Stattliche Liegenschaft mit langer Geschichte

Das Haus Tigelberg, hoch über dem Dorf an der Strasse von Berneck nach Büriswilen gelegen, wurde im 19. Jahrhundert erbaut. Zuerst diente die stattliche Liegenschaft als Gasthaus.

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Das Haus Tigelberg, hoch über dem Dorf an der Strasse von Berneck nach Büriswilen gelegen, wurde im 19. Jahrhundert erbaut. Zuerst diente die stattliche Liegenschaft als Gasthaus.

1907 dann verlegte Max Sandherr sein junges Textilunternehmen nach Berneck; das Haus Tigelberg wurde zur Fabrikantenvilla. Die Max-Sandherr-Stiftung vermachte das Gebäude im Jahr 1938 der evangelischen Kantonalkirche. Mit der Zustimmung des Donators wurde der Tigelberg viele Jahre lang als Altersheim geführt.

Diese Zweckbestimmung wurde in den letzten Jahren umgewandelt; das Gebäude diente als Zuhause für die sozialpädagogische Grossfamilie des Ehepaars Regula und Marcel Coulin.

2006 wurde die Grossfamilie in eine Institution für Jugendliche umgewandelt und der Trägerverein Tigelberg Berneck gegründet. Ein pädagogisches Team unter der Leitung von Marcel Coulin bietet Wohnplätze für Heranwachsende in der Oberstufe oder während der Lehrzeit.

Die Jugendlichen werden durch ausgebildete Fachkräfte unterstützt, ihre Ressourcen kennenzulernen und ihr Potenzial zu entfalten. Innerhalb klarer Regeln und Strukturen wird Grosszügigkeit und Toleranz gelebt.

Das Tigelberg-Team legt grossen Wert auf Schulbesuch und Ausbildung; aber auch die Arbeiten im gemeinschaftlichen Haushalt sind wichtig auf dem Weg zur Selbständigkeit. Ziel ist die soziale, schulische und berufliche Integration.

Im Juni 2007 übertrug die evangelische Synode die Liegenschaft Tigelberg dem gleichnamigen Trägerverein. In diesem Zusammenhang arbeitete das Architekturbüro Bänziger einen Bericht über den Zustand des Gebäudes aus. Auf dieser Grundlage beschloss der Vorstand unter Präsident Christian Baumann, die Schenkung anzunehmen. (S)