Nach Erdrutsch im Steinachtobel: Der Nonnensteg ist unpassierbar

Während sich die Gemeinden Mörschwil und Berg Gedanken über die Sanierung und Sicherung des Nonnenstegs machen, ist die schmale Brücke seit einigen Tagen erneut gesperrt.

Theepan Ratneswaran
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Der Nonnensteg verbindet Mörschwil mit Berg.

Der Nonnensteg verbindet Mörschwil mit Berg.

Bild: PD/Gemeinde Berg

Wer zu Fuss von Mörschwil nach Berg möchte, kann die Steinach über den Nonnensteg überqueren. Die schmale Überführung im Steinachtobel ist sehr beliebt bei Wanderern, Einheimischen und neuerdings bei Bikern. Die Brücke ist aber vorerst für einige Tage gesperrt.

Aufgrund eines Hangrutsches auf Berger Seite am letzten Freitagnachmittag sei der Durchgang bis spätestens Ende nächster Woche unpassierbar, sagt der Berger Gemeinderat Christian Würth.

«Ich war kurz überrascht, habe aber gleich den Weg absperren lassen und den Geologen kontaktiert.»

Dieser hat die exponierten Stellen rund um den Nonnensteg begutachtet. Acht Meter des Wanderweges sind bis zu zwei Meter hoch durch Erdmaterial und Waldholz verschüttet.

Das abgerutschte Material werde nun seitlich deponiert. Die Waldwege werden gekiest und die Brücke wird wieder begehbar gemacht. Ein neues Warnschild vor dem Nonnensteg soll zudem zur Vorsicht ermahnen. «Einer Wanderung über die Brücke steht aber bald wieder nichts mehr im Wege», sagt Christian Würth.

Die Steinach übt zu viel Druck aus

Ein Hangrutsch auf Berger Seite macht den Nonnensteg momentan unpassierbar.

Ein Hangrutsch auf Berger Seite macht den Nonnensteg momentan unpassierbar.

Bild: PD/Gemeinde Berg

Derartige Hangrutschungen von losem Waldboden über dem steil abfallenden Fels sind laut Christian Würth gang und gäbe. Die Sicherung der gesamten Uferflanken sei jedoch weder zielführend noch finanziell tragbar.

In Einzelfällen hingegen ergeben bauliche Massnahmen Sinn. Im Frühling dieses Jahres wurden notfallmässige Arbeiten durchgeführt. Denn das Risiko eines Sachschadens an der Brücke war zu hoch.

Christian Würth, Berger Gemeinderat

Christian Würth, Berger Gemeinderat

Bild: Ralph Ribi

Die Steinach übte einen zu grossen Druck auf die Brücke aus. Das Fundament des Nonnenstegs drohte auf Mörschwiler Seite stark unterspült zu werden. Der Fluss musste deshalb ein wenig umgeleitet werden. «Nun herrscht Entlastung im Flussbett», sagt der Berger Gemeinderat.

Die Sanierung ist noch nicht abgeschlossen

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Mörschwil, dem zuständigen Revierförster, dem kantonalen Wasserbauer und dem kantonalen Fischereiaufseher sowie den Grundeigentümern wurden die Massnahmen festgelegt und bis Ende August dieses Jahres umgesetzt. Die Kosten der Sanierung in Höhe von 25'000 Franken wurden schliesslich hälftig von beiden Gemeinden Berg und Mörschwil getragen.

Mittelfristig sollen weitere Sanierungsmassnahmen umgesetzt werden. Ein kleiner Schutzwall am hangseitigen Wegrand soll vor kleineren herabfallenden Steinen schützen. Im Hang soll wiederum der Bewuchs niedrig gehalten werden, um grössere Windkräfte auf Bäume zu verhindern. Christian Würth sagt:

«Ab Frühling 2021 können die Arbeiten losgehen.»

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