ausstellung «Perfect Love: Von Liebe und Leidenschaft». Ob als leidenschaftliche Paarliebe, fürsorgliche Mutterliebe, göttliche, zwischenmenschliche, abgründige, paradiesische oder himmlische Liebe – die Ausstellung mit Werken aus der Sammlung des Museums zeigt vielfältige Aspekte der Liebe in der Kunst.

Ebenfalls in der Ausstellung «Perfect Love» zu sehen: Ein unbekannter Künstler aus dem Bodenseeraum malte das Flügelaltärchen mit der Marienkrönung um 1500 mit Ölfarben auf Holz.

Ebenfalls in der Ausstellung «Perfect Love» zu sehen: Ein unbekannter Künstler aus dem Bodenseeraum malte das Flügelaltärchen mit der Marienkrönung um 1500 mit Ölfarben auf Holz.

Bild: Kunstmuseum SG

Neben bekannte, aber auch kaum je gezeigte Werken reihen sich bedeutende Neuzugänge wie das um 1500 entstandene Flügelaltärchen eines unbekannten Meisters aus dem Bodenseeraum. Ergänzt wird die Ausstellung durch Leihgaben aus Privatsammlungen. Die Ausstellung «Perfect Love» wird eine Vielfalt von Gemälden, Skulpturen und Grafiken der letzten 500 Jahre präsentieren. Zugänglich ist die Schau vom 9. Bis 14. April. (aye/vre)

Mehr Informationen zur Ausstellung «Perfect Love» finden sich im Internet.

IG Engpassbeseitigung erfreut über Entscheid des Bundesrates:

Die IG Engpassbeseitigung ist erfreut über die Genehmigung des Projektes für die dritte Rosenbergröhre der St.Galler Stadtautobahn durch den Bundesrat (ST.GALLER STADT-TICKER, 30.3.2022, 15:32). Ebenso erfreulich sei die Tatsache, dass gemäss Bundesratsentscheid der unterirdische Autobahnzubringer zum Güterbahnhof mit Verlängerung in die Liebegg parallel zum Teilprojekt der dritten Tunnelröhre durch den Rosenberg weiterbearbeitet werde, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

FDP-Kantonsrat Walter Locher ist Präsident der IG Engpassbeseitigung, die sich für den Ausbau der St.Galler Stadtautobahn einsetzt.

FDP-Kantonsrat Walter Locher ist Präsident der IG Engpassbeseitigung, die sich für den Ausbau der St.Galler Stadtautobahn einsetzt.

Bild: Benjamin Manser (14.2.2022)

«Wir sind erfreut über den raschen Entscheid des Bundesrates, der die Dringlichkeit der Verkehrsentlastung auf der A1 im Raum St. Gallen unterstreicht», wird in der Mitteilung der IG Engpassbeseitigung FDP-Kantonsrat und IG-Präsident Walter Locher zitiert. Die IG, der die Wirtschafts- und Verkehrsverbände der ganzen Region angehörten, sei auch befriedigt darüber, dass die Planung an der Teilspange Güterbahnhof «ebenfalls rasch und zeitgerecht fortgesetzt» werde.

Dazu hält die Mitteilung fest: «Das innerstädtische Verkehrsnetz kann nur mit dem Gesamtprojekt inklusive Zubringer und Tunnel wirklich entlastet und damit die Verkehrssituation in der Stadt St. Gallen nachhaltig verbessert werden. Die IG wertet es daher als positiv, dass der Bundesrat in seiner Mitteilung festhalte, «dass auch die weiteren Projekte zur wirksamen Engpassbeseitigung auf der Stadtautobahn gehören».

Das Gesamtprojekt ist aus Sicht der IG Engpassbeseitigung «sehr stimmig». Es verflüssige den Verkehr sowohl auf der Autobahn wie in der Stadt. Durch die Reduktion des Verkehrs an der Oberfläche schaffe es zudem mehr Platz für den öffentlichen sowie den Fuss- und Veloverkehr und entlaste die Quartiere stark. Mit der unterirdischen Führung der neuen Strassen und Anschlüsse bleibe auch eine Entwicklung und Umnutzung des alten Güterbahnhofs möglich. (pd/vre)

Auch in St.Gallen wird weiterhin für den Frieden in der Ukraine gebetet

Die reformierte und katholische Kirche laden auch in der Stadt St.Gallen weiterhin zu Friedensgebeten für die Ukraine ein. Ein ökumenisches Friedensgebet findet diesen Freitag, 12.05 bis 13 Uhr, in der Schutzengelkapelle am Klosterplatz statt. Mit Orchester und Chor wird mit Gesängen aus Taizé für den Frieden gebetet.

Am Freitagmittag wird in der Schutzengelkapelle am Klosterplatz für den Frieden in der Ukraine gebetet.

Am Freitagmittag wird in der Schutzengelkapelle am Klosterplatz für den Frieden in der Ukraine gebetet.

Bild: Michel Canonica (30.11.2018)

Ein weiteres Taizé-Gebet findet diesen Freitag, 19 Uhr, in der Kirche Bruder Klaus in Winkeln statt. Der Anlass gehört zu einer Reihe, die in der Regel jeden dritten Freitagabend abwechslungsweise in der katholischen und der reformierten Kirche in Winkeln durchgeführt wird. Beim meditativen Taizé-Gottesdienst steht eine gemeinsame Stillezeit statt einer Predigt im Mittelpunkt. (pd/vre)

Bundesrat genehmigt Projekt zum Ausbau der Stadtautobahn: 410 Millionen Franken für die dritte Röhre durch den Rosenberg

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 30. März das Projekt für den Bau der dritten Röhre des Rosenbergtunnels der St.Galler Stadtautobahn genehmigt. Das Vorhaben soll langfristig den Betrieb der Stadtautobahn sicherstellen. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 410 Millionen Franken. Der Baustart ist gemäss Mitteilung vom Mittwoch nicht vor 2030 vorgesehen; die Bauzeit beträgt rund sechs Jahre.

Das Gesamtprojekt zur Engpassbeseitigung umfasst neben der dritten Tunnelröhre und einer Pannenstreifenumnutzung zwischen St.Fiden und Neudorf auch noch einen unterirdischen Autobahnzubringer zum alten Güterbahnhof mit Verlängerung bis in die Liebegg in Richtung Appenzellerland. Das Gesamtprojekt – einschliesslich der dritten Tunnelröhre durch den Rosenberg - wird nach Angaben im Internetauftritt des Bundesamtes für Strassen (Astra) rund 1,3 Milliarden Franken kosten.

Der Bundesrat hat die dritte Röhre für den Rosenbergtunnel der St.Galler Stadtautobahn gutgeheissen. Sie soll in den 2030er-Jahren gebaut werden.

Der Bundesrat hat die dritte Röhre für den Rosenbergtunnel der St.Galler Stadtautobahn gutgeheissen. Sie soll in den 2030er-Jahren gebaut werden.

Bild: Tobias Garcia
(9.2.2022)

Die beiden 1987 in Betrieb genommenen Tunnelröhren der St.Galler Stadtautobahn durch den Rosenberg müssen aufgrund ihres baulichen Zustands umfassend saniert werden, um den langfristigen Betrieb gewährleisten zu können. Während der Instandsetzung muss die jeweils zu sanierende Röhre für einen längeren Zeitraum gesperrt werden. Da die bestehenden Tunnelröhren nacheinander erneuert werden, steht die neue Röhre gemäss Mitteilung während der Sanierung für den Verkehr zur Verfügung.

Mit diesem Konzept, so heisst es in der Mitteilung des Bundes weiter, könne «eine schwierige Verkehrssituation auf der Nationalstrasse und auf dem Strassennetz der Region St.Gallen» vermieden werden. Die Lärmbelastung durch die Autobahn auf Stadtgebiet soll mit schallabsorbierenden Verkleidungen, Lärmschutzwänden und einem lärmmindernden Belag reduziert werden.

Das Projekt zur Engpassbeseitigung auf der St.Galler Stadtautobahn sieht auch noch einen unterirdischen A1-Zubringer zum Güterbahnhof (Bild) und einer Verlängerung ins Riethüsli vor.

Das Projekt zur Engpassbeseitigung auf der St.Galler Stadtautobahn sieht auch noch einen unterirdischen A1-Zubringer zum Güterbahnhof (Bild) und einer Verlängerung ins Riethüsli vor.

Bild: Ralph Ribi (19.5.2021)

Im nächsten Schritt soll das Ausführungsprojekt für die dritte Röhre durch den Rosenberg ausgearbeitet und anschliessend öffentlich aufgelegt werden. Nach Abschluss des Plangenehmigungsverfahrens kann das Astra das Detailprojekt erarbeiten und die Vergabe der Arbeiten durchführen. Die anderen Bestandteile des Gesamtprojekts zur Engpassbeseitigung auf der Stadtautobahn werden parallel zum Teilprojekt der dritten Röhre durch das Astra gemeinsam mit der Region weiterbearbeitet werden. (pd/vre)

Bevölkerung und Interessengruppen können Stellung nehmen: Anpassung des Richtplans geht ins Mitwirkungsverfahren

Der 2012 vom Stadtparlament verabschiedete Richtplan der Stadt St.Gallen soll jetzt erstmals angepasst werden. Dabei werden an der sehr umfangreichen Planungsgrundlage für die bauliche Entwicklung der Stadt rund 150 Änderungen vorgenommen: 58 Punkte werden neu eingefügt, 57 Punkte angepasst und 35 gestrichen. Wesentliche Änderungen gibt es aufgrund der Integration neuer stadträtlicher Strategien in den Richtplan. Am Freitag startet das Mitwirkungsverfahren für diese Anpassungen im Internet.

Ausschnitt aus dem St.Galler Richtplan mit dem Autobahnzubringer Kreuzbleiche, dem Bahnhofsquartier und der Altstadt.

Ausschnitt aus dem St.Galler Richtplan mit dem Autobahnzubringer Kreuzbleiche, dem Bahnhofsquartier und der Altstadt.

Screenshot: Stadt SG

Am Mitwirkungsverfahren können sich alle Stadtsanktgallerinnen und Stadtsanktgaller beteiligen. Bemerkungen zu den Anpassungen einreichen können aber auch der Kanton, die Nachbargemeinden sowie Verbände und Interessengruppen. Offen ist das Partizipationsverfahren vom 1. April bis 31. Mai. Am 28. April, 18 Uhr, gibt’s eine Infoveranstaltung dazu für Fachleute. Am 4. Mai, 18.30 Uhr, findet eine öffentliche Orientierung zu den Richtplananpassungen statt. Anmelden dazu kann man sich im Internet. Dort findet man auch Details zum Richtplan.

Die Teilrevision des Richtplans will die Stadt nach Angaben von Baudirektor Markus Buschor und Stadtplaner Florian Kessler an einer Medienorientierung vom Mittwochvormittag noch im laufenden Jahr abschliessen. Im Juni und Juli werden die Resultate des Mitwirkungsverfahrens ausgewertet. Im August soll der Stadtrat über die Anpassungsvorlage entscheiden. September bis November ist für die Vorberatung in der Liegenschaften- und Baukommission reserviert. Und im November soll sich dann das Stadtparlament über den revidierten Richtplan beugen. (sk/vre)

Katrin Eberhard wechselt von der Stadt zum Kanton: Neue Leiterin der kantonalen Denkmalpflege

Katrin Eberhard wird neu Leiterin der kantonalen Denkmalpflege, einer Abteilung des Amtes für Kultur des Kantons St.Gallen. Die promovierte Architektin war bisher stellvertretende Stadtbaumeisterin der Stadt St.Gallen. Sie tritt gemäss Mitteilung der Staatskanzlei ihre neue Stelle als Kantonsdenkmalpflegerin am 1. Juli an. Ihr Abgang bei der Stadt erfolgte schon vor einigen Wochen und wurde bisher nicht kommuniziert. Die Stelle des St.Galler Stadtbaumeisters ist ebenfalls vakant; eine Nachfolge für Hansueli Rechsteiner zu finden, ist im ersten Anlauf gescheitert.

Katrin Eberhard ist ab 1. Juli als Nachfolgerin von Michael Niedermann die neue Chefin der Denkmalpflege des Kantons St.Gallen.

Katrin Eberhard ist ab 1. Juli als Nachfolgerin von Michael Niedermann die neue Chefin der Denkmalpflege des Kantons St.Gallen.

Bild: Kanton St.Gallen

Katrin Eberhard ist promovierte Architektin und Architekturhistorikerin. Sie hat ihr Studium an der Accademia di Architettura in Mendrisio begonnen und wechselte 2001 an die ETH nach Zürich. Eberhard befasste sich bereits im Studium mit der Stadt- und Raumplanung der Schweiz seit 1950 und doktorierte 2008 an der ETH bei Professor Andreas Tönnesmann mit der Dissertation «Machine à habiter - Zur Technisierung des Wohnens in der Moderne». Sie erhielt Reisestipendien, die sie nach Russland und Frankreich führten.

Eberhard übernahm nach diversen Praktika in Architekturbüros eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Stadtsanktgaller Denkmalpflege. Von 2016 bis 2022 war sie als stellvertretende Stadtbaumeisterin tätig. Eberhard forscht und publiziert seit 2008 regelmässig zur Baukultur des 19. bis 21. Jahrhunderts. Nach ihrem 2011 erschienenen Buch über das Werk von Heinrich Graf veröffentlichte sie 2020 die Architekturmonografie «Danzeisen + Voser - Bauten und Projekte».

Katrin Eberhard tritt die Nachfolge von Michael Niedermann an, der per Ende Juni in Pension gehen wird. Niedermann war bereits über zehn Jahre als Bauberater in der kantonalen Denkmalpflege tätig, bevor er 2014 die Gesamtleitung von Pierre Hatz übernahm. Niedermann baute die kantonale Denkmalpflege zu einer Fachstelle mit einem heute zehnköpfigen Team aus. Er prägte zudem wichtige Projekte zum Erhalt von Objekten der Baukultur im Kanton St.Gallen. Dazu gehören die dritte Renovationsetappe des Hofes zu Wil oder die Aufwertung des Schlosses Werdenberg als Kulturstandort. (SK/vre)

Coronasituation im Kanton St.Gallen

Der Kanton meldet auf seiner Website für Dienstag 918 neue laborbestätigte Coronafälle. Seit März 2020 haben sich damit insgesamt 205’964 Personen im Sanktgallischen mit dem Coronavirus infiziert. Am Dienstag wurde wieder kein Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der St.Galler Coronatoten steht damit bei 855.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Dienstag, 29. März 2022, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Dienstag, 29. März 2022, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle für Statistik Kanton SG

Derzeit liegen noch 56 Patientinnen und Patienten wegen einer SARS-CoV-2-Infektion in St.Galler Spitälern. Davon befinden sich fünf auf einer Intensivstation, drei davon mit künstlicher Beatmung.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit im Kanton St.Gallen bei 970 - und damit erstmals seit längerer Zeit unter der 1'000er-Marke. Die 14-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 2'725. Die Inzidenz bezeichnet die Zahl neuer Coronafälle innert sieben und 14 Tagen der Vergleichbarkeit wegen hochgerechnet auf 100’000 Einwohner. (SK/fra)

Diskussion beim Ostschweizer Regionalfernsehen TVO: Wie viel Aufrüstung braucht die Schweiz jetzt?

Der Krieg in der Ukraine hat auch in der Schweiz ein politisches Thema ins Zentrum gerückt, das zuvor jahrelang eher ein Schattendasein fristete: Wie viel Aufrüstung braucht die Schweiz? Am Mittwochabend lässt das Ostschweizer Regionalfernsehen TVO darüber im Polittalk «Zur Sache» diskutieren.

Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 des Panzerbataillons 14 bei einer Gefechtsübung in der Westschweiz.

Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 des Panzerbataillons 14 bei einer Gefechtsübung in der Westschweiz.

Bild: Georgios Kefalas/ KEY (26.4.2017)

Über die Schweizer Sicherheitspolitik, über Aufrüstung, über die Zusammenarbeit mit der Nato und über den Begriff der Neutralität debattieren die St.Galler Nationalratsmitglieder Roland Rino Büchel (SVP), Claudia Friedl (SP) und Thomas Brunner (Grünliberale). Moderiert wird das Gespräch durch «Tagblatt»-Chefredaktor Stefan Schmid.

Die Diskussion wird auf TVO ab 18.30 Uhr live geführt. Danach wird die Aufzeichnung der Sendung stündlich wiederholt. Und natürlich lässt sie sich wie üblich auch ab dem frühen Abend im Internetauftritt von TVO anschauen. (pd/vre)

Diskussion mit Milo Rau im Palace: Kritik an unmenschlichen Arbeitsbedingungen in der globalisierten Agrarindustrie

Gemeinsam organisieren die Pädagogische Hochschule St.Gallen (PHSG) und die Erfreuliche Universität im Kulturzentrum Palace einen ungewöhnlichen Filmabend. Heute Mittwoch, 18.45 Uhr, ist im Palace der Film «Das neue Evangelium» von Milo Rau zu sehen. Danach ist eine Diskussion darüber mit dem Regisseur und Kulturpreisträger des Kantons St.Gallen geplant.

Szene aus dem Film« Das neue Evangelium» (2020) von Milo Rau.

Szene aus dem Film« Das neue Evangelium» (2020) von Milo Rau.

Bild: PD/Armin Smailovic

«Das neue Evangelium» hat einen interessanten Ausgangspunkt: Was würde Jesus im 21. Jahrhundert predigen? Und wer wären seine Jünger? Milo Rau bringt in seinem preisgekrönten Film die Botschaft von Jesus in die von Unrecht und Ausbeutung geprägte Gegenwart von Migrantinnen und Migranten. Gemeinsam mit dem Politaktivisten Yvan Sagnet, der Jesus verkörpert, erschafft Rau eine zutiefst biblische Geschichte.

Wie Jesus geht Yvan als «Menschenfischer» in die Flüchtlingslager bei Matera in Italien. Dort findet er seine «Jünger». Es sind Menschen, die übers Mittelmeer nach Europa gekommen sind, um nun auf den Tomatenfeldern Süditaliens unter unmenschlichen Bedingungen als Leibeigene der globalisierten Agrarindustrie zu arbeiten. Gemeinsam mit ansässigen Bäuerinnen und Bauern begründen sie die Bewegung «La Rivolta della Dignità» («Revolte der Würde»). (pd/vre)

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Christian Enderlin

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